Fußball-Oberliga Die Ergebniskrise des 1. FC Kleve hält an

Kleve · Der Gastgeber ist beim 1:2 im Heimspiel gegen TVD Velbert zwar die deutlich bessere Mannschaft. Doch im Abschluss fehlt dem Team von Trainer Umut Akpinar die Genauigkeit.

 Der 1. FC Kleve, hier Calvin Top (links), ist seit Ende Februar ohne Sieg.

Der 1. FC Kleve, hier Calvin Top (links), ist seit Ende Februar ohne Sieg.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Die Ergebnisflaute des Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve hält an. Am Ostermontag unterlag das Team von Trainer Umut Akpinar in der heimischen Eroglu-Arena gegen den Tabellennachbarn TVD Velbert mit 1:2 (0:1). Und das, obwohl die Rot-Blauen vor 300 Zuschauern dominant agierten. Doch im Abschluss mangelte es an Kaltschnäuzigkeit, während die Gäste ihre Chancen äußerst effektiv nutzten. So sind die Klever weiter seit Ende Februar ohne Sieg. „Der Endstand spiegelt das Ergebnis wieder einmal nicht wider. Lange Zeit haben wir richtig gut gespielt. Wir müssen im Torabschluss nun dringend besser werden, vielleicht auch noch mehr Gier in den entscheidenden Momenten zeigen“, sagte Akpinar.

In der Innenverteidigung bot der Coach erneut Maxwell Bimpeh auf, der an der Seite von Routinier Nedzad Dragovic kickte. Die Rot-Blauen begannen engagiert. Offensivakteur Niklas Klein-Wiele (7.) versuchte es mit einem Freistoß aus der Distanz, doch sein Schuss war zu unplatziert. Wenig später schloss Luca Thuyl aus dem Rückraum ab – der Ball landete vor den Füßen von Angreifer Danny Rankl (9.), der aus wenigen Metern verpasste. Auch Niklas Klein-Wiele (20.) hätte für die Führung sorgen können. Von den Gästen kam derweil in der Anfangsphase überhaupt gar nichts. Die Partie war bemerkenswert einseitig. Danny Rankl (24.) hätte unbedrängt treffen können, gegen Luca Thuyl (33.) klärte der Gast auf der Linie. So schien das 1:0 sehr nahe.

Doch es kam anders. Plötzlich witterte der TVD Velbert nach einigen leichtfertigen Fehlern des 1. FC Kleve Morgenluft. Calvin Top klärte noch auf der Linie, ehe Ishmael Schubert-Abubakari (38.) aus wenigen Metern zur Führung traf, die zu diesem Zeitpunkt unverdient war. „In den ersten 37 Minuten haben wir es richtig gut gemacht. Dann ist es unsere Fehlerkette, die den Gegner einlädt. Besonders stört mich, dass wir danach nicht die richtige Reaktion gezeigt haben. Stattdessen hätten wir sogar noch das 0:2 oder 0:3 kriegen können, weil wir unaufmerksam sind. Das darf uns so nicht passieren“, so Akpinar.

Nach dem Wechsel positionierte sich der TVD Velbert tief in der eigenen Hälfte, dem 1. FC Kleve fehlten anfangs die Ideen. Erst die Einwechselung von Younes Mouadden, der nach 54 Minuten für Mike Terfloth in die Partie kam, brachte ein wenig neuen Schwung. So konnte Danny Rankl (58.) unter Beweis stellen, aktuell in Bestform zu sein. Thuyl bediente den 33-Jährigen im Strafraum mit einer maßgenauen Flanke, Rankl köpfte gegen die Laufrichtung des Velberter Schlussmanns zum Ausgleichstreffer ein. Es schien, als sei der 1. FC Kleve auf bestem Wege, die Partie noch zu drehen.

Doch erneut folgte eine kalte Dusche. Der Velberter Fabio di Gaetano köpfte an die Latte, der Ball kullerte vor die Füße von Maik Bleckmann (67.), der die Klever mit dem 1:2 strafte. Erneut gab die Hintermannschaft ein schlechtes Bild ab. „Dieses Gegentor passt in das Bild der vergangenen Wochen. Mit einem einfachen Fehler geben wir das Spiel aus der Hand. Das darf uns so einfach nicht passieren“, sagte Umut Akpinar.

In der Folge drückte der 1. FC Kleve noch einmal auf den Ausgleich, ohne hochkarätige Chancen herauszuspielen. In den Schlussminuten kickten die Rot-Blauen sogar noch in Überzahl, weil der Velberter Alex Fagasinski (87.) wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Die Klever aber konnten daraus keinen Nutzen ziehen. Eine Direktabnahme von Danny Rankl (90.) landete in den Armen von Torwart Lukas Lingk. Durch die Niederlage rutscht der 1. FC Kleve auf Tabellenplatz sechs an. Und am kommenden Sonntag, 15 Uhr, wartet die schwierige Partie gegen den Spitzenreiter 1. FC Bocholt.