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Fußball-Titelkämpfe in der Halle: Viktoria-Mannschaften siegen im Finale und im Spiel um Platz drei.

Fußball : Überraschungen und ein Favoritensieg

Fußball-Hallenstadtmeisterschaft in Goch: Bezirksligist SV Viktoria Goch siegte im Finale mit 4:1 gegen die SG Kessel/Ho.-Ha.

Acht Mannschaften spielten am Samstag in der Dreifachturnhalle der Gocher Gesamtschule um den Titel des Fußball-Stadtmeisters. Viele Zuschauer rechneten mit einer Neuauflage des Vorjahresfinales, das Alemannia Pfalzdorf mit 6:3 gegen Viktoria Goch gewonnen hatte.

Auch am Samstag meldeten beide Mannschaften Ansprüche auf den Titel an: Pfalzdorf marschierte mit drei Siegen und 17:0 Toren in Gruppe 2 durch, Viktoria Goch gewann die Gruppe 1 mit 14:1 Toren und ebenfalls drei Siegen.

Im ersten Halbfinale kam es dann zum vereinsinternen Duell: Die 1. Mannschaft der Viktoria musste gegen die eigene Reserve ran und setzte sich souverän mit 4:1 durch. Björn Gatermann, Jean-Willy Mapinga, Jonathan Klingbeil und Nils Konstanczak trafen für die Erste von Trainer Jan Kilkens, Jean-Niclas Wicka erzielte schließlich das 1:4 für die Reserve.

Das zweite Halbfinale bestritten Alemannia Pfalzdorf und die Spielvereinigung Kessel/Hommersum-Hassum. In einer spannenden Partie brachte Christian Ploenes die Pfalzdorfer nach sieben von 15 Spielminuten in Führung. Die SG ließ jedoch nicht locker und glich kurz vor Schluss aus: „Durch! Durch!“, forderte Philip Peters im Spurt den Ball von seinem Mitspieler, bekam ihn dann auch in den Lauf und schloss direkt zum 1:1 ab. Weniger spannend verlief das anschließende Neun-Meter-Schießen: Pfalzdorf vergab drei von vier Schüssen, die SG nur einen.

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So zog Kessel/Ho.Ha. diesmal ins Finale gegen die Gocher Viktoria. Gespielt wurde über zweimal zehn Minuten mit Seitenwechsel. Wie bereits im Halbfinale, war es Björn Gatermann, der die Gocher nach drei Minuten in Führung brachte, diesmal mit einem flachen Schuss von der Mittellinie. Atilla Can (4.) erhöhte auf 2:0, Nils Konstanczak (15.) auf 3:0. Goch ließ wenig anbrennen – und auch nach dem Anschlusstreffer durch Paul Schwiebbe (17.) behielt der Bezirksligist die Oberhand. Gatermann (18.) stellte den alten Abstand wieder her und brachte die Stadtmeisterschaft für die Viktoria in trockene Tücher.

„Es ging vor allem darum, dass die Jungs hier ihren Spaß haben. Trotzdem haben sie ihre Sache auch gut gemacht“, sagte Viktoria-Trainer Jan Kilkens. „Schön ist auch, dass unsere zweite Mannschaft den dritten Platz erreicht hat“, so der Coach des Bezirksligisten. Die Viktoria-Reserve hatte sich im Neunmeterschießen um Platz drei gegen Pfalzdorf durchgesetzt.

Sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams war auch SG-Trainer Geert Derksen: „Wir haben heute nur gegen eine Mannschaft verloren, die zwei Klassen höher spielt. Damit können wir gut leben. Das Finale ist allerdings ein bisschen enttäuschend gewesen, weil wir vorher im Gruppenspiel gegen Viktoria Goch näher am Gegner dran waren.“ Mit 1:2 hatte Derksens Mannschaft in der Vorrunde gegen den Turniersieger deutlich knapper verloren.

Neben dem Titel des Hallenstadtmeisters gingen auch die Torjägerkrone und die Auszeichnung für den besten Torhüter des Turniers diesmal an die Schwarz-Roten: Nils Konstanczak (sieben Treffer) und Keeper Lars Thielen wurden ausgezeichnet. Gesucht wurde auch der Spieler, der das 2500 Tor bei den Stadtmeisterschaften erzielt: Dies war Agalarov Böyükaga, der ebenfalls von Viktoria Goch II.

Nicht zuletzt erhielt Viktoria Goch in diesem Jahr auch die Torprämie, die – unabhängig vom Turnierausgang – im jährlichen Wechsel einer der Jugendabteilungen der teilnehmenden Vereine zugutekommt. Für jedes Tor im gesamten Turnier spendeten die AVG Bau GmbH und der Förderkreis Viktoria Goch fünf Euro – macht diesmal bei 78 Turniertreffern 390 Euro.