Fußball : Hö./Nie. siegt im Pokalderby

Der Niederrheinligist hat der Gocher Viktoria die erste Pflichtspielniederlage der Saison zugefügt und steht durch ein 2:0 beim gut mithaltenden Landesligisten in der dritten Runde des Verbandspokals. Die endgültige Entscheidung fiel erst kurz vorm Schlusspfiff.

Zum ersten Mal in dieser Saison musste die Gocher Viktoria nach einem Pflichtspiel als Verlierer den Platz verlassen. Dieses taten die Schwarz-Roten nach dem 0:2 in der zweiten Runde des Pokals auf Verbandsebene gegen den SV Hönnepel/Niedermörmter aber auch durchtränkt vom Dauerregen nicht als "begossene Pudel", sondern erhobenen Hauptes.

Auch wenn der Erfolg des klassenhöheren Lokalrivalen aufgrund der ersten Spielhälfte in Ordnung ging, war im zweiten Durchgang für wacker kämpfende Gocher durchaus auch mehr drin.

Entsprechend fielen die Trainerstimmen aus. "Es war ein schönes faires Derby. Unterm Strich sind wir verdient weitergekommen. Zur Pause hätten wir die Partie schon entschieden haben müssen", analysierte Georg Mewes.

Viktoria-Trainer Manfred Tebeck sah keinen Klassenunterschied: "Wir haben das Spiel von Anfang an offen gestaltet und in der zweiten Hälfte fast auf ein Tor gespielt, auch wenn die hundertprozentige Chance fehlte." Zufrieden waren irgendwie beide - der eine mehr wegen dem Ergebnis, der andere mit der Leistung.

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Nach gutem Auftakt der Gastgeber mit einer Gelegenheit für Dennis Hommers (5.) verzeichnete der SV Hö./Nie. die erste Großchance. Eher zufällig kam der Ball zu Sebastian Radtke, der setze dann aber geschickt den auffälligen Fabio Forster in Szene, der zu genau Maß nahm und nur die Gocher Torlatte traf (11.).

Mit dieser Szene wuchs der Respekt der Gastgeber. Hö./Nie. legte gleich den nächsten Aluminiumtreffer nach: Gordon Weniger servierte den Ball dem mitgelaufenen Daniel Boldt, doch dessen wuchtiger Kopfball klatschte aus Kurzdistanz nur ans Gebälk (17.). Die Gästeführung lag in der Luft, fiel aber erst per Foulelfmeter. Nach Missverständnis in der Gocher Abwehr fand der Ball zu Manuel Matenar, Rene Hartung ließ das Bein stehen, Matenar fädelte clever ein und Schiedsrichter Marcel Pelgrim zeigte auf den Punkt, von dem aus Radtke Marcel Siepmann keine Chance ließ (25.). Radtke hatte auch das 0:2 auf dem Fuß, zielte aber knapp am Gocher Tor vorbei (40.).

Nach dem Wechsel knüpften die Gocher daran an und suchten nun energischer ihre Chance. Hö./Nie. verlor die Souveränität der ersten Hälfte und beschränkte sich nur noch auf die Ergebnisverwaltung. Allerdings taten sich die Gocher schwer Chancen zu kreieren. Tim Janz versuchte es aus der Distanz, zielte aber zu hoch (59.). Ein abgefälschter Ball von Konstantin Nagel verlangte dann Jan Terhorst schon einiges ab (68.). Auch gegen einen strammen Versuch von Dennis Hommers wahrte der Gäste-Keeper die knappe Führung. (82.). Nach vorne brachte Hö./Nie. nichts mehr zustande bis auf den Konter, den Trienenjost in der Nachspielzeit zur Entscheidung abschloss.

(RP)