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Fußball: Gipfeltreffen lebt von der Spannung

Fußball : Gipfeltreffen lebt von der Spannung

Fußball-Landesliga: Tabellenführer 1. FC Kleve wahrt durch ein 1:1 (0:0) gegen den VfL Rhede seinen Vorsprung von drei Punkten.

Der Gastgeber hatte einen Tag vorher eine ganze Batterie von Helfern aktiviert, um den Rasenplatz im Stadion in einen spielfähigen Zustand zu bringen. Das gelang vorzüglich, änderte aber nichts daran, dass der Zustand des Platzes den Spielern enorm viel Kraft abverlangte.

Der 1. FC Kleve traf auf einen Gegner, der hoch verteidigte und hervorragend in der Ordnung stand. Niklas Klein-Wiele war in der Anfangsphase der Aktivposten in der Klever Offensive. Er hinterlief über rechts einige Male die Rheder Abwehr, doch aus seinen Flanken vermochten seine Mitspieler wenig Kapital zu schlagen. Besser wurde es, als Klein-Wiele nach einer Viertelstunde auf die linke Außenposition wechselte, einen Ball in den gegnerischen Strafraum hob, den zunächst der mit einer Gesichtsmaske spielende Tim Haal verpasste und danach Maurice Rybacki aus der Drehung übers Tor jagte.

Anschließend verlor der 1. FC Kleve den Zugriff auf das Spiel. Der Gast verdichtete mit hohem läuferischem Engagement zunehmend die Räume, massierte die eigene Abwehr und zeigte viel, bisweilen überzogene Aggressivität in den Zweikämpfen, auf die der Schiedsrichter Dalibor Guzijan im Gespräch mit den beteiligten Spielern lange Zeit deeskalierend einwirkte. Davon profitierte auch der Rheder Benedikt Spieker, dessen Losreißen von Levon Kurikciyan man auch als aktives Schlagen deuten und mit Rot ahnden konnte. Der Schiedsrichter zog jedoch seine Linie konsequent durch und musste infolgedessen auch erst im zweiten Durchgang ein erstes Mal zum gelben Karton greifen.

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Der Gast aus dem Westmünsterland hatte nach dem Seitenwechsel einen Einstand nach Maß in den zweiten Durchgang. Ein missglückter Befreiungsschlag des Klever "Hajo" Peters prallte vom Körper eines Rheder Spielers ab. Daraus entwickelte sich gegen eine ungeordnete Klever Abwehr eine feine Kombination, die über Yannik Schwanekamp bei Martin Schüring landete, der überlegt zum Rheder Führungstreffer einnetzte (49.). "Danach hat sich meine Mannschaft etwas zu weit zurückgezogen", meinte Rhedes Coach Javier Garcia Dinis. Der daraufhin miterleben musste, dass sich der 1. FC Kleve der eigenen Stärken besann und den Ball einige Male sehr gut durch die Rheder Abwehr kombinierte. Den daraus resultierenden ersten Torschuss setzte Kurikciyan ans Lattenkreuz (57.), wenig später prüfte Pascal Hühner den Gästekeeper mit einem flachen Distanzschuss. Immer wieder war es Hühner, der sich in dieser Phase des Spiels in Szene setzte. So auch, als er es im gegnerischen Strafraum nicht auf einen Elfmeter ankommen ließ, sondern sich wieder aufrappelte, von der Torauslinie mustergültig Kurikciyan bediente, der den Ball direkt in den rechten oberen Winkel des Gästetores drosch - 1:1 (69.). Zehn Minuten später schlug der eingewechselte Pierre Wetzels freistehend im VfL-Strafraum über den Ball, nachdem er von Kurikciyan bedient worden war. Zudem hatte Wetzels kurz vor Schluss aus einer guten Schussposition heraus das Pech, nur den Außenposten des Rheder Tores zu treffen. Rhede blieb zwar auch gefährlich, hatte aber im zweiten Durchgang doch mehr damit zu tun, hinten nichts mehr anbrennen zu lassen.

"Wir haben auf einem guten Level Fußball gespielt", bilanzierte Rhedes Trainer Diniz die Partie, deren Ergebnis er als einen Erfolg wertete. "Wir haben nicht zwei Punkte verloren, sondern einen gewonnen." Der vierte im Übrigen gegen den 1. FC Kleve in der laufenden Saison. Dessen Trainer Thomas von Kuczkowski haderte etwas mit dem Auftreten seiner Mannschaft im ersten Spielabschnitt. "Da haben wir uns zu wenig gewehrt und Rhede den Raum überlassen. Das wurde erst nach dem Gegentor besser. Als wir zum Ausgleich kamen, waren wir dem Siegtreffer näher."

(RP)