Fußball : Uedem mit beeindruckender Leistung

Kreisliga A: Der Uedemer SV hat den direkten Wiederaufstieg aus der B-Liga geschafft. Der Klassenerhalt ist das Ziel des Neulings.

Nach nur einem Jahr in der Kreisliga B Gruppe 2 hat der Uedemer SV den direkten Wiederaufstieg in die A-Liga geschafft. Und dies mit einer beeindruckenden Leistung. Denn das Team um Trainer Martin Würzler, der nach dem Abstieg die Mannschaft übernommen hatte, musste in 26 Meisterschaftsspielen lediglich zwei Niederlagen hinnehmen. Die restlichen Spiele wurden allesamt gewonnen und die Mannschaft erzielte dabei 111 Tore bei nur 21 Gegentreffern. „Die Auftaktniederlage gegen den SuS Kalkar hat seinerzeit vielen die Augen geöffnet und deutlich gemacht, dass wir einiges mehr tun müssen. Und das hat die Mannschaft in der Folge dann auch sehr gut umgesetzt“, blickt Würzler zufrieden auf die abgelaufene Spielzeit zurück.

Dennoch wäre er ein untypischer Trainer, gäbe es aus seiner Sicht nicht auch Kritikpunkte. „Wir haben es zu oft versäumt, zu null zu spielen. Das werden wir unbedingt abstellen müssen“, geht sein Blick schon Richtung kommenden Spielzeit. Hier wird der Aufsteiger sein Hauptaugenmerk zunächst einmal auf eine gute stehende Defensive legen. „Wir haben einige sehr schnelle Spieler, die es gut verstehen, ein zügiges Umschaltspiel zu initiieren“, weiß Würzler um die Stärken seiner Mannschaft. Und auch in einer weiteren Sache haben die Uedemer Verantwortlichen aus der kommenden Spielzeit ihre Lehren gezogen und im Vorfeld reagiert. Der doch recht dünne Kader, der Trainer musste immer wieder als Ersatzspieler einsatzbereit auf die Bank, wurde aufgestockt. Bereits im Frühjahr sicherte sich der Uedemer SV die Zusage von Michael Pietersman, Jannik Ingenwerth, Tim Müller und David van Rennings vom A-Liga-Absteiger Concordia Goch. Hinzukommen Kai Jascheck (TSV Weeze), Kevin Düffels (SGE Bedburg-Hau), Peter Janßen (SV Sonsbeck) und Philip Lütkenhaus (A-Jugend SG Appeldorn/Vyma).

„Das sind alles qualitativ hochwertige Neuzugänge, die uns mit Sicherheit dabei helfen werden, unser gestecktes Saisonziel, den Klassenerhalt, auch zu schaffen“, freut sich der Übungsleiter über die Aufstockung seines Kaders. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir wollen uns aber von Beginn an von der unteren Tabellenregion fernhalten. Aber das wird keine leichte Aufgabe“, so Würzler. Mittelfristig wollen sich die Uedemer in der A-Liga etablieren. „Das Image von der Fahrstuhlmannschafft, dass wir uns in den letzten Jahren zugelegt haben, wollen wir ablegen“, gibt der Trainer vor. Dabei kann der Coach auf eine intakte Mannschaft zurückgreifen. Denn der Aufsteiger präsentierte sich schon in der abgelaufenen Saison als kompaktes Team. Und dieser Eindruck bezog sich nicht nur auf das fußballerische Element. „Die Kameradschaft hat bei uns einen hohen Stellenwert und wird auch von allen im und um das Team gepflegt.“

Die mit dem Aufstieg entstandene Euphorie gilt es nun für Würzler und seinen Co-Trainer Özkan Demirli in geordnete Bahnen zu leiten. „Ich weiß, dass die Jungs auf dem Teppich bleiben werden. Das zeigt allein schon ihr Engagement in der begonnenen Vorbereitung. Die Trainingsbeteiligung ist so gut wie lange nicht mehr“, freut sich der Trainer über den Zuspruch seiner aktuellen Spieler.

Uedems Trainer Martin Würzler freut sich über gute Trainingsbeteiligung. Foto: Markus van Offern (mvo)

Auf die Favoriten für die Meisterschaft in der A-Liga angesprochen, erklärt er: „Der SV Sevelen, Alemannia Pfalzdorf und der TSV Weeze sind gute Teams. Und ich denke, dass es wieder eine Überraschungsmannschaft geben wird.“ Und diese könnte durchaus der Uedemer SV sein.