Fußball : Alemannia: Defensivverhalten verbessern

Fußball-Kreisliga A: Alemannia Pfalzdorf setzt auch in der neuen Spielzeit auf eine eingeschworene Truppe am Gocher Berg.

In der abgelaufenen Spielzeit brauchte Alemannia Pfalzdorf einige Wochen, um sich nach dem Abstieg aus der Bezirksliga in der neuen Spielklasse zurecht zu finden. Nach drei Niederlagen zum Auftakt konnte die Mannschaft um Trainer Thomas Erkens am vierten Spieltag dann den ersten Saisonsieg über die Reserve der SGE Bedburg-Hau feiern. In der Folge gab es dann insgesamt 13 Siege bei vier Unentschieden und elf Niederlagen. Am Ende landeten die Alemannen auf Rang sechs der Abschlusstabelle. „Unser Saisonziel war es, jeden einzelnen Spieler und die Mannschaft besser zu machen als im Vorjahr. Und das ist uns, besonders bei den sehr jungen Spielern, die deutlich einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben, denke ich, auch gelungen. Deshalb können wir, unabhängig von der Endplatzierung, ein positives Fazit aus der abgelaufenen Spielzeit ziehen“, erklärt Erkens, der in seine fünfte Saison als Verantwortlicher an der Seitenlinie gehen wird. Aber auch die Schwachpunkte der vergangenen Saison sind dem Trainer natürlich aufgefallen. „Wir haben am Ende viel zu wenig Punkte gegen die „Top 5“ der Liga geholt. Deshalb geht unsere Platzierung auch in Ordnung. Besonders im Defensivverhalten waren wir in vielen Situationen nicht clever genug. Auf der anderen Seite haben wir Offensiv zu viele Chancen vergeben“, analysiert Erkens rückblickend. Und hat damit auch sein Hauptaugenmerk für die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit angesprochen. „Unser Defensivverhalten muss klar besser werden.

Und darauf werden wir nun auch erst einmal unseren Trainingsschwerpunkt legen. In vielen Situationen waren wir einfach nicht clever genug. Hier wollen und müssen wir uns weiterentwickeln. Und das ist auch das Hauptziel. Erneut die Spieler besser zu machen als im Vorjahr und einen weiteren Entwicklungsschritt machen.“

Personell hat sich der aktuell 20 Spieler und drei Torhüter umfassende Kader im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Allerdings stellt das Karriereende von Routinier Simon Olfen Trainer und Team natürlich vor eine größere Aufgabe. „Simons Abgang ist nicht nur spielerisch, sondern auch besonders menschlich ein Aderlass. Allerdings mussten wir schon aufgrund seiner Verletzung in der vergangenen Spielzeit diese Lücke kompensieren. Nun sind wir alle nochmals ein Stückchen mehr als Team gefragt, um diese Lücke zu füllen.“

Wobei Erkens auf eine eingeschworene Truppe setzen kann. Die meisten der Akteure spielen bereits seit der Jugend zusammen. Und der Zusammenhalt ruht nicht nur auf dem gemeinsamen Sporterlebnis, sondern auch aus der Tatsache, dass viele Spieler auch privat miteinander verbunden sind. „Das soll nicht bedeuten, dass sie hier eine Wohlfühloase haben. Das bemerkenswerte ist, dass die Mannschaft trotz der Harmonie den nötigen sportlichen Ehrgeiz besitzt sich auch weiterentwickeln zu wollen“, freut sich der Coach über die positive Einstellung seiner Schützlinge.

Die Liga hält Erkens noch für ausgeglichener als in der abgelaufenen Spielzeit. Zu seinen Favoriten zählen der TSV Weeze, Arminia Kapellen-Hamb und „auch ein Aufsteiger aus der B-Liga, nämlich der Uedemer SV“.

Sein eigenes Team soll am Ende unter den ersten fünf Mannschaften platziert sein. „Das Ziel hat die Mannschaft in einem ,Workshop’ für sich erarbeitet und will es nun gemeinsam angehen.“