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Fußball: Hö.-Nie. lässt zwei Punkte liegen

Fußball : Hö.-Nie. lässt zwei Punkte liegen

Landesliga: SV Hönnepel-Niedermörmter – FC Blau-Gelb Überruhr 1:1.

Landesligist SV Hönnepel-Niedermörmter musste sich am Sonntag mit einem Punkt gegen Tabellennachbar FC Blau-Gelb Überruhr begnügen. Zufrieden wirkten die Schwarz-Gelben nicht, als der Abpfiff beim Stande von 1:1 ertönte. Denn Torchancen hatten sie auf heimischem Rasen einige.

Schon die Anfangsphase des Kellerduells gestaltete sich schwungvoll: In der 5. Minute ließ Hö.-Nies Ribene Nguanguata einen aussichtsreichen Schuss ab, der jedoch von einem Gegenspieler abgeblockt wurde. Die Hausherren monierten lautstark Handspiel, Schiedsrichter Philipp Langer jedoch entschied nicht auf Elfmeter.

In der 8. Spielminute waren es dann die Gäste, die in Führung gingen: FC-Angreifer Felix Scheider bestrafte einen inkonsequenten Moment in der ansonsten soliden Defensive der Hausherren. Zwölf Minuten nach seinem Führungstreffer musste Scheider verletzt ausgewechselt werden. Hö.-Nie. erholte sich schnell von dem Gegentreffer, suchte den Ausgleich und erzielte ihn in der 23. Minute: Innenverteidiger Daniel Vogel traf per Kopf nach einem Eckball von Nils Hermsen zum 1:1.

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Die Hausherren hatten schon im ersten Durchgang insgesamt die besseren Gelegenheiten. Deutlich wurde das Chancenplus für Hö.-Nie. dann in der zweiten Halbzeit. Luca Plum verpasste eine Flanke von Nils Hermsen in der 67. Minute knapp, kurz darauf scheiterten Kevin Katendi (72.) und Plum im Nachschuss am Essener Keeper Marco Niggemeier.

Überruhr antwortete mit einem strammen Schuss von Jonas Rölver (73.), der am linken Pfosten vorbeisauste. Doch Hö.-Nie. blieb die gefährlichere Mannschaft: Zwei Querpässe von Murat Kara (76., 82.) ließen den Gegner ins Schwimmen geraten. Und auch in der 88. Minute wäre es für Überruhr brenzlig geworden, hätten sich Kara und Katendi den Ball nicht im Strafraum gegenseitig streitig gemacht.

Eine knappe Entscheidung hatte der Schiedsrichter in der 89. Spielminute zu fällen: Hö.-Nies Samet Caliskan wurde an der Strafraumgrenze gefoult – der Offizielle zückte den Roten Karton und entschied auf Freistoß knapp vor dem Strafraum.

So blieb’s beim Remis, mit dem die Essener Gäste am Sonntag besser bedient waren als die Hausherren. Hö.-Nie.-Coach Thomas von Kuczkowski trauerte den vergebenen Chancen hinterher: „Wir hatten so viele Hochkaräter – wenn ich heute Nacht darüber nachdenke, wird mir bestimmt schlecht“, so der Trainer. Seinen Schützlingen machte er jedoch keinen Vorwurf: „Wir waren die bessere Mannschaft. Die Jungs wollten heute und haben sich reingehauen. Dass wir die Chancen nicht genutzt haben, ist natürlich ärgerlich. Aber das macht niemand absichtlich.“

Neben der Torausbeute wertete der SV-Trainer, der im zweiten Durchgang drei frische Offensivkräfte einwechselte, auch das Matchglück gegen Überruhr eher als bescheiden: „Den Elfmeter in der fünften Minute hätte man pfeifen können“, sagt von Kuczkowski – und auch der Freistoß an der gegnerischen Strafraumgrenze kurz vor Abpfiff sei eine knappe Entscheidung gegen einen Elfmeter gewesen.