Fußball : Grieth kassiert 0:5-Klatsche

Gegen Viktoria Buchholz kassierten die Platzherren eine weitere empfindliche Niederlage. Zahlreiche Chancen vergeben.

Der SV Grieth musste gegen Viktoria Buchholz eine weitere empfindliche Niederlage hinnehmen. Nach dem Schlusspfiff stand eine deftige 0:5-Klatsche vor heimischem Publikum zu Buche. Doch wie auch teilweise in den vergangenen Spielen legten die Gastgeber einen guten Start hin.

Nach zehn Minuten stand Stürmer Kai Esser alleine vor Viktoria-Schlussmann Maik Hoppe, setzt den Ball jedoch knapp neben den Pfosten. Sein Partner im Angriff, Andre Floger versuchte sich mehrmals aus den Halbpositionen, scheiterte jedoch mehrfach an Hoppe. Auch die Standardsituationen der Schifferstädter waren immer wieder gefährlich, "aber da haben wir zu wenig raus gemacht", klagte Trainer Jürgen Hommers nach dem Spiel. Und wie es eine alte Fußballweisheit besagt: "Wer vorne nicht seine Tore macht, der wird hinten bestraft", so kam es auch in dieser Partie.

In der 33. Spielminute trugen die Gäste einen Angriff vor, den Gianluca Altomonte zum 1:0-Führungstreffer aus Sicht seiner Mannschaft abschloss — das Spielgeschehen war auf den Kopf gestellt. Bis zum Seitenwechsel versuchten die Griether auf den Ausgleich zu drängen, doch es gelang kein Treffer. Im zweiten Durchgang war die Begegnung ausgeglichen, der SV Grieth kämpfte und wollte unbedingt die ersten Punkte in dieser Saison auf dem eigenen Sportplatz holen. Bis zur 57. Minute spielte die Mannschaft engagiert, aber als Emre Camdali das 0:2 erzielte war das mehr oder weniger die Entscheidung zu Gunsten von Viktoria Buchholz, denn das Team von Jürgen Hommers gab sich daraufhin auf.

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Nur fünf Zeigerumdrehungen später machte der Schütze des Führungstreffers, Gianluca Altomonte, das 0:3. Es spielte nur noch eine Mannschaft und folgerichtig erzielte der nur drei Minuten zuvor eingewechselte Angreifer Simon Strohmann eine Viertelstunde vor dem Ende das 0:4. Den Schlusspunkt setzte ebenfalls eine "Joker" - das 0:5 fiel durch Mario Neunzig in der letzten Minute.

Für Jürgen Hommers war das Spiel nicht so eine klare Angelegenheit, wie es auf dem Papier aussieht: "Der Sieg für Buchholz war sicherlich verdient, aber um drei Tore zu hoch." Dennoch war für sein Team mehr drin: "Wir müssen endlich mal die Torchancen nutzen, denn wenn wir hier 1:0 in Führung gehen oder das 1:1 schaffen, dann kann die Partie ganz anders laufen", spricht er die ausgelassenen Chancen von Kai Esser und Andre Floger an.

Auch, dass sein Team nach der Heimniederlage gegen TuB Bocholt (2:5) am Ende erneut so eingebrochen ist, gefällt ihm nicht: "Es kann nicht sein, dass wir in zwei Heimspielen zehn Gegentore bekommen. Nach dem 0:2 haben die Spieler die Köpfe hängen lassen, da muss die Einstellung aber anders sein." Grieth ist somit weiterhin am Tabellenende und hat in acht Spielen schon 24 Gegentore bekommen — drei im Schnitt. Der Angriff ist mit nur fünf Toren der mit Abstand schlechteste der Liga.

(RP)