Volleyball: Hau unterliegt Kevelaer im Derby 1:3

Volleyball : Hau unterliegt Kevelaer im Derby 1:3

Volleyball-Verbandsliga: SV Bedburg-Hau - Kevelaerer SV 1:3 (20:25, 23:25, 25:19, 19:25).

Von Fritz Holtmann

Eine von Haus Mittelblocker Christoph „Katze“ Bours ins Aus beförderter Angriff beendete das in allen vier Sätzen umkämpfte Verbandsliga-Derby zwischen der gastgebenden Sechs von der Antoniterstraße und den Marienstädtern. Die während des Spiels meist nervlich angespannte Kevelaerer Trainerin Heike Thyssen stellte nach dem hart erarbeiteten Sieg ihrer Sechs fest: „Ein etwas entspannterer Verlauf des Spiels wäre für mich schon schöner gewesen. Hervorragend war, dass meine Mannschaft sehr gut gekämpft hat.“

Nahezu ähnliches Lob konnte auch Haus Spielertrainer Bours nach Beendigung des Derbys seiner Sechs aussprechen: „Was wir viel besser machen als in der vorigen Saison ist, dass wir in der Feldverteidigung unheimlich ackern und wir keinen Ball verloren geben.“ Allerbeste Beispiele dazu lieferte wie schon im Heimspiel gegen Aachen Haus Annahme- und Abwehrspezialist Kevin Ebben ab. Allerdings stand ihm kaum einer seiner Teamkameraden in puncto Einsatz in der Abwehr etwas nach. Der hohe Einsatzwillen in beiden Teams war Garantie für viele längere Ballwechsel und ebenso viele packende Duelle um die Lufthoheit am Netz.

Zudem war augenfällig, dass beide Teams von Anfang an am Aufschlag mit sehr viel Druck und hohen Risiko die gegnerische Annahme immer vor schwer zu lösende Aufgaben stellen wollten. Vor allem in ersten Satz resultierten die genommenen Risiken in einer Vielzahl von Aufschlagfehlern. Sechs bei Gastgeber Hau und fünf beim Gast aus Kevelaer. Im weiteren Spielverlauf ging die Zahl der Aufschlagfehler sichtbar zurück.

Das tat dem Spiel gut. Denn so war gegeben, dass die Punkte in den Sätzen nach Ballwechseln, durch die Regiekunst der Zuspieler - Niklas Groß bei Hau und Robin Verhoeven beim KSV - und Netzduelle der Angreifer entschieden wurden. Offensichtlich dabei, dass Kevelaers Angreifer in den finalen Phasen von Satz eins, zwei und vier mehr Nervenstärke und größeres Durchsetzungsvermögen bewiesen als Gastgeber Hau.

Der KSV punktete sich auch begünstigt durch Eigenfehler Haus in Satz eins von 21:20 bis zum 25:21 zur 1:0-Führung nach vorn.

Unbeeindruckt vom Satzverlust gab die SVB-Sechs in Durchgang zwei über 5:2, 6:6, 13:8, dann 18:13 und noch bis zum 20:17 überlegen die Schlagzahl vor. Dann hakte es. Zuerst bei 22:22 und noch nach Stephan Reinders Angriff zum 23:23 waren beide Teams noch gleich auf. Dann Kevelaer nach einem Fehlaufschlag von Jan Ulrich gefolgt von einem Ass per 25:23 mit 2:0 nach Sätzen in Führung. Ähnlich düpieren ließ sich Hau nach 19:16-Führung in Satz drei nicht noch einmal. Der KSV kam zwar auf 19:19 heran, musste danach aber Hau zum 25:19 ziehen lassen.

Bis 17:18 in Satz vier konnte das SVB-Team noch hoffen, zum 2:2-Satzausgleich und in einen Tie-Break zu kommen. Aber nur noch zwei eigene Punkte bis zum 19:25 und 1:3 machten die Hoffnung zunichte.

Bours ärgerte sich: „Leider haben wir unser gutes Spiel in den verlorenen Sätzen nicht bis zum Ende durchhalten können.“

SVB: Groß, Reinders, Pötzsch, Ulrich, Bours, Ruland, Ebben, Aulbach

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