Lokalsport: Georg Mewes sehnt sich nach der Winterpause

Lokalsport : Georg Mewes sehnt sich nach der Winterpause

Fußball-Oberliga Niederrhein: Der SV Hönnepel-Niedermörmter hofft beim Tabellenzweiten Velbert auf versöhnlichen Jahresabschluss.

Georg Mewes, Trainer des Oberliga-Tabellensechsten SV Hönnepel-Niedermörmter sehnt die Winterpause herbei. Seine Mannschaft, von vielen Verletzungen gebeutelt, hat zwar seine Punktewünsche in etwa erfüllt, dennoch ist der Coach froh, dass es nach dem sonntäglichen Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung 02 Velbert eine vierwöchige Pause gibt. Erst am 13. Januar wird an der Düffelsmühle wieder der Trainingsbetrieb aufgenommen. "Wir pfeiffen aus dem letzten Loch", ist Mewes traurig über die Tatsache, dass sich ständig weitere Akteure in die Abteilung Lazarett verabschieden, "das habe ich in dieser Form noch nicht erlebt."

Der Trainer ist vom Jammern aber weit entfernt und spricht seiner Truppe sogar noch viel Lob aus: "Wir haben aus der Situation das Beste gemacht, auch wenn wir aus den Spielen gegen Baumberg, Schwarz-Weiß Essen und Sonsbeck nur zwei Punkte geholt haben. Im Normalfall hätten wir neun haben müssen, und dann wären wir ganz vorne mit dabei."

Ganz und gar nicht einverstanden war der Übungsleiter mit der am letzten Sonntag gegen Sonsbeck gezeigten Leistung: "Schlechter geht es nun wirklich nicht mehr. Das habe ich den Jungs auch beim Dienstagtraining zu verstehen gegeben. Ich hoffe, dass wir in Velbert eine andere Mannschaft erleben werden."

Neben den langzeitverletzten Christian Mikolajczak und Benjamin Schüssler fallen Sebastian Santana, Paschal Nimptsch und Danny Steinmetz weiter aus. Fehlen wird auch der lange Daniel Boldt , der sich gegen Sonsbeck eine allerdings eine überzogene Ampelkarte einhandelte. Mewes: "Hätte er durchspielen können, wären wir wahrscheinlich als Sieger vom Platz gegangen." Angeschlagen sind nun auch noch Kevin Barra und Nico Frömmgen, Harun Can hat mit einer Grippe das Bett hüten müssen und konnte nicht am Training teilnehmen. Somit ist Mewes gezwungen, drei Spieler aus der 2. Mannschaft mit ins Bergische Land zu nehmen.

Er weiß, dass man auf das schussgewaltigste Team der Liga trifft. 41 Mal haben die Mannen von Trainer Andre Pawlak bereits ins Schwarze getroffen. Am vergangenen Wochenende siegten die Velberter nach einem torlosen Pausenstand beim VfR-Krefeld-Fischeln mit 4:0. Zweifacher Torschütze war Philipp Schmidt, die übrigen Treffer erzielten Kevin Hagemann und David Müller. Die SSVg. zeigte dabei auch eine starke Abwehrleistung. Bislang musste man nur 18 Gegentreffer hinnehmen, da ist allerdings der SV Hö.-Nie. (20) auch nicht viel schlechter.

Georg Mewes hofft trotz der Schwere der Aufgabe auf einen versöhnlichen Jahresausklang: "Gegen starke Gegner haben wir uns fast immer steigern können. Ein solches Gekicke wie gegen den SV Sonsbeck kann es eigentlich nicht ein weiteres Mal geben." Die Hauptlast dürfte diesmal die Abwehr zu tragen haben. Der Coach hofft, dass Heinrich Losing und Co. hinten gute Defensivarbeit verrichten. Man wolle aber auch Nadelstiche nach vorne setzen. Mewes: Vielleicht gelingt uns ja die erhoffte Überraschung.

(RP)
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