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Fußball-Oberliga: 1.FC Kleve bei TuRU Düsseldorf

Fußball : Zur Standortbestimmung nach Düsseldorf

Fußball-Oberliga Niederrhein: TuRU Düsseldorf - 1. FC Kleve (Mittwoch, 19.30 Uhr). Nach dem Traumstart fahren die Rot-Blauen zu einem Liga-Favoriten. Das Erfolgsrezept von Trainer Umut Akpinar: „Jeder muss ans Limit gehen.“

Von Maarten Oversteegen

Es gibt Tage, an denen gelingt schlichtweg alles. Dass diese selten sind, liegt auf der Hand. Dass ein solcher dem 1. FC Kleve aber ausgerechnet am Sonntag des Oberliga-Auftaktes zuteil wurde, war ein Glücksfall. Könnte man meinen. Trainer Umut Akpinar aber sieht darin keinen Zufall: „Hilden hat uns alles abverlangt. Aber wir haben auch zu jedem Zeitpunkt Druck gemacht und sind nie vom Gaspedal gegangen“, erklärt er. Damit nun erneut die dreifache Punkteausbeute gelingt, braucht es auswärts bei TuRU Düsseldorf wieder einen perfekten Abend. „So gut das Spiel am Sonntag auch war, wir haben noch genügend Verbesserungspotential gesehen“, sagt ein obligatorisch bescheidener Übungsleiter. Im Topspiel darf er dann wieder auf die Leistung von Offensiv-Akteur Pascal Hühner setzen, der gegen Hilden gesperrt ausfiel. Das Hangelenk von Schlussmann Ahmet Taner ist dahingegen weiterhin angeschwollen, weshalb Andre Barth nochmals zwischen den Pfosten stehen wird. Er zeigte am Wochenende eine tadellose Vorstellung.

Die Kicker aus der Landeshauptstadt starteten ebenfalls erfolgreich in die neue Spielzeit – wenn auch nur knapp. Mit 2:1 waren sie dem Mitaufsteiger FSV Duisburg überlegen. Doch eine Schwäche dürfte würde die Akpinar-Kicker besonders interessant sein, die alle drei Tore gegen den VfB nach Standards erzielten: Gegen die Duisburger zeigte sich die Elf von Samir Sasic nämlich unsicher bei ruhenden Bällen. Ohnehin habe der Trainer großen Respekt vor den Rot-Blauen: „Ich glaube, dass nur wenige Vereine aus der Oberliga eine Landesliga-Saison hinlegen können, wie es Kleve im vergangenen Jahr getan hat. Sie waren ein sehr würdiger Aufsteiger“, sagt Sisic. Einen Favoriten sehe er in diesem Spiel nicht, am zweiten Spieltag handelt es sich eher um eine Standortbestimmung.  Die Elf von Sisic geht in die siebte Saison in der fünfthöchsten Spielklasse. Zuletzt schlossen sie das Jahr auf einem enttäuschenden 14. Rang ab.

Zu einem besonderen Spiel kommt es an der Feuerbachstraße für den neuen Klever Linksverteidiger Fatih Duran. Sieben Jahre lang trat er für TuRU gegen den Ball und erinnert sich gerne an diese Ära: „Es waren wirklich erfolgreiche Jahre dort. Nur um etwas Neues kennenzulernen, zog es mich damals nach Baumberg“, sagt Duran. Nach seinem Abschied spielte er nie wieder bei den Blau-Weißen und prognostiziert nun ein „Duell auf Augenhöhe“, wenngleich man die Gastgeber nicht unterschätzen darf: „Düsseldorf ist oberligaerfahren“, sagt der 31-Jährige. Um dem standzuhalten, braucht Kleve dann wieder einen richtig guten Tag.