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Lokalsport: "Hart, aber doch nachzuvollziehen"

Lokalsport : "Hart, aber doch nachzuvollziehen"

Als Heinz Trienekens, Fußballobmann der Sportfreunde Broekhuysen, vom Plan des Fußballverbandes erfuhr, musste er erst einmal hörbar schlucken. "Bis zu sieben Absteiger in den Bezirksliga-Gruppen, und das in vielleicht mehreren Jahren hintereinander – das wird für viele der gestandenen Verein sehr harter Kampf werden."

Zu den Anwesenden am Mittwochabend in Duisburg gehörte auch Marco Lagarde, Geschäftsführer der Fußballabteilung der SGE Bedburg-Hau. Sein Eindruck von der Informationsveranstaltung: "Es war eine relativ harmonische Veranstaltung. Ich denke, dass die Argumentation des Verbandes plausibel ist." Denn die Ligareform verfolgt nach Meinung der Verbandsvertreter einen Zweck: Die Steigerung der Qualität in den Spielklassen auf Verbandsebene. Eine in Duisburg gezeigte Statistik des Verbandes besagt, dass neun von zehn Mannschaften, die auf Verbandsebene aufsteigen, spätestens im zweiten Spieljahr wieder absteigen. "Da ist diese Reform hart, aber nachvollziehbar", urteilt Wilfried Steeger. Der Trainer des Bezirksligisten SV Sevelen wohnte der Veranstaltung bei und begrüßt die Idee, das "abspielen" auf mehrere Jahre zu verteilen. Das, meint Steeger, mache es für viele Vereine nicht einfacher, aber die Reform innerhalb einer Saison durchzuführen könne ja nicht im Sinne des Erfinders sein. Alternative Vorschläge zur Reform gab es seitens der Vereinsvertreter nicht, aber dies kann auch als Zeichen der einhelligen Meinung interpretiert werden, dass die Reform ja so komme, wie sie präsentiert werde. Noch offen ist die Frage, welche Folgen die Reform für die Kreisebene hat.

(RP)