Glanzlos, aber erfolgreich

Die Gocher Viktoria macht sich gegen Borussia Bocholt zunächst das Leben selbst schwer, gewinnt aber verdient mit 3:1. Dennis Hommers, Pierre Wetzels und Konstantin Nagel erzielen die Gocher Treffer.

Glanz und Gloria wie beim 9:2 gegen Union Mülheim vor 14 Tagen gab es im Gocher Hubert-Houben-Stadion gestern nicht zu bestaunen, aber letzten Endes sprang immerhin ein 3:1-Arbeitssieg für die heimische Viktoria gegen Borussia Bocholt heraus. Mit dem dreifachen Punktgewinn verkürzten die Weberstädter den Rückstand auf den spielfreien VfR Krefeld-Fischeln auf einen Zähler.

Gute Ausgangsposition

"Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition vor dem Lokalduell gegen Kleve", gab sich der Gocher Trainer Manfred Tebeck entsprechend zufrieden, auch wenn nicht alles nach seinem Geschmack verlaufen war: "Die erste Hälfte war ganz gut von uns, aber wir haben es uns unnötig schwer gemacht, weil uns beim letzten Pass die Konzentration gefehlt hat. In der zweiten Hälfte war dann auch etwas Druck und Nervosität zu spüren. Es wäre sehr ärgerlich gewesen, wenn wir gegen so einen Gegner am Ende Punkte hätten liegenlassen."

Soweit sollte es aber nicht kommen. Die Hausherren taten sich zunächst schwer, bis Dennis Hommers das 1:0 vorlegte. Nach Stockfehler von Stefan Osman-Reinkens war der Ball eigentlich schon weg, wurde von einem Bocholter Abwehrspieler aber nochmals serviert und Hommers schloss kompromisslos aus etwa 18 Metern flach ab (16.).

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Im Anschluss verpassten es die Gastgeber nachzulegen und zum Teil haarsträubende Schnitzer der Gäste zu bestrafen. Die meldeten sich plötzlich ihrerseits im Spiel an. Maurice Bill ließ Hajo Peters alt aussehen, hob aber über das Gocher Gehäuse (29.).

Die zweite Offensivaktion der Gäste mündete gleich in den Ausgleich. Nach Ballverlust von Tim Janz schalteten die Gäste schnell um, Schüring kamen seine eigene Unbeholfenheit bei der Ballannahme und ein Gocher Abwehrbein im Strafraum zur Hilfe. Den folgenden Elfmeter verwandelte Tiemeshen (33.). Mit dem Remis ging es in die Pause, weil Gäste-Keeper Tebroke gut parierte und sein Kapitän Terrode bei einem Wetzels-Kopfball auch das eine Mal klärte, als er schon geschlagen war (45.).

Nach dem Wechsel verflachte die Partie zusehends. Goch dominierte, aber es fehlte der klare Kopf. Zwingendes war Mangelware bis zur 74.Spielminute, als Hommers auf Rechtsaußen frei zum Flanken kam und Pierre Wetzels den Kopfball mustergültig ins Eck setzte zum 2:1. Tim Janz erhöhte für ein paar Sekunden auf 3:1, ehe der Unparteiische das Tor nach Rücksprache mit seinem Assistenten wegen Abseitsposition zurücknahm (81.). Manfred Tebeck ließ seinem Unmut darüber freien Lauf und wurde hinters Stankett beordert. Hätte er gewusst, dass vier Minuten später durch Konstantin Nagel ohnehin das 3:1 folgen sollte, wäre der Gocher Coach womöglich besonnener geblieben.

Die Gäste kamen erst in der Schlussminute zu ihrer ersten Chance nach der Pause, was am Ende zu wenig war.

(RP)