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Fußball-Oberliga: Fünf Lehren aus dem Start des 1.FC Kleve

Fußball-Oberliga : Fünf Lehren aus dem Start des 1. FC Kleve

Die Mannschaft hat zum Auftakt zwei Heimniederlagen hinnehmen müssen. Welche Lehren daraus gezogen werden können und welcher Dressing-Code unbedingt zu beachten ist.

Der 1. FC Kleve hat in der Fußball-Oberliga einen Fehlstart in die Saison 2022/2023 hingelegt. Zum Auftakt setzte es eine verdiente 0:1-Heimniederlage gegen TuRU Düsseldorf. Es folgte am Sonntagtrotz einer Leistungssteigerung eine 1:2-Pleite gegen den 1. FC Monheim. Welche Lehren können aus den beiden Heimpartien gezogen werden?

1. Die defensive Zuteilung muss besser werden Abwehrchef Nedzad Dragovic ist stets bemüht, seine Viererkette in Stellung zu bringen. Doch man merkt, dass es teils noch an Automatismen fehlt. Verwunderlich ist das nicht. Immerhin verließen mit Kisolo Deo Biskup und Maxwell Bimpeh zwei Verteidiger den Fusionsklub. Folarin Williams, der vom TV Jahn Hiesfeld gekommen war, hinterlässt an der Seite von Nedzad Dragovic durchaus einen guten Eindruck. Sogar am Spielaufbau beteiligt sich der 20-Jährige. Und dennoch: TuRU Düsseldorf hebelte den 1. FC Kleve mit einer simplen Flanke aus, dem 1. FC Monheim reichten zwei Standardsituationen. Defensiv müssen die Rot-Blauen stabiler agieren.

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2. Im Angriffszentrum fehlt die Breite Am Sonntag fiel Danny Rankl aus privaten Gründen aus. Der Top-Stürmer ist immer für ein Tor gut, außerdem beschäftigt er die gegnerischen Verteidiger. Doch ohne den 33-Jährigen schaut es in der Spitze mager aus. In Abwesenheit von Danny Rankl wird Younes Mouadden vermisst, der zum KFC Uerdingen gewechselt ist. Weil die Neuzugänge Tyrese Pritzer und Amine Feldaoui für die Startelf des 1. FC Kleve aktuell noch keine Option sind, wird die Umtriebigkeit von Younes Mouadden dieser Tage durchaus vermisst.

3. An der Mentalität mangelt es nicht Zum Auftakt gegen TuRU Düsseldorf hatten die Rot-Blauen einen schlechten Eindruck hinterlassen. Gegen den 1. FC Monheim aber kämpften die Klever äußerst aufopferungsvoll. In den Schlussminuten wäre sogar der Ausgleich noch möglich gewesen, nachdem Nedzad Dragovic das Team mit einem Schuss aus der Distanz zurück ins Spiel gebracht hatte. Die Akteure gingen keinem Zweikampf aus dem Weg, immer wieder geriet man mit den Gästen aneinander. Beim Publikum kommt das an: Die Fans partizipierten deutlich leidenschaftlicher als noch gegen TuRU Düsseldorf.

4. Die Oberliga wird immer stärker Die fünfthöchste deutsche Spielklasse hat abermals an Qualität gewonnen. Das liegt auch an Ex-Profis wie Samed Yesil (Germania Ratingen), Levan Kenia (KFC Uerdingen) oder Assani Lukimya (MSV Düsseldorf). Die Folge: Sogar der sicherlich nich schlecht besetzte Regionalliga-Absteiger VfB Homberg hat erst einen Punkt auf dem Konto. Und die hoch gehandelte SSVg. Velbert strauchelt ebenfalls. Der KFC Uerdingen, dessen Kader auch in der Vierten Liga konkurrenzfähig sein dürfte, marschiert unterdessen vorneweg. Kurzum: Die Konkurrenz des 1. FC Kleve ist stärker geworden. So werden nun also dringend Punkte benötigt, damit man erst einmal nichts mit dem Abstiegskampf zu tun bekommt.

5. Ordnung muss sein Zwei Mal konnten die Einwechselungen des 1. FC Kleve am Sonntag erst verspätet über die Bühne gehen. Der Unparteiische hatte die Kicker zurückgeschickt. Der Grund: Die Stutzen müssen die Schienbeinschoner laut Regelwerk komplett abdecken. Weil die Klever daran nicht gedacht hatten, musste nachjustiert werden. Trainer Umut Akpinar und viele Zuschauer in der Eroglu-Arena zeigten sich verärgert über die Penibilität des Schiedsrichters. Um solche Missverständnisse zu vermeiden, sollten die Rot-Blauen fortan die Regeln gleich beachten.