Grieth: Trotz zahlreicher Torchancen wieder punktlos

Grieth: Trotz zahlreicher Torchancen wieder punktlos

Gegen den VfB Uerdingen musste der SV Grieth die elfte Niederlage im zwölften Spiel hinnehmen: Nach dem Schlusspfiff trennte man sich mit 1:3 vom VfB. Dabei war Grieth im Spiel des Letzten gegen den Vorletzten keineswegs chancenlos: Die SV-Offensive hatte genug klare Tormöglichkeiten, die sie aber nicht nutzen konnte. "Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison", so der enttäuschte Trainer Jürgen Hommers nach der Niederlage. "Wir haben Chancen über Chancen, aber machen die Tore einfach nicht. Und dann rächt es sich irgendwann hinten."

In den ersten 15 Minuten kam der SV besonders über Deniz Karatas und Kai Esser zu einigen guten Möglichkeiten, doch es blieb vorerst beim 0:0, bis auf der Gegenseite Phillip Grund in der 25. Minute das 1:0 für Uerdingen schoss. "Die Chancen vorher müssen wir einfach versenken", so Hommers, und weiter: "Ein frühes Tor hätte das gesamte Spiel in eine ganz andere Richtung gelenkt. Mit dem Selbstvertrauen daraus hätten wir noch nachlegen können." Da man es aber versäumt hatte, ein Tor zu erzielen, konnte Uerdingen und nicht Grieth in der zweiten Spielhälfte nachlegen: In der 67. Spielminute erhöhte der VfB auf 2:0. "Beim zweiten Gegentreffer dachte ich, das wäre der Knock-Out für meine Truppe." Es sollte aber anders kommen, als Hommers angenommen hatte: Nach einer ansehlichen Kombination passte Karatas in der 77. Spielminute auf den nur fünf Minuten vorher eingewechselten Meik Kozak, der dann nur noch einschieben musste und den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Nun hatte Grieth wenigstens wieder die Chance auf einen Punkt und einige weitere Tormöglichkeiten, doch nach einem Konter bekam man sechs Minuten vor Schluss noch das 1:3. "Das war echt ein billiges Tor. Aber wir haben halt hinten geschlafen, dann wird man auch bestraft", so Hommers.

Insgesamt hatte er eine Partie auf bescheidenem Niveau gesehen, die jedoch unterhaltsam und aufgrund der Konstellation vom Letzen gegen den Vorletzten natürlich höchst spannend war. "Das war jetzt ein Gegner, gegen den wir wirklich mal zu null hätten spielen können. Aber wir haben in der Defensive einfach keine Gegenwehr gezeigt und vorne gefühlte zehn hundertprozentige Chancen ausgelassen," so Hommers' Fazit.

So ist Grieth nach zwölf Spieltagen mit drei Punkten weiterhin Träger der roten Laterne.

(RP)
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