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Guido Winkmann und Martin Thomsen fit für die Fußball-Bundesliga

Fußball : Guido Winkmann und Martin Thomsen sind fit für die Bundesliga

Die Schiedsrichter aus dem Kreis Kleve/Geldern haben ihre Prüfung für die neue Saison bestanden. Trotz der beiden Aushängeschilder gibt es bei den Referees unverändert Nachwuchsprobleme.

Der Fußball-Kreis Kleve/Geldern hat nach wie vor zwei Schiedsrichter als Aushängeschilder in der Bundesliga. Guido Winkmann (SV Nütterden) leitet weiter Bundesliga-Partien. Martin Thomsen (SV 06 Donsbrüggen) wird in der Spielzeit 2020/2021 als Assistent in der Ersten und als Unparteiischer in der Zweiten Liga aktiv sein. Zuletzt bereiteten sie sich bei einem Trainingslager im oberbayerischen Grassau auf den Saisonstart vor.

Im Trainingslager mussten Winkmann und Thomsen ihre Sprintfähigkeit unter Beweis stellen. So bestritten sie unter anderem 40 Durchgänge eines Intervalltests. Dabei sprinteten sie 75 Meter, um in der Folge 25 Meter zu joggen. Die Prüfung bestanden beide Schiedsrichter. Für den 46-jährigen Guido Winkmann war es bereits die 20. Prüfung dieser Art.

Ob er allerdings tatsächlich Mitte September wieder auf dem Fußballplatz steht, ist noch offen. Immerhin bewirbt sich der Kerkener für das Amt des Landrats. Am Sonntag finden die Kommunalwahlen statt. „Mit dem DFB ist diesbezüglich alles besprochen“, sagt Winkmann. Sollte der Parteilose tatsächlich ins Kreishaus gewählt werden, würde er seine Karriere als Schiedsrichter beenden, so erklärt er. Die Unparteiischen im Fußballkreis Kleve/Geldern würden so ein Vorbild verlieren.

Dabei gibt es schon jetzt große Nachwuchsprobleme. Der Neulingslehrgang im Schiedsrichterheim in Kellen musste mangels Teilnehmer abgesagt werden. „Es ist schade, dass der Schiedsrichter-Mangel trotz solcher Vorbilder anhält. Wir sind aber optimistisch für das nächste Jahr. Vielleicht finden wir dann dort ja den neuen Martin Thomsen oder Guido Winkmann“, sagt Elias Papke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Schiedsrichter im Kreis Kleve.

Die Hintergründe des Nachwuchs-Mangels, der schon seit vielen Jahren anhält, seien Winkmann zu Folge schwer erklärbar. „Die Debatte über fehlenden Respekt gegenüber Schiedsrichtern ist in den vergangenen Jahren öffentlich und medial sehr breit getreten worden“, sagt der 46-Jährige. Außerdem sei es ohnehin ein Problem von Ehrenamtlern, dass sie immer häufiger „destruktiver“ Kritik Außenstehender ausgesetzt seien. „Ich hoffe, dass sich schnellstmöglich wieder junge Schiedsrichter für die Lehrgänge im Kreis Kleve finden lassen“, sagt Guido Winkmann.