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Fußball: Viktoria Goch peilt die Rückkehr in die Landesliga an

Fußball : Viktoria Goch will bis 2022 in die Landesliga

Der Verein hat ehrgeizige Ziele, weiß aber auch, dass er in der laufenden Saison in der Bezirksliga noch seine Hausaufgaben machen muss. Im Sommer sollen dann einige Neuzugänge kommen, um in der Liga oben anzugreifen.

Bei Viktoria Goch ist wieder Ruhe eingekehrt nach den stürmischen Zeiten rund um den Jahreswechsel mit der Veränderung auf der Trainerposition und dem Verlust von Torjäger Atila Sultan Ercan. „Das waren turbulente Wochen“, sagt Bernd Willich. Er ist Schatzmeister des Traditionsvereins und mit Jürgen de Mür, dem Vorsitzenden des Förderkreises, aktuell damit beschäftigt, die Weichen für eine erfolgreichere sportliche Zukunft zu stellen. Der neue Übungsleiter Daniel Beine, der zu Beginn des Jahres als Nachfolger von Jan Kilkens präsentiert wurde, soll den Weg dazu ebnen. Der 32-Jährige wurde mit einem Arbeitspapier bis 2022 ausgestattet. Spätestens dann soll die Viktoria wieder in der Klasse auflaufen, in der sie im Juni 2016 zum letzten Mal um Punkte gekämpft hat. „Wir wollen zurück in die Landesliga. Diesen Anspruch muss ein Verein wie Viktoria Goch haben“, sagt Bernd Willich.

Im Hintergrund wird schon fleißig daran gebastelt, ein Team für Beine auf die Beine zu stellen, das in der kommenden Spielzeit in der Bezirksliga höheren Ansprüchen genügt. Wenigstens sechs Neuzugänge sollen dafür sorgen, dass die Viktoria dann in der Bezirksliga oben mitmischen kann. „Wir haben schon einige Verhandlungen geführt – auch mit Spielern aus höheren Klassen. Wir hoffen, dass wir bald erste Zusagen erhalten“, sagt Willich.

Die Viktoria verschließt aber auch die Augen vor der Realität nicht. Daniel Beine weiß, dass er mit seinen Kickern in der laufenden Spielzeit erst einmal die Hausaufgaben machen muss, um sich im Sommer dann nach oben orientieren zu können. Schließlich hat der Tabellenneunte nach 19 Partien mit 25 Punkten gerade einmal fünf Zähler Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. „Die Saison ist für uns noch lange nicht gelaufen. Wir brauchen noch ein paar Punkte. Jeder Spieler muss sich jetzt zeigen“, sagt Daniel Beine. Und sich mit guten Leistungen empfehlen, ein Kandidat dafür zu sein, mit der Viktoria in einigen Monaten zu höheren Zielen aufzubrechen.

Erste personelle Weichen hat der Verein nicht nur mit der Verpflichtung von Daniel Beine gestellt, der im vergangenen Sommer als Spieler zur Viktoria gestoßen ist, in der Hinrunde aber einige Zeit wegen eines Sehnenabrisses passen musste. Der 32-jährige Coach wird in der kommenden Saison bei seiner Arbeit von einem neuen Co-Trainer unterstützt: Florian Voss, der diesen Job derzeit beim A-Kreisligisten Kevelaerer SV ausübt. In Daniel Vogel und Lukas Ernesti haben zwei Führungsspieler der aktuellen Mannschaft schon für ein weiteres Jahr zugesagt. „Auch mit weiteren Akteuren, die wir halten wollen, sind die Gespräche weit fortgeschritten“, so Beine.

Er hält das Ziel Landesliga für realistisch. „Denn bei der Viktoria sind mit dem Stadion, guten Trainingsbedingungen und einem akribisch arbeitenden Umfeld alle Bedingungen dafür gegeben“, sagt Beine, der sich spätestens ab dem Sommer ganz auf den Job als Trainer konzentrieren will. „Wir wollen den Kader so aufstellen, dass ich als Spieler nicht mehr eingreifen muss.“ Deshalb werden auch Verstärkungen für die Abteilung Offensive gesucht.

Der Verein arbeitet aber nicht nur daran, das Bezirksliga-Team auf ein sportlich höheres Niveau zu bringen. Parallel soll es auch bei der zweiten Mannschaft aufwärts gehen, die in der Kreisliga B aktuell auf dem neunten Rang steht. „Das Team soll in den nächsten beiden Jahren den Aufstieg in die Kreisliga A schaffen, damit wir einen vernünftigen Unterbau haben“, sagt Bernd Willich. Ein erster Neuzugang für die Mannschaft, die auch in der kommenden Spielzeit von Ernes Tiganj trainiert wird, steht schon fest. Kevin Düffels kommt von der SGE Bedburg-Hau, für die er in der laufenden Saison vier Einsätze in der Landesliga bestritten hat.

Auch die Jugendarbeit soll angekurbelt werden. „Denn hier haben wir in letzter Zeit etwas geschwächelt“, sagt Schatzmeister Bernd Willich. Er hofft, dass die von Johannes Rankers trainierten A-Junioren in dieser Saison den Sprung in die Leistungsklasse schaffen können. Denn Viktoria Goch will die erste Mannschaft künftig nicht nur mit Kickern von anderen Vereinen, sondern auch mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs verstärken. Ein Akteur steht dabei schon auf dem Sprung: A-Junior Michael Changezi trainiert bereits beim Bezirksliga-Team mit.