Fußball-Landesliga Familienduell bei der SV Hönnepel-Niedermörmter

Kalkar · Keeper Dominik Langenberg erwartet mit der SV Hö.-Nie. den TSV Wachtendonk-Wankum, den sein Vater Guido Contrino coacht. Beide freuen sich auf die Partie, in der sie erstmals Gegner sein werden.

 Dominik Langenberg (l.) ist die Nummer eins der SV Hönnepel-Niedermörmter.

Dominik Langenberg (l.) ist die Nummer eins der SV Hönnepel-Niedermörmter.

Foto: Markus van Offern (mvo)

So schnell kann es gehen. Trainer Thomas Geist hatte vor ein paar Tagen noch davor gewarnt, dass sich die SV Hönnepel-Niedermörmter ihrer Sache in der Fußball-Landesliga noch nicht zu sicher sein dürfte, obwohl sie ihren Vorsprung vor den Abstiegsplätzen da gerade auf acht Punkte vergrößert hatte. Er behielt Recht. Seit Donnerstagabend sind es nur noch zwei Zähler, die das Geist-Team von der Bezirksliga trennen. Denn der TSV Meerbusch II ist nach seinem 3:0-Erfolg im Nachholspiel bei der SGE Bedburg-Hau, wogegen die SGE Einspruch eingelegt hat, bis auf zwei Punkte herangekommen.

„Ich habe immer gesagt, dass es bis zum letzten Spieltag spannend bleiben wird. Aber wir haben weiter alles selbst in der Hand“, sagt Geist. Er erwartet mit seinem Team jetzt am Montag, 15 Uhr, den TSV Wachtendonk-Wankum, der zuletzt in bestechender Form war. „Wir müssen alles raushauen und auch ein wenig Spielglück haben, wenn wir in dieser Partie punkten wollen“, sagt Geist.

Ein ganz besonderes Spiel wird es für Dominik Langenberg, seit der Winterpause die Nummer eins der SV Hö.-Nie., und Guido Contrino, Trainer des TSV Wachtendonk-Wankum, werden. Denn Vater Guido und Sohn Dominik stehen sich erstmals als Gegner gegenüber. „Wir fiebern dieser Partie beide entgegen“, sagt Contrino, der stolz ist, dass der Filius in vielerlei Hinsicht in seine Fußstapfen getreten ist.

 Guido Contrino, Trainer der TSV Wachtendonk-Wankum, hat seinen Sohn schon einige Male in seinem Team gehabt – Gegner waren sie noch nie.

Guido Contrino, Trainer der TSV Wachtendonk-Wankum, hat seinen Sohn schon einige Male in seinem Team gehabt – Gegner waren sie noch nie.

Foto: Norbert Prümen

Nicht nur, dass Dominik Langenberg wie sein Vater Fußball-Keeper geworden ist. „Er hat schon als Kind Gefallen an den großen Torhüter-Handschuhen gefunden. Später haben wir uns dann im Garten die Bälle zugeworfen“, sagt Contrino. Jetzt steht der Sohnemann auch im Tor der SV Hönnepel-Niedermörmter, für die der Vater ebenfalls gespielt hat. 2006 schaffte Guido Contrino als Keeper mit der SV Hö.-Nie. unter Trainer Jan Kilkens den Aufstieg in die Verbandsliga. Und beruflich schlägt Dominik Langenberg seit Kurzem wie Guido Contrino eine Laufbahn bei der Feuerwehr ein.

„Diese Partie wird mit Sicherheit sehr emotional für uns beide“, sagt Contrino, der seinen Sohn bei seinen Trainer-Stationen bei SW Alstaden, Arminia Klosterhardt und den SC Frintrop jeweils in seinem Team gehabt hatte. Jetzt gibt‘s also das Familien-Duell als Premiere, das für Sohn Dominik auch noch von einer gewissen Brisanz ist, weil er mit der SV Hö.-Nie. halt jeden Punkt für den Klassenerhalt dringend braucht. Doch der Vater will auf die Belange des Sohnes ausnahmsweise einmal keine Rücksicht nehmen. „Wir wollen unseren guten Lauf fortsetzen und auch bei der SV Hönnepel-Niedermörmter gewinnen“, sagt Contrino, der mit seinem Team in der Rückrunde noch unbesiegt ist.