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Fußball: Viktoria Goch startet zuversichtlich in die Saison

Fußball-Bezirksliga : Viktoria Goch hat personell noch nachgelegt

Der Klub hat Luca Palla vom VfB Homberg verpflichtet. Trainer Daniel Beine sieht seine Mannschaft in der Breite „wesentlich besser“ besetzt als in der vergangenen Saison.

Viktoria Goch hat kurz vor dem Saisonstart noch einmal personell nachgelegt. Der Fußball-Bezirksligist verpflichtete Luca Palla vom VfB Homberg. Der 25-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 25 Einsätze für den Regionalliga-Absteiger, wobei er neun Mal in der Startelf stand. „Luca Palla kann im Mittelfeld auf allen Positionen eingesetzt werden und wird nicht nur wegen seiner Flexibilität eine wichtige Verstärkung sein. Er ist auch ein Spieler, der Verantwortung übernimmt“, sagt Daniel Beine, Trainer von Viktoria Goch.

Der Neuzugang passt damit bestens ins Beuteschema der Viktoria. Schließlich hatte Beine nach der vergangenen Saison als einen entscheidenden Grund für das gegen die Sportfreunde Broekhuysen verlorene Titelrennen ausgemacht, dass es im fußballerisch durchaus gut bestückten Kader viele Indianer, aber viel zu wenige Häuptlinge gab. Deshalb hatte der Vizemeister schon den erfahrenen Abwehrstrategen Jan-Paul Hahn (37) vom Ligarivalen TuS Xanten geholt. Jetzt kam Luca Palla noch hinzu.

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Aber nicht nur, weil die Viktoria in puncto Führungsspieler personell aufgestockt hat, geht Daniel Beine recht zuversichtlich in die Saison. Der Klub hat auch einige jüngere Kräfte aus externen Klubs und dem eigenen Nachwuchs neu im Kader. „Sie haben ihre Sache in der Vorbereitung gut gemacht“, sagt Beine.

Anes Tiganj (A-Junioren SG Unterrath) hat mit einigen Treffern in Testspielen schon hinlänglich bewiesen, dass er mehr als nur eine Alternative für die Abteilung Offensive ist. Das gilt auch für Mittelfeldakteur Daniel Koch, der aus der eigenen Jugend aufgerückt ist. Und Abwehrspieler Konstantin Schütz (eigene Jugend) traut Daniel Beine ebenfalls zu, sich auf lange Sicht in der Bezirksliga behaupten zu können. „Wir wollen jungen Spielern aus der Region, die erfolgshungrig sind, eine Chance geben. Dieser Linie werden wir treu bleiben“, so der Coach, für den der Kader der Viktoria in der Breite jetzt „wesentlich besser“ besetzt als in der vergangenen Saison.

Deshalb ist Daniel Beine guter Dinge, dass seine Mannschaft in der kommenden Saison in der Gruppe vier eine gute Rolle spielen kann. Einen entscheidenden Unterschied zur vergangenen Spielzeit gibt es dabei. Die Viktoria wird von der versammelten Konkurrenz diesmal nicht als der Titelanwärter Nummer eins angesehen. Schließlich haben der enorm verstärkte GSV Moers und der Landesliga-Absteiger VfL Tönisberg beim Thema schon den Hut in den Ring geworfen. Sie haben den Aufstieg zum Ziel erklärt. Daniel Beine tut es nicht. „Wir wollen oben mitspielen. Was dann am Ende herausspringt, das werden wir sehen“, sagt der Coach, der zudem dem TuS Xanten und dem Neuling FC Neukirchen-Vluyn zutraut, ganz oben mitzuhalten.

Keine Frage ist, dass die Viktoria vom fußballerischen Potenzial durchaus in der Lage sein dürfte, ein ernsthaftes Wörtchen im Rennen um die Meisterschaft mitzusprechen. Allerdings wird dies nur gelingen, wenn das Team aus den Fehlern gelernt hat, die dafür sorgten, dass sie den Sportfreunden Broek­huysen in der vergangenen Saison den Vortritt lassen musste. Zum einen mangelte es an der Konstanz. Zum anderen haperte es daran, mannschaftlich geschlossen auch für die Defensive zu arbeiten. Beine glaubt, in den Testspielen gute Ansätze gesehen zu haben, dass diese Schwächen bei seinem Team nicht mehr auftreten sollten.

In konditioneller Hinsicht sieht er seine Spieler bestens für die kommenden Aufgaben gerüstet. „Wir haben nach einer sehr kurzen Pause in der Vorbereitung intensiv gearbeitet. Die Spieler sind auf einem guten Fitnesslevel. Jetzt wollen wir uns für diese Arbeit belohnen. Wir freuen uns, dass die Saison endlich losgeht“, sagt der Coach. Am Sonntag, 15 Uhr, will die Viktoria im Hubert-Houben-Stadion zum Auftakt in der Heimpartie gegen den TSV Weeze erstmals beweisen, dass sie aus den Fehlern der vergangenen Saison gelernt hat.