Fußball : Hesse entscheidet Lokalderby

Fußball-Bezirksliga: Der Stürmer der SGE Bedburg-Hau sorgte für einen 3:2-Erfolg bei der Reserve des 1. FC Kleve. Die Schwanenstädter gaben nicht auf, kamen aber zu spät zurück. Sonntag SGE gegen Hö.-Nie. II. Kleve II nach Sevelen.

Fußball-Bezirksliga, Gruppe 4, 1. FC Kleve II - SGE Bedburg-Hau 2:3 (0:2). Die Reserve des 1. FC Kleve musste sich im Lokalderby gegen die SGE Bedburg-Hau mit 2:3 geschlagen geben. "Selbst der Gast hat gesagt, dass wir eine sehr spielstarke Mannschaft sind. Dafür können wir uns aber leider nichts kaufen", sagte der enttäuschte Klever Co-Trainer Oliver Burke, "uns haben heute drei individuelle Fehler das Genick gebrochen. Aber wir haben eine gute Leistung und Moral gezeigt."

Bereits in der vierten Minute lagen die Rot-Blauen zurück. Ein langer Ball landete nach Vorarbeit von Kai Sippel bei Falko Hesse, der eiskalt einschieben konnte. In der Folgezeit waren die Platzherren dann die tonangebende Mannschaft, konnten sich aber keine nennenswerten Torchancen erarbeiten. "Das war ähnlich wie beim Handball. Wir haben um den Strafraum herumgespielt, waren aber nicht zwingend genug. Uns hat einfach der letzte Pass in die Schnittstelle gefehlt." In der 45. Minute war es dann erneut ein Ballverlust durch Thomas Karcz, der kurz vor dem Seitenwechsel das 0:2 bedeutete: Hesse ließ es sich nicht nehmen, den Ball alleine vor FC-Keeper Rene van Elten zu verwandeln.

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Rot-Blauen wieder das Zepter in die Hand, wollten aber wieder durch hauptsächlich spielerische Elemente die Partie zur Wende bringen, ohne jedoch das letzte Quäntchen Glück.

Die SGE legte vor allem jetzt alles auf die Defensive, konnte aber in der 70. Minute für die vermeintliche Vorentscheidung sorgen. Frederic Wensing bediente Hesse, der seinen dritten Treffer am Donnerstagabend erzielte. Wieder stand die Klever Reserve nicht richtig. Doch die anschließende Moral war beeindruckend. In der 71. Minute verkürzte die Burke-Elf auf 1:3. Kapitän Marius Krausel wurde von Otman Machouat bedient und vollendete zum Anschlusstor. In der 89. Minute war es dann Sezgin Baran, der nach Pass des eingewechselten Martin Menting für das 2:3 zuständig war. In der Nachspielzeit war es dann erneut Baran, der beinahe noch auf 3:3-Remis gestellt hat, aber knapp scheiterte.

Am Sonntag wollen es die Klever beim SV Sevelen (15 Uhr) besser machen und den ersten Saisonsieg feiern. "Dort wollen wir da weitermachen, wo wir gegen die SGE aufgehört haben. Die Mannschaft ist sehr jung und braucht noch ein wenig Zeit, um sich zu finden", sagt Burke.

"Wir sind natürlich super happy, dass wir das Derby gewonnen und damit mit vier Zählern aus zwei Partien gut in die Saison gestartet sind", sagt SGE-Coach Sebastian Kaul. Nachdem man lange Zeit der zweiten Hälfte kompakt gestanden und vor Allem über den brandgefährlichen Falko Hesse gute Konter hatte, habe man aber am Ende noch zittern müssen: "Wir mussten Kleve nach dem 3:0 eigentlich nicht mehr rankommen lassen. Am Ende sind wir noch unnötigerweise geschwommen" so Kaul.

Am Sonntag kann die SGE aus Bedburg-Hau ihren starken Saisonstart mit je einem Sieg und einem Remis weiter ausbauen: Um 15 Uhr empfängt man Landesliga-Absteiger SV Hö.-Nie. II. So wirklich einschätzen kann SGE-Spielertrainer Sebastian Kaul den Gegner noch nicht, wie er ausführt: "Hö./Nie. verliert den Auftakt mit 0:4 und gewinnt dann im zweiten Spiel mit 5:1. Das ist für uns noch eine Wundertüte."

Abgesehen von Jonas Wilde, der die Bedburg-Hauer nach Hönnepel verließ, kenne man den Gegner auch nicht so gut wie die Spieler der anderen Lokalrivalen.

Verstecken müsse man sich aber auf keinen Fall, wie Kaul erklärt: "Wenn wir mit der gleichen Leidenschaft wie streckenweise gegen Kleve antreten, dann haben wir gegen jede Mannschaft der Liga unsere Chance." Personell ist die Lage bei der SGE Bedburg-Hau aber weiterhin angespannt: Martin Thanisch kehrt zwar nach Gelb-Rot-Sperre in die Mannschaft zurück, nicht antreten können urlaubs- und verletzungsbedingt jedoch Ansgar Nießen, Daniel Ehlert, Fabian Remmers und Kaul selbst.

(RP)