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Fußball-Oberligist 1. FC Kleve klärt weitere Personalien für die neue Saison

Ein überraschender Abgang ist dabei : 1. FC Kleve klärt weitere Personalien

Mittelfeldspieler Luca Thuyl hat seinen Vertrag beim Fußball-Oberligisten verlängert. Sebastian van Brakel und Ryo Terada verlassen den Klub. Wohin sie wechseln, ist noch unklar. Torwart Andre Barth möchte kürzertreten.

Der Kader des Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve ist für die kommende Saison bereits weitestgehend komplett. Drei wichtige Personalien wurden nun geklärt. Mittelfeldspieler Luca Thuyl wird dem Verein erhalten bleiben, Verteidiger Sebastian van Brakel und Angreifer Ryo Terada werden sich verabschieden. So werden neben Stürmer Sebastian Santana insgesamt drei Akteure den Klub verlassen. „Damit ist die Kaderplanung für die nächste Saison bereits sehr weit fortgeschritten“, sagt Christoph Thyssen, Vorsitzender des Vereins, der vor einigen Wochen mit Abwehrspieler Maxwell Bimpek und Mittelfeldakteur Kisolo Deo Biskup bereits zwei Neuzugänge verpflichtet hatte.

Der 23-jährige Luca Thuyl war im Sommer 2020 vom Landesligisten SV Hönnepel-Niedermörmter an den Bresserberg gewechselt. „Ich bin 23 Jahre alt, habe bereits Oberliga-Fußball gespielt und genügend Erfahrung, um dem Verein weiterhelfen zu können“, hatte er bei seiner Vorstellung gesagt. Mittlerweile ist klar: Luca Thuyl ist sowohl im zentralen Mittelfeld als auch in vorderster Front eine Verstärkung für das Team von Trainer Umut Akpinar. „Luca Thuyl hat sich recht schnell zu einem wichtigen Stammspieler gemausert“, sagt Christoph Thyssen. In der mittlerweile annullierten Saison 2020/2021 kam Thuyl auf zehn Begegnungen, in denen ihm zwei Treffer und zwei Vorlagen gelangen. Seine Vertragsverlängerung zog sich auch deshalb in die Länge, weil sich der 23-Jährige seit Monaten mit einer Oberschenkel-Verletzung herumplagt, die nun allerdings auskuriert zu sein scheint.

Überraschend kommt im Gegenzug der Abschied von Sebastian van Brakel. Immerhin kickt der 32-Jährige schon seit dem Sommer 2016 für den Fusionsklub. „Wir hätten Sebastian van Brakel gerne gehalten. Wir haben ihm ein stark einsatzorientiertes Angebot gemacht, das wir für gut und fair halten. Leider hat er sich anders entschieden“, sagt Christoph Thyssen. „Natürlich ist sein Abgang für uns schade. Persönlich aber finde ich seinen Schritt nachvollziehbar.“ Wohin es den Verteidiger zieht, ist noch offen.

Auf den Leistungsträger muss Trainer Akpinar schon seit mehr als einem Jahr verzichten. Sebastian van Brakel riss sich im Februar 2020 in der Liga-Begegnung gegen den VfB Hilden ohne Fremdeinwirkung die Patellasehne. Der Abwehrspieler war damals unglücklich im seifigen Rasen hängen geblieben, er kämpfte sich mit Physiotherapie behutsam wieder ins Training. Mittlerweile ist van Brakel auf dem Weg zurück, das Comeback aber feiert er nicht mehr im rot-blauen Trikot.

Der Abgang von Angreifer Ryo Terada zeichnete sich in den vergangenen Wochen bereits ab. Auch mit ihm hätte der 1. FC Kleve durchaus gerne weitergearbeitet. Allerdings hat der 26-jährige Japaner, der in dieser Saison auf vier Tore in zehn Partien kam, offenbar die Möglichkeit eines Probetrainings bei einem Regionalligisten in Südwestdeutschland geboten bekommen. Wird aus dem Engagement in der vierthöchsten deutschen Spielklasse nichts, soll auch eine Rückkehr in die Heimat denkbar sein.

Diesen Weg geht nun auch sein Bruder Shun Terada, der aktuell noch beim Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen unter Vertrag steht. Der Stürmer, der in der Aufstiegssaison 2019/2020 beim SV Straelen in 22 Partien 20 Tore schoss, will sein Glück offenbar in der Zweiten Liga Japans versuchen.

Noch offen ist beim 1. FC Kleve die Zukunft des Ersatztorwarts Andre Barth. Der 33-jährige Schlussmann gilt als wichtiger Rückhalt des Oberligisten. Allerdings will er nun kürzertreten. „Nach vier Jahren hängt mein Herz natürlich am 1. FC Kleve. Ich würde dennoch künftig gerne etwas kürzertreten. Daher müssen wir jetzt mal schauen, wie es weitergeht. Klar ist aber: Wenn der Vorstand, die Mannschaft oder der Trainer mich brauchen, stehe ich zur Verfügung“, sagt Barth, der 2016 vom VfB Rheingold Emmerich nach Kleve gewechselt war. Schon jetzt stehen mit Ahmet Taner und Youngster Bjarne Janßen bereits zwei Torhüter im Oberliga-Kader für die kommende Saison.

Auch die Zukunft von Torjäger Andre Trienenjost ist noch unklar. Der 31-Jährige riss sich im September 2019 den Innenmeniskus im rechten Knie. Zwischenzeitlich war die Operationsnaht gerissen, eine Rückkehr rückte immer wieder in weite Ferne. Mittlerweile hat der Routinier wieder Aussicht auf ein Comeback. Der 1. FC Kleve hat bereits vor Wochen unmissverständlich signalisiert, mit dem Ex-Akteur des SV Sonsbeck und der SV Hönnepel-Niedermörmter weiterarbeiten zu wollen. Allerdings wollen Spieler und Verein erst noch den weiteren Heilungsverlauf abwarten.