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Volleyball: Hau schrammt an Blamage vorbei

Volleyball : Hau schrammt an Blamage vorbei

Erst im fünften Satz des Nachholspiels zwischen der Moerser Zweitvertretung und Bedburg-Hau entsprachen die Spielstände auch den unterschiedlichen Tabellenpositionen der beiden Teams. Hau eröffnete den Schlussdurchgang mit einem 8:2-Vorsprung und baute diese Führung noch auf 12:3 aus. Der Rest zum 15:6 und zum im Grunde überraschend mühsamen 3:2-Sieg über das Schlusslicht war dann nur noch Formsache.

In den Sätzen zuvor sah vieles jedoch anders aus. Hau irrlichterte zuvor oft ziemlich ratlos durch die Partie. Bereits im ersten Durchgang lief es im von Zuspieler Niklas Groß dirigierten Team des Tabellendritten selten rund. Mal passte es in Abwehr und Annahme nicht, mal fehlten Präzision und Variabiltät beim Zuspiel und auch am Netz taten sich Haus Angreifer häufig schwer. Nur dank mehrerer Moerser Aufschlaggeschenke und dazu einiger "Fahrkarten" der MSC-Angreifer konnte Hau dennoch 1:0 in Führung gehen. Sicherer und effektiver wurde die Spielweise der Moerkerk-Sechs danach jedoch nicht.

Haus Angriffsspiel hatte kaum Zug. Schnell über die Mitte wurde so gut wie nie angegriffen. Meist hoch über Außen lautete auch beim in Satz zwei eingewechselten Zuspieler Edgar die Devise. Für den MSC in Block und Abwehr oft ein gefundenes Fressen. Hau kassierte den 1:1-Ausgleich und hatte im folgenden Satz dann doppelt Glück. Moers verspielte eine anfänglichen 9:3-Vorsprung und im umkämpften Finale des Satzes war Haus entscheidender Vorteil, dass Außenangreifer Stefan Herzberg vorn am Netz war. Herzberg punktete von 21:22 bis zum 24:23 in Serie, verhinderte so den möglichen 1:2-Satzrückstand.

Nicht zuletzt deshalb hielt Haus Spielertrainer Tobias Moerkerk zu Herzbergs Auftritt fest: "Stefan war für uns heute der Matchwinner." Doch auch zwei andere Akteure trugen wesentlich zu Haus 3:2-Sieg in Moers bei. Der für Jan Willing zur Mitte von Satz zwei eingewechselte Holger Wilke stopfte aufgetretene Lücken in Haus Block. Zudem sorgte Libero David Reetz gemeinsam mit Routinier Herzberg dafür, dass Haus öfter instabile Abwehr und Annahme nie völlig ins Trudeln geriet. Doch erst nach Moers Ausgleich zum 2:2 passten im SVB-Team alle spielerisch wichtigen Puzzleteile schließlich so optimal ineinander, dass Hau beim Tabellenletzten auf Siegkurs einschwenken konnte. Nach dem 3:2 gab Coach Moerkerk offen zu: "Das war ganz sicher keine spielerische Glanzleistung."

SVB: N. Groß, Reinders, Bours, Willing, Moerkerk, Herzberg, Reetz, E. Groß, Holtermann, Wilke,

(RP)