Fußball: Hö./Nie. erobert dank Zeigler die Fernseh-Welt

Fußball: Hö./Nie. erobert dank Zeigler die Fernseh-Welt

Fußball-Oberliga Niederrhein: RP begleitete den WDR-Kultmoderator beim Gastspiel auf dem Acker.

Nachdem sich WDR-Moderator Arnd Zeigler als großer Fan des SV Hönnepel-Niedermörmter und dessen Vereinsnamen outete, kommt das Mewes-Team nun erneut ins Fernsehen. Alles begann mit dem Wuppertaler SV. Da sich die WSV-Anhänger ein ums andere Mal daneben benahmen folgte die Strafe - striktes Auswärtsspielverbot! Ein Thema, was auch in der Sendung "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" (immer sonntags, 23.40 Uhr im WDR) behandelt wurde. Im Jura-Jargon würde man wohl von "guter Führung" sprechen, weshalb dieses Verbot nun endlich ad acta gelegt werden konnte. Alles schön und gut, doch was hat das mit dem SV Hönnepel-Niedermörmter aus dem Kreis Kleve zu tun? Ganz einfach: Moderator Arnd Zeigler verlas kurzum das Programm der Wuppertaler für die kommenden Wochen. Da blieb er auch bei Hö.-Nie. hängen, die ja bekanntlich am Mittwoch ihr Punktspiel gegen die Gescholtenen absolvierten (Ergebnis: 1:0). Sein Kommentar dazu, live im deutschen Fernsehen: "Hönnepel-Niedermörmter, das ist ein Name, da werde ich ja schon ein bisschen geil." Er bot dem Verein an, die nächste Sendung in dessen Trikot zu moderieren, wenn sie ihm denn eins schicken würden (die RP berichtete). Georg Mewes, neben seiner Tätigkeit als Trainer beim SV Hö.-Nie. auch Stammzuschauer bei Zeigler, ließ sich also nicht lumpen, schickte in Rekordzeit ein Paket, vollgepackt mit Fan-Artikeln, an die WDR-Redaktion in Köln.

Die Sendung am 15. September wurde kurzerhand im Outfit des Oberligisten ausgestrahlt, Live-Telefonschalte zu Mewes und Exklusiv-Bilder vom Spiel gegen den PSV Wesel-Lackhausen inklusive (1:0).

Damit aber noch nicht genug: Zum Topspiel zwischen den beiden noch ungeschlagenen Mannschaften aus Hönnepel-Niedermörmter und Wuppertal reiste der Stadionsprecher des SV Werder Bremen höchstpersönlich an. Mit professionellem Kamera-Team und Autor Andreas Kramer an Bord. Fünf Stunden Anreise lagen hinter ihm. Die RP begleitete Zeigler und Co. an diesem Abend exklusiv.

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Vorm Anpfiff trug er in gewohnt-gekonnter Manier die Aufstellungen beider Mannschaften vor und sagte, wie sehr er sich freue, so freundlich empfangen zu werden. Doch wirklich viel vom Spiel sah der 48-Jährige nicht. Er huschte von einem Dreh in den nächsten - unter anderem im Maisfeld hinter dem "Acker". Zeigler: "Ich habe vielleicht nur 25 Minuten von der Partie mitbekommen. Von dem, was ich gesehen habe, war ich allerdings sehr angetan. Ich habe ein Spiel auf hohem Niveau mit zwei ausgeglichenen Teams gesehen." Auch den Höhepunkt bekam er mit - das Siegtor durch Losing in der 80. Spielminute. Immer wieder hielt er Momente des Spieles auch mit seinem iPhone in Form von Fotos und Videos fest, postete sie sogar auf seiner privaten Facebook-Seite. Besonders stolz war er auf das Video vom Abpfiff und dem anschließenden Jubellauf der Gastgeber.

"Heute ziehe ich diese Schwarz-Gelben sogar den anderen vor", plauderte der Spaßvogel in Hinblick auf das zeitgleich stattfindende Champions League-Match zwischen Neapel und Borussia Dortmund und ergänzt: "Ich bin da Fußball-Romantiker. Jede Mannschaft - egal wo sie spielt - hat ihre Kultur, ihre Fans, sogar ihre Stars. Ich stehe lieber dicht dran und rieche den Rasen, als vor dem Fernsehen zu sitzen. Das ist schöner, ehrlicher Sport."

In süffisanter Zeigler-Form präsentierte sich auch Hö.-Nie.-Trainer Georg Mewes nach dem Abpfiff: "Die Wuppertaler wollten zirka zehn Minuten Verlängerung haben. Kein Problem, dann hätten wir eben noch zwei Tore gemacht". Quietschfidel auch seine Antwort auf die Frage des WDR-Reporters, warum er während der 90 Minuten so viel gespuckt habe: "Ach wissen Sie, ich dachte, vielleicht rutscht dann ein Wuppertaler aus." Da haben sich ja zwei echte Ulknudeln gefunden. Arnd Zeigler war jedenfalls voll des Lobes für den Übungsleiter. Mewes sei ein Mann, der nicht eitel auftrete. Er nehme sich nicht allzu wichtig, lache über sich selbst und sei extrem umgänglich. "Wir sind gleich warm miteinander geworden, es gab einen guten Draht zu ihm", so der Moderator. Alles begann also bekanntlich mit dem Wuppertaler SV. Enden wird es nach dem Sieg und der nun eroberten Tabellenführung aber noch lange nicht. "Ich verfolge auch weiterhin den Werdegang des SV Hönnepel-Niedermörmter und werde sie nicht aus den Augen lassen", verspricht Zeigler. Nun heißt es also Sonntag um 23.40 Uhr den WDR anschalten und sich auf eine wahrlich unterhaltsame Sendung freuen.

(RP)