Fußball : Hö./Nie.-Abwehr zu wacklig

Die Mannschaft von Georg Mewes unterlag dem 1. FC Bocholt auf eigenem Platz mit 2:3 und kassierte damit eine weitere Niederlage. Andre Trienenjost und Manuel Matenar trafen für die Schwarz-Gelben.

Mit dem 2:3 gegen den 1. FC Bocholt kassierte der SV Hönnepel/Niedermörmter die zweite Punktspielniederlage in Folge. Entsprechend im Keller war die Stimmung von Trainer Georg Mewes: "In der letzten Zeit kassieren wir einfach zu viele Gegentore. Wir sind nur stark, wenn wir komplett antreten können. Jetzt müssen wir den Blick nach unten richten."

Dabei startete der Gastgeber verheißungsvoll. Nach drei Minuten bediente Daniel Boldt nach einem schönen Angriff Pascal Hühner, dessen Volleyabnahme aber nicht von Erfolg gekrönt war. Die Bocholter präsentierten sich dann als die etwas stärkere Einheit, konnten sich aber trotz zahlreicher Ecken keine klaren Chancen erarbeiten.

Nach 30 Minuten konnte ein Schuss von Florian Splitthoff nur mit Mühe zur Ecke abgelenkt werden. Im Gegenzug startete Andre Trienenjost ein Solo, das er aber zu überhastet abschloss.

Zwei Minuten vor der Pause gelang den Bocholtern die verdiente Führung. Splitthoff donnerte die Kugel aus 16 Metern unter den Querbalken. Glück für Schwarz-Gelb, dass Trienenjost nach Vorlage von Fabian Wenten, der später wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah, noch vor dem Wechsel ausgleichen konnte.

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Düpieren ließ sich die Deckung des SV in Minute 48. Splitthoff stecke durch auf Jan-Niklas Schmänk, der flach einschieben konnte. Trienenjost hatte dann die Chance zum Ausgleich, legte aber uneigennützig zurück, wo er keinen Mitspieler fand (62.). Nach einem Freistoß von Björn Bennies sorgte erneut Schmänk für eine gewisse Vorentscheidung (64.) Wiederum wurde Jan Terhorst von seinen Vorderleuten in Stich gelassen.

Eine Viertelstunde vor dem Ende durfte der Hö./Nie.-Anhang noch einmal hoffen. Manuel Matenar schlenzte den Ball per Freistoß in die Maschen (76.).

Spielerische Defizite

Die Mewes-Mannen bemühten sich weiter um den Ausgleich, offenbarten jedoch spielerische Defizite und konnten die Hintermannschaft der Gäste um den umsichtigen Sebastian Eul nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Es gab nur noch eine nennenswerte Chance durch Milan Dehnen, der in Terhorst seinen Meister fand. Die Schlussminuten wurden geprägt von viel Hektik, doch vor beiden Toren tat sich nichts mehr. Die Gäste verließen als verdienter Sieger die Anlage, so hatte es auch Coach Eul gesehen: "Wir haben geschickt die Räume eng gemacht und somit Hö./Nie. nicht richtig zur Entfaltung kommen lassen."

(RP/jul)