Lokalsport : Harte Arbeit für Favoriten

Wie erwartet siegten Tabellenführer FC Aldekerk und Verfolger Alemannia Pfalzdorf in ihren Heimspielen nicht im Vorbeigehen. Der BV Sturm Wissel etabliert sich mit einem Spiel weniger zunehmend zu ernsthafter Konkurrenz.

Spitzenreiter FC Aldekerk und Verfolger Alemannia Pfalzdorf geben sich keine Blöße, auch wenn sich beide in ihren Heimspielen gegen den GSV Geldern und den TSV Weeze schwer taten. Sturm Wissel bleibt durch einen Sieg in Appeldorn dem Spitzenduo weiter auf den Fersen.

Alemannia Pfalzdorf – TSV Weeze 3:0. "Wir haben heute glücklich gewonnen. Die Tore sind aus dem Nichts und zu richtigen Zeitpunkten gefallen", konnte sich Pfalzdorfs Peter Franke über eine hohe Effektivität im Angriff freuen. Die gleichwertigen Weezer hatten nach zehn Minuten den Respekt vor dem Gegner abgelegt und durch Hakan Erkis, der über den Ball trat, eine gute Chance zum Ausgleich. Nach der Führung von Christian Offermanns (28.) machte stattdessen Bastian Engler eine Minute vor der Pause das wichtige 2:0.

Auch nach dem dritten Pfalzdorfer Treffer, wiederum durch Engler (60.), gab Weeze nicht auf. "Wir haben es trotz großen Aufwands leider nicht geschafft, uns wenigstens mit dem Ehrentor zu belohnen", sah TSV-Trainer Sandro Scuderi keinen Anlass zur Kritik.

FC Aldekerk – GSV Geldern 2:1. Der Tabellenführer Aldekerk hatte mit den Gästen seine liebe Not, auch wenn er schon früh mit 1:0 durch Björn Tebart führte (7.). "Wir haben unsere Chancen leider erst mit dem Spielende genutzt", meinte Peter Streutgens.

Der GSV-Trainer war mit dem 2:0 der Aldekerker nicht einverstanden: "Der Schiedsrichter hat auf indirekten Freistoß entschieden, der direkt verwandelte Schuss darf nicht zählen." So stand es aber doch 2:0 durch Jimmy Altgen (87.). GSV-Stürmer Deniz Gencer traf dann noch zum 2:1.

FC-Trainer Andreas Röchert urteilte: "Dieser Gegentreffer war ein Zeichen dafür, dass wir gestern nicht immer voll dabei waren. Aber nach dem Sieg im Spitzenspiel kann man nicht immer Highlights erwarten."

DJK Appeldorn – BV Sturm Wissel 1:3. Manni Priewe nahm nach der Schlappe im Derby kein Blatt vor den Mund: "Auch wenn es sich doof anhört, aber wir waren spielerisch eine Klasse besser. Wissel hat überhart und nur mit langen Bällen gespielt und aus vier Chancen drei Tore gemacht."

Sein Gegenüber Ottmar Döllekes konterte: "Es war ein Lokalderby. Da muss man Zeichen setzen, aber alles war im Rahmen." Döllekes machte auch keinen Hehl daraus, dass die DJK mehr Ballbesitz hatte und seine Elf aus einer starken Abwehr heraus agierte. Nach 15 Minuten brachte Patrick Kopriosek die Gäste in Front. Jerome Michels erhöhte mit Doppelpack auf 3:0 (43., 68.), ehe Peter Hellfeldt das 1:3 gelang (70.).

SC Auwel-Holt – SV Herongen 2:1. Das Nachbarschaftsduell entschied der Gastgeber für sich. "Eine bittere Niederlage", fasst HSV-Trainer Andreas Pasch zusammen. Nicht nur, dass seine bessere Not-Elf erst in Führung ging (Pascal Bially, 5.) und dann per Elfmeter den Ausgleich hinnehmen musste, am Ende gab es gar eine Niederlage gegen zehn Auwel-Holter. Nachdem für den SC Dennis Schneider vom Elfmeterpunkt das 1:1 erzielte, traf Stefan Heufs in der 77. Minute zum 2:1-Sieg.

Wenige Minuten vorher musste der Holter Thomas Brouwers wegen Gelb-Roter Karte vom Platz. "Ich wusste, dass es ein enges Spiel sein würde", gab Marcel Lemmen zu. Der SC-Trainer freute sich: "So kann es weiter gehen. Wir stehen zur Zeit sehr gut da."

(RP)
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