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Fußball-Oberligist 1. FC Kleve schlägt die Spvgg. Sterkrade-Nord mit 2:1

Fußball-Oberliga : 1. FC Kleve gelingt ein Sieg – trotz Chancenwucher

Die Mannschaft setzt sich vor 400 Zuschauern mit 2:1 gegen eine harmlose Sportvereinigung Sterkrade-Nord durch. Ein Doppelschlag von Nedzad Dragovic und Luca Thuyl sorgt binnen weniger Sekunden für die Entscheidung.

Der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve hat den zweiten Sieg der noch jungen Saison eingefahren. Mit 2:1 (2:1) setzte sich das Team von Trainer Umut Akpinar in der Getec-Arena gegen die Sportvereinigung Sterkrade-Nord durch. „Ich kann heute zufrieden sein. Nur die Torausbeute war schlecht. Was haben wir bitte für Dinger liegengelassen?“, sagte Akpinar nach dem Schlusspfiff.

Er konnte – anders als erwartet – zwischen den Pfosten auf Torwart Ahmet Taner setzen. Zwar hatte sich der Routinier in der vergangenen Woche bei der Auswärtsniederlage gegen den TVD Velbert die Nase gebrochen. Doch Taner sagte mit breitem Grinsen: „Ich spiele trotzdem.“ Auch der zuletzt verletzte Offensivakteur Pascal Hühner kehrte in den Kader zurück.

Von Anfang an dominierten die Rot-Blauen das Spielgeschehen. Die Gäste aus Oberhausen standen tief in der eigenen Hälfte und überließen den Klevern den Ball. Allzu viele Chancen kreierte der 1. FC Kleve aber zunächst nicht. Überraschend war die Führung für Sterkrade-Nord in der 29. Minute. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld hatte Verteidiger Maximilian Abel zum 0:1 eingeköpft. „Wir haben eigentlich im gesamten Spiel nur eine Chance zugelassen. Und die hat Sterkarde sofort genutzt“, sagte Umut Akpinar.

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Doch der Gegentreffer schien bei seinen Kickern Energie freizusetzen. Umgehend spielten sie druckvoll nach vorne. Mike Terfloth stürmte nach 31 Minuten in den Strafraum - und wurde unsanft zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt, Nedzad Dragovic verwandelte sicher zum Ausgleich.

Doch damit nicht genug: Wenige Augenblicke später stand die Sterkrader Abwehrreihe deutlich zu hoch, als Luca Thuyl in den Strafraum dribbelte. Er setzte sich stark durch und spitzelte den Ball an Torwart Dominik Langenberg vorbei ins Tor. „Wir haben nach dem Gegentor die richtige Reaktion gezeigt. Sowieso haben wir unseren Plan heute sehr gut umgesetzt: Wir waren gallig, haben die Zweikämpfe angenommen und immer wieder auf die zweiten Bälle gejagt“, sagte Umut Akpinar. Kurz vor dem Seitenwechsel hätte Calvin Top (43.), der eine überzeugende Vorstellung bot, nach feinem Solo erhöhen können. Die Begegnung am Bresserberg war zusehends zu einer einseitigen Angelegenheit geworden.

Offensiv gelang den Oberhausenern, die auf dem drittletzten Tabellenplatz stehen, nichts. Defensiv präsentierten sie sich zudem höchst anfällig. Sie boten Lücken, die die Rot-Blauen gerne für ihre Zwecke nutzten. Niklas Klein-Wiele (55. und 76.) hatte gleich zwei Mal das 3:1 auf dem Fuß, Maxwell Bimpeh (77.) traf nur die Latte. „Bis zum letzten Pass oder bis zum Torschuss haben wir es ganz häufig richtig gut gespielt. Aber dann fehlte uns die nötige Ruhe, die Tore auch tatsächlich zu machen“, sagte Umut Akpinar.

Dabei fiel das Kombinieren noch deutlich leichter, nachdem der eingewechselte Sterkrader Mittelfeldspieler Steven Henning nach 76 Minuten die zweite Gelbe Karte gesehen hatte. So tauchten Younes Mouadden und Pascal Hühner in den Schlussminuten nochmal frei im Sterkrader Strafraum auf, ohne sich in die Torschützenliste einzutragen. Viele weitere aussichtsreiche Konterchancen spielten die Klever nachlässig zu Ende. „Wir haben heute bewiesen, dass wir nach der Niederlage in der vergangenen Woche gegen Velbert Brass hatten. Diesen Brass haben wir in Leistung umgesetzt. So stelle ich mir das vor“, sagte Trainer Umut Akpinar.

Mit acht Punkten aus den ersten fünf Partien steht der 1. FC Kleve nun auf Tabellenplatz elf. Am Mittwochabend, 19.30 Uhr, treffen die Rot-Blauen in der ersten Runde des Niederrheinpokals auswärts auf die Sportfreunde Broekhuysen. In der Liga wartet dann am Sonntag (15 Uhr) die Auswärtspartie bei ETB Schwarz-Weiß Essen.