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Lokalsport: Goldschleife und Lehrgang für Neinhuis

Lokalsport : Goldschleife und Lehrgang für Neinhuis

Reitsport: Spannende Springen beim gut ausgelasteten Pfingstturnier des RFV Blücher Pfalzdorf in Heidhausen. Fin Schulte-Geldermann punktet erneut in der Qualifikation zur Ponysportförderung unter Niederrhein.

Christina Neinhuis heißt die Gewinnerin der mittelschweren Prüfung mit Stechen, Höhepunkt des zweitägigen Springturniers beim gastgebenden RFV "Blücher" Pfalzdorf in Heidhausen. Insgesamt zehn Starterpaare hatten sich für das spannungsgeladene Stechen qualifiziert, dass von den zahlreichen Zuschauern mit begeisterten Beifall und Jubelrufen begleitet wurde. So auch der Ritt der Kalkarer Amazone, die im Sattel der rheinisch gezogenen Schimmelstute Pallime (Prado/Rheinblick, *0.00/37.70) nicht nur die Goldschleife vor der Gocherin Lena Swertz (Florian, *0.00/38.64) erzielte, sondern darüber auch ein Training beim Landestrainer Holger Hetzel gewann.

"Es war ein sehr gut ausgelastetes Turnier, das nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch den Richtern großen Anklang fand", zog Blücher-Geschäftsführerin Heidi Beeker ein positives Fazit hinter dem Versuchsballon, ein reines Springturnier auszurichten. Nicht nur Beeker, sondern auch die Sonne strahlte mit den Reitern beim traditionellen Pfingstturnier um die Wette, zudem das Team um Antje Bossig, die die Pferdesportanlage Heidhausen in allen Belangen proper hergerichtet hatte und zudem Pferd und Reiter bei spannendem Sport schöne Leistungen zeigten. Hierzu hatten sicherlich auch Georg und Rene Lamers als Parcourschef beigetragen, deren Kurse in den verschiedenen Springprüfungen bis zur mittelschweren Klasse durch klare Linienführung überzeugten und da, wo es erforderlich, Pferd und Reitern die gehörige Portion an Aufmerksamkeit abverlangte, die erforderlich war, um die Hindernisse fehlerfrei in der erlaubten Zeit zu überwinden.

So zum Beispiel auch beim L-Springen mit Stechen, mit dem die Teilnehmer gleichfalls einen fulminanten Schlusspunkt hinter den ersten Turniertag setzten. Auch hier wuchsen Pferd und Reiter förmlich über sich hinaus. Allen voran die für den RFV "von Driesen" Asperden-Kessel startende Carolin Ophey, die als letzte von sieben Reitern, die sich für das Stechen qualifizierten, in die Bahn ritt. Quasi blind verstanden sich die Acolord-Tochter Annika (Mutter von Diagonal) und ihre Reiterin, die sie fehlerfrei in Bestzeit über die Ziellinie trug. Frenetischer Jubel setzte ein, als das Paar den Schlussoxer überwand und förmlich über die Ziellinie (*0.00/33.31) flog. Sie waren einfach nur stark, die Ritte in dieser Prüfung.

Gleichfalls stark der Ritt des Kranenburgers Fin Schulte-Geldermann auf dem von seinem Vater Hagen gezogenen Reitponystute Miraculie SGN (Miraculix/Brillant) in der Punktespringprüfung der Klasse A** (44.00/39.78), der gleichzeitigen Qualifikationsprüfung zur Ponysportförderung unter Niederrhein, die er bereits eine Woche in Weeze gewonnen hatte. Nun auch hier der Sieg und ein weiteres Füllen des Punktekontos auf dem Weg zum Finale.

Auch an Tag zwei des Pfalzdorfer Pfingstturniers ritten die Pferdesportler durch die Bank weg mit Marscherleichterung, d.h. ohne Jackett, da sie erneut von der Sonne verwöhnte wurden. Während am frühen Morgen die jungen Pferde ihr Leistungsvermögen über dem Sprung unter Beweis stellten, waren es am Nachmittag Prüfungen der mittelschweren Klasse, die für einen regen Zuschauerandrang sorgten. So hatte sich unter dem Fallschirm der Fan-Club des RV von Bredow Keppeln versammelt, die den Turnierplatz an der Kalkarer Straße zum Ziel ihrer Radtour gemacht hatten.

Mit entsprechendem Beifall und Jubel begleiteten sie die Ritte ihrer Vereinskollegen und trugen so zur lockeren Atmosphäre bei, die über die gesamten Tage einer höchst gelungen Pferdesportveranstaltung herrschte, zu der auch die jüngsten Turnierbesucher voll auf ihre Kosten kamen.

Während die Eltern dem spannenden Springsport frönten, hatte sie jede Menge Spaß beim Ponyreiten und Kinderschminken.

(RP)