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Fußball-Oberliga: 1. FC Kleve will Spektakel gegen Hilden wiederholen

Nach 3:0 im Hinspiel : FC Kleve will das Spektakel wiederholen

Das Hinspiel gegen den VfB Hilden verlief für den Klever Fußball-Oberligisten nach Maß. Am Sonntag soll der zweite Streich folgen.

Die Hinrunde ist durch, 25 Punkte sind auf dem Konto des 1. FC Kleve und der achte Tabellenrang gefestigt. Da war es für Übungsleiter Umut Akpinar eine willkommene Gelegenheit, bei der Gala „Made in Kleve“ auf das Fußballjahr 2018 zurückzublicken. Moderatorin Anne van Eickels stellte ihn als „Friedhelm Funkel des 1. FC Kleve“ vor, der sowohl als Spieler als auch als Trainer mit dem Bresserberg-Klub aufgestiegen ist. Ein gewohnt bescheidener Akpinar wies den Vergleich zwar zurück, stellte aber gleich klar: „Einen Punkt in München würde ich schon gerne mal mitnehmen.“ Die Lacher waren auf der Seite des Erfolgstrainers, der sogleich allerdings wieder die Stärken seines Teams vorstellte: „Ich habe eine charakterstarke, saubere, ehrgeizige und kerngesunde Mannschaft. Das sind alles Faktoren, die selbstverständlich klingen, das aber nicht sind.“ Mit dem bisherigen Saisonverlauf sei er zufrieden, fokussiere sich aber vollends auf den Nicht-Abstieg.

Dazu beitragen würde ein punktreicher Ausflug zum VfB Hilden. Das Team von Marc Bach liegt vier Zähler und vier Plätze hinter den Schwanenstädtern. Der Start der Schwarz-Weißen war ein Totalausfall; durch drei Niederlagen und ein Remis sortierte man sich weit unten in der Tabelle ein. In der Folge aber blies der VfB zur Aufholjagd. Nun steht seit acht Spielen nur eine Niederlage zu Buche.

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„Hilden ist ein wirklich sehr guter Gegner, das zeigen die letzten Ergebnisse“, sagt Akpinar. Seine Spieler aber wissen sehr genau, wie man den VfB schlägt. Der Auftakt in die Oberliga-Saison gelang gegen die Bach-Elf in Perfektion: unter strahlendem Sonnenschein und der Beobachtung dicht gefüllter Reihen in der Getec-Arena gelang ein überzeugender 3:0-Erfolg und damit ein euphorisierender Start. Nun will Hilden Revanche: „Wir bereiten uns intensiv vor und wollen im Heimspiel drei Punkte holen, damit wir etwas entspannter in das letzte Spiel vor Weihnachten gehen können“, sagt Marc Bach, um anzufügen: „Der Stachel sitzt bei mir immer noch tief.“

Die Klever präsentierten sich zuletzt auswärts in Schonnebeck stark. Trotz drückender Überlegenheit musste der FC den Rückstand hinnehmen, zwei Treffer des Top-Torjägers Levon Kürkciyan reichten aber für einen verdienten 2:1-Sieg. Erheblich beigetragen haben dürfte auch die personelle Auswahl: nachdem monatelang Ausnahmezustand bei der Belegschaft herrschte, verfügt Akpinar nun wieder über Optionen. Zwar ist Jan-Luca Geurtz noch gesperrt und Konrad Kaczmarek sowie Fatih Duran sind verletzt. Torhüter Ahmet Taner trainiert wieder mit, voraussichtlich wird aber erneut Bjarne Janßen, der zu einem sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten avanciert ist, zur Startelf gehören.

Doch Pascal Hühner kehrt von seiner Sperre zurück und ermöglicht dem FC die Qual der Wahl: auf den offensiven Halbpositionen schenkte Akpinar gegen Schonnebeck Niklas Klein-Wiele und Michel Wesendonk das Vertrauen. Nun könnte Hühner hineinrotieren. Im Sturm durften sich als Stammspieler in den vergangenen Wochen Kürkciyan und überraschend auch Jannis Altgen fühlen, Yusuke Unoki übt Druck auf das Duo aus. Klar ist aber: Konkurrenz belebt das Geschäft und schärft die Sinne. Das dürfte gegen den VfB, der Wiedergutmachung will, auch nötig sein.