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Fußball: VfR Warbeyen mit Hinrunde in der Frauen-Regionalliga zufrieden

Fußball-Regionalliga der Frauen : VfR Warbeyen ist in der Liga angekommen

Der Mannschaft von Trainer Sandro Scuderi gelingt nach einem durchwachsenen Start noch ein versöhnlicher Jahresabschluss. In der Offensive ist der Knoten geplatzt.

Beim VfR Warbeyen ist man sich einig: Die Winterpause im Fußball kam eindeutig zu einem falschen Zeitpunkt für den Frauen-Regionalligisten, der nach der Hinrunde mit 18 Punkten auf dem achten Tabellenplatz steht. Denn in den letzten fünf Spielen des vergangenen Jahres holte der VfR 13 von 15 möglichen Punkten und beendete eine zwischenzeitliche Durststrecke eindrucksvoll.

Der Start in die Saison verlief noch gut. Zum Auftakt siegte der VfR Warbeyen mit 1:0 beim SV Budberg. In den folgenden drei Partien rang das Team den Zweitliga-Absteigern SpVg Berghofen und Arminia Bielefeld immerhin noch jeweils einen Punkt ab. Dann gab es Rückschläge. Im Oktober gingen alle fünf Begegnungen verloren. Das 1:1 gegen Recklinghausen wurde dabei nachträglich für die Gäste gewertet, da eine nicht spielberechtigte Akteurin eingesetzt worden war. Doch mit einem Endspurt sorgte die Mannschaft von Trainer Sandro Scuderi schließlich für einen versöhnlichen Jahresabschluss.

„Das war in jeglicher Hinsicht eine ganz, ganz spannende Hinrunde“, sagt Scuderi. Für sein Team ist es zwar die zweite Spielzeit in der Regionalliga. Da die Saison 2020/21 jedoch bereits nach fünf Partien unterbrochen und dann abgebrochen werden musste, konnte der VfR in der dritthöchsten Klasse da noch nicht so richtig Fuß fassen. „Wir mussten erst einmal in der Liga ankommen. Da galt es einige Entwicklungsschritte zu gehen. Erfahrung muss man sammeln“, so Scuderi.

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Den bisherigen Saisonverlauf bewertet der Übungsleiter durchaus positiv. „Wir hatten in keiner Partie das Gefühl, dass uns eine Mannschaft über 90 Minuten beherrscht hat – ganz im Gegenteil. Selbst bei starken Gegnern haben wir eine gute Spielanlage gezeigt und prima gegen den Ball gearbeitet“, so Scuderi. Nur in den Partien gegen Bayer Leverkusen II (0:4), den 1. FC Köln II (0:3) und Borussia Mönchengladbach (0:2) sei man zeitweise nicht in der Lage gewesen, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. „Das sind die Partien, die ein bisschen herausstechen. Neun Gegentore haben wir allein gegen diese drei Gegner kassiert. Ansonsten haben wir defensiv recht gute Leistungen gezeigt“, sagt Scuderi. Das bestätigt der Blick auf die Statistik. Die restlichen zwölf Gegentore verteilen sich auf elf Partien.

Vor dem gegnerischen Tor präsentierte sich der VfR weitaus weniger abgeklärt. Über weite Strecken der Hinrunde war die Offensive die größte Baustelle des VfR. Sieben Mal verließ das Scuderi-Team den Platz ohne eigenen Treffer. Umstellungen brachten schließlich den erhofften Erfolg in der Offensive. „Wir haben die Ruhe bewahrt, unsere Partien analysiert und erfahrenere Spielerinnen eine Position weiter nach vorne gestellt“, sagt der Coach. Die Folge: Gegen den SV Menden (6:1), den GSV Moers (3:1) und die SGS Essen II (5:2) lief es auch im Angriff.

Für die zweite Saisonhälfte hat der VfR sich einiges vorgenommen. „Wir haben zum Ende der Hinrunde ein Zeichen gesetzt. Daran wollen wir in der Rückrunde anknüpfen. Wir leben von unserem jungen Kader und werden weiter kämpfen“, sagt Scuderi. Dabei muss der Coach auf Zara Rickes verzichten, die ein halbes Jahr im Ausland verbringen wird. Auch Fumika Akagi pausiert aus beruflichen Gründen. Groß ist die Hoffnung auf eine Rückkehr von Stürmerin Julia Hülsken nach ihrem Kreuzbandriss.

Ein externer Neuzugang verstärkt den Kader. Die 26-jährige Hanna Hamdi kommt von Borussia Bocholt und ist in der Offensive flexibel einsetzbar. Im Juni 2021 feierte sie ihr Debüt für die tunesische Nationalmannschaft. „Wir sind im Angriff nun noch etwas breiter aufgestellt und können einige Varianten ins Spiel bringen“, so Scuderi.