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Goch: Hochklassiges Reitturnier in Pfalzdorf ist auch ohne Zuschauer ein Erfolg

Reiten : Katrin Eckermann gewinnt den Großen Preis in Pfalzdorf

Auf der Anlage von Holger Hetzel zeigen sich Kader- und Berufsreiter trotz umfangreicher Corona-Einschränkungen in bestechender Form. Parcourschef Peter Schumacher und Julia Greve haben herausfordernde Prüfungen erstellt.

Er war schon das, was man durchaus in die Kategorie anspruchsvoll einsortieren kann, der Springparcours, den der international versierte Parcourschef Peter Schumacher, assistiert von Julia Greve, zum Finale in die Bahn erstellt hatte, zu dem eine Drei-Sterne-Springprüfung der schweren Klasse mit Stechen um den Großen Preis von Höveler ausgeschrieben war.

Schließlich wusste Schumacher nur allzu genau, dass die Reiter, die in Pfalzdorf an den Start gingen, auch international unterwegs waren. Erneut zeigte sich das agile Team von Hetzel Horses angesichts dieser höchst dotierten Prüfung bis in die Haarspitzen motiviert und aufmerksam. Schließlich war es das erste Springen unter Turnierbedingungen dieser Klasse, die auf der Reitanlage an der Buschstraße über eine Hindernishöhe von 1,50 Meter über die Bühne ging.

Wie zu erwarten war, gingen die Kader- und Berufsreiter konzentriert zu Werke, ritten nicht über Tempo, sondern zunächst mit dem Ziel, den Normalparcours fehlerfrei in der vorgegebenen Zeit zu überwinden, um das Stechen zu erreichen. Hier wurden die Hindernisse noch einmal erhöht, so das unweigerlich auch die Spannung stieg, wobei das Tempo anstieg und die Lücke zum Zeitgewinn auf dem Weg zum nächsten Hindernis gesucht wurde. Letztlich war es die für den RV Kranenburg reitende Katrin Eckermann im Sattel der 11-jährigen Fuchsstute Caleya, die in einer strafpunktfreien Runde in Bestzeit (0.00 Strafpunkte/83.39 Sekunden) die Ziellinie überritt und die Prüfung damit für sich entschied.

Platz fünf ging an Holger Hetzels Tochter Laura mit Chacco Mo (0.00/85.30) in diesem Springen, die gleichfalls zwei Pferde am Start hatte. Denn einen Tag zuvor ritten die Teilnehmer in der Zweiphasenspringprüfung der Klasse S* und dem nachfolgenden S**- Springen ebenso motiviert.

Bereits hier hatte sich Peter Schumacher einiges einfallen lassen, um das Starterfeld vor knifflige Aufgaben zu stellen. Die Goldschleife und der Sieg ging an die Schweizerin Kaya Lüthi, die in der zweiten Phase des S*-Springens im Sattel des Holsteiner Wallachs Quintana Roo (0.00/31.49) noch einmal zulegte und damit den für Lohmar startenden Oliver Lemmer mit Quastro, 0.00/31.83) knapp auf den zweiten Rang verwies.

Ohne Fehler blieb auch der Deutsche Meister von 2018, Mario Stevens, mit Botakara (0.00/34.06), mit der er sich am Ende auf Rang neun von 91 Teilnehmern platzieren konnte.

„Ich bin sehr zufrieden, dass war ihr erstes S*-Springen in diesem Jahr und ich danke, wie alle anderen Reiter auch, Holger Hetzel sehr, dass er es uns ermöglicht hat, hier zu reiten“, sagte der für Lastrup startende Stevens, dessen Begleiter den Ritt ihres Chefs mitfiebernd verfolgt hatten.

Das S**-Springen, zu dem 66 Reiter an den Start gegangen waren, entschied indes der 23-jährige für den RV Mannheim reitende Richard Vogel für sich, der im Alter von 18 Jahren als Bereiter im Stall Beerbaum in Riesenbeck anfing zu arbeiten.

Sämtliche Ergebnisse gibt es im Internet unter www.equi-score.de.