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Fußballer-Oberligist 1. FC Kleve gastiert in Velbert

Fußball : Rot-Blaue unter Zugzwang

Fußball-Oberliga: SSVg. Velbert - 1. FC Kleve (Sonntag, 15 Uhr). Die Rot-Blauen stehen nach einem bitteren Kick gehen Jahn Hiesfeld unter Druck. Auf Klever Seite fallen Fatih Duran und Mike Terfloth aus.

Es ist ein Satz, der den Auftritt des FC-Trainers Umut Akpinar in der Öffentlichkeit treffend zusammenfasst. Auf die Frage unserer Redaktion, wie er das Restprogramm seines Teams bewertet und ob dem Spielplan nach nicht noch einige Hochkaräter auf diese zukommt, antwortet er unnachahmlich trocken: „Nun, wir spielen gegen jede Mannschaft zwei Mal.“ Recht hat er. Die Fakten sind auf seiner Seite. Inhaltlich bietet diese Antwort aber auch nicht viel mehr. Und dennoch: Man glaubt dem 41-jährigen Tiefstapler, dass es ihm (fast) egal ist, gegen welche Mannschaft seine Elf spielen muss. Sein Kredo lautet: „Wenn wir gut spielen, können wir es jeder Mannschaft schwer machen.“ So auch am kommenden Wochenende gegen die Sport- und Spielvereinigung Velbert. Die Mannschaft von Alexander Voigt ist aktuell die fünftbeste der Oberliga. „Da kommt richtig was auf uns zu. Wir müssen eine sehr starke Leistung abliefern. Aber wir haben in dieser Trainingswoche gut gearbeitet“, sagt Akpinar.

In der vergangenen Woche gewannen die Männer aus dem Niederbergischen mit 5:0 gegen den FSV Duisburg, zuvor setzte es eine bittere 0:1-Niederlage gegen den SC Düsseldorf-West. Wer ein Blick auf die gesamte Saison der Blau-Weißen wirft, stellt fest, dass Inkonstanz ein konstantes Charakteristikum ist. Auf eine Siegesserie folgte häufig eine Reihe von Niederlagen. Kein Wunder in einer Liga, in der fast alle Vereine außer Duisburg und Homberg punkte- und leistungstechnisch sehr eng beieinander sind.

So eng, dass der 1. FC Kleve zuletzt gegen den TV Jahn Hiesfeld, ein designierter Absteiger, verlor. 1:2 war der Endstand. „Das war überhaupt nicht gut von uns. Es war das erste Mal, dass es wirklich krass war. Damit war ich nicht einverstanden, aber die Mannschaft auch überhaupt nicht“, sagt Akpinar. Es fehlte vor heimischem Publikum an fast an allem. Im Aufbau gelangen einfachste Pässe nicht, mit der Ausnahme von Levon Kürkciyan war die Offensivabteilung abgemeldet. Auch Niklas Klein-Wiele und Fabio Forster, sonst Ruhepole für das Bresserberg-Aufgebot, wirkten müde.

Nun also Velbert. Die Partie ist gleichzeitig auch der Start in ein Restprogramm, das es in sich hat. Es warten noch der TSV Meerbusch, der FC Monheim und Schonnebeck. Wie Akpinar diesen Begegnungen entgegen geht, ist oben bereits notiert. Doch auch ihm dürfte klar sein: Mit einer Leistung wie gegen Hiesfeld wird es mit Punkten schwierig. Und sicher ist der FC noch längst nicht: 39 Punkte und der Tabellenplatz elf mögen komfortabel wirken. Doch gleichzeitig bedeutet dieser nur einen mageren Vorsprung von fünf Zählern auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem seit letzter Woche überraschend Union Nettetal steht.

Da kommt es nun äußerst ungelegen, dass sich das Klever Lazarett erneut füllt. Fatih Duran wird mit einer Bänderverletzung fehlen, Mike Terfloth fällt aus privaten Gründen aus. So herrscht auf den defensiven Außenbahnen Notstand, da auch Abdullo Saidov wegen seines gebrochenen Armes passen muss. Akpinar schließt nicht aus, auf Personal der Reserve zurückgreifen zu müssen. Womöglich werden auch Angriffsspezialisten nach hinten beordert. Jannis Altgen wird zudem mit einem Verdacht auf pfeiffersches Drüsenfieber ausfallen.