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Lokalsport: Heinrich Losing köpft das Ehrentor

Lokalsport : Heinrich Losing köpft das Ehrentor

Niederrheinpokal: Der SV Hönnepel-Niedermörmter war beim Drittligisten MSV Duisburg erwartungsgemäß chancenlos und musste sich im Achtelfinale vor 8000 Zuschauern mit 1:6 geschlagen geben.

Die Pokalsensation blieb in der Schauinsland-Reisen-Arena erwartungsgemäß aus. Doch der SV Hönnepel-Niedermörmter zog sich trotz der 1:6-Niederlage beim Drittliga-Tabellenfünften MSV Duisburg, der große Ambitionen hat, in der kommenden Saison wieder in der 2. Liga mitzumischen, gut aus der Affäre. Trainer Georg Mewes war dennoch nicht ganz zufrieden: "Die Niederlage hätte nicht so hoch ausfallen müssen, allein vier Tore haben wir bei Standards kassiert."

 Duisburgs Torjäger Zlatko Janjic (links), hier im Duell mit Marc Beckert, ging im Pokalspiel leer aus.
Duisburgs Torjäger Zlatko Janjic (links), hier im Duell mit Marc Beckert, ging im Pokalspiel leer aus. Foto: Stade, Klaus-Dieter (kds)

Rund 8000 Zuschauer hatten den Weg ins Stadion gefunden und sahen von Beginn an eine feldüberlegene MSV-Mannschaft, die den krassen Außenseiter aus der Oberliga in die Defensive drängte. Bereits nach vier Minuten schlug es im Kasten von Tim Weichelt ein. Die Gäste hatten Dennis Grote aus den Augen verloren, der aus halblinker Position knallhart zum 1:0 traf.

Ein denkbar ungünstiger Auftakt für die Oberliga-Truppe von Georg Mewes, die einen so frühen Rückstand unbedingt hatte verhindern wollen.

Die "Zebras" dominierten weiter und ließen Ball und Gegner laufen, ohne für große Torgefahr zu sorgen. Nach neun Minuten wagten sich die Schwarz-Gelben erstmals in den gegnerischen Strafraum, wo Daniel Boldt allerdings wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde.

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Hö.-Nie. beschränkte sich vornehmlich auf eine solide Defensivarbeit und zwang die spielerisch natürlich überlegenen Hausherren immer wieder zu Quer- und Rückpässen. Bei den Duisburgern fehlte das Tempo im Spiel, so dass sich die Zuschauer viel langweiliges Ballgeschiebe ansehen mussten. In Minute 28 war dann aber doch das 2:0 fällig. Bei einer unübersichtlichen Szene war die Abwehr nicht richtig im Bilde, so dass Innenverteidiger Thomas Meißner die Kugel über die Linie stochern konnte.

Vier Minuten später trauten die Anhänger des Gastvereins ihren Augen nicht, ihre Mannschaft konnte auf 1:2 verkürzen. Nach einem Eckball von der linken Seite kam Abwehrroutinier Heinrich Losing sieben Meter vor dem Tor frei zum Kopfball und ließ Keeper Marcel Lenz keine Abwehrchance. Das Mewes-Team wurde mutiger - eine Hereingabe von Andre Trienenjost kam nicht bei Daniel Boldt an (37.), ein Schuss von Tim Seidel war zu schwach (38.).

Als alle Beteiligten bereits mit einem 2:1-Pausenstand rechneten, schlug es doch noch einmal bei Weichelt ein (45.). Michael Gardawski schoss den Ball humorlos aus wenigen Metern in die kurze Ecke. Damit wurde der Begegnung die Spannung ein wenig genommen, die Sensation rückte in weitere Ferne. Sehenswert war der Treffer zum 4:1 nach 51 Minuten, Der MSV kombinierte sich mit mehreren Doppelpässen durch die Hö.-Nie.-Abwehr, so dass der freigespielte Tim Albutat den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste.

Sechs Zeigerumdrehungen später gab es die erste Gelegenheit für Trienenjost, dem Lenz das Spielgerät vom Fuß fischte. Kurz darauf verfehlte Marc Beckert das Tor nach einem Schuss aus dem Hinterhalt deutlich.

Der MSV demonstrierte in der Folgezeit seine spielerische Überlegenheit, doch der Drang zum Tor war nicht mehr sehr ausgeprägt. Dennoch sollte es noch zweimal Jubel der heimischen Fans geben. In der 83. Minute wollte die Mewes-Truppe nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld auf Abseits spielen. Der Versuch schlug fehl, Kingsley Onuegbu konnte mühelos einköpfen.

Der selbe Akteur stellte auch den Endstand her (87.). Nach zwei Fehlversuchen seiner Mitspieler versenkte er den Ball knapp neben dem Pfosten.

(RP)