Fazit : Hö./Nie. auf Regionalliga-Kurs

Auch wenn der in dieser Saison überaus erfolgreiche Trainer des SV Hönnepel/Niedermörmter, Georg Mewes, das Wort "Regionalliga" meidet wie der Teufel das Weihwasser, so bereitet man sich doch im engsten Umfeld des Dorfklubs auf den Fall der Fälle, nämlich den Aufstieg in die vierthöchste deutsche Fußball-Klasse, allmählich vor.

Schließlich ließen die schwarz-gelben Kicker den Acker in der laufenden Oberliga-Saison mehr als einmal beben. Nach dem souveränen 4:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen den FC Kray müssen auch notorische Pessimisten eingestehen, dass dem Abstiegskandidaten der vergangenen beiden Spielzeiten diesmal Großes gelingen könnte.

Natürlich ist den Verantwortlichen um den Vorsitzenden Alexander Kehrmann klar, dass an der Infrastruktur rund um die Platzanlage auf der buchstäblich grünen Wiese mächtig gearbeitet werden muss, um die Voraussetzungen für den Spielbetrieb in der Vierten Liga zu schaffen. Aber schon die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass im Schatten des Kalkarer Wunderlandes nichts unmöglich ist.

Beim Landesligisten 1. FC Kleve wird man auf der Weihnachtsfeier am kommenden Wochenende sicher ein wenig der verpassten Herbstmeisterschaft nachtrauern. Binnen einer Woche büßte der einstige Spitzenreiter durch Niederlagen daheim gegen Amern und beim bis dato ärgsten Verfolger und nunmehr aktuellen Tabellenführer aus Krefeld-Fischeln gleich sechs Zähler ein. So wurde etwas überraschend aus dem Gejagten nun der Jäger. Man darf gespannt sein, ob die junge Elf um Trainer Thomas von Kuczkowski nach der Winterpause noch einmal angreift. Noch ist ja rein gar nichts entschieden.

HELMUT VEHRESCHILD

(RP)
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