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Fußball-Oberliga: 1. FC Kleve startet in die Vorbereitung auf den Rest der Rückrunde.

Fußball : Der Klassenkampf geht weiter

Fußball: Umut Akpinar bat die Spieler des 1. FC Kleve zum ersten Training im jungen Jahr. Ein Neuzugang stieß zum Kader des Oberligisten.

Die Rot-Blauen vom Bresserberg haben eine beachtliche Hinrunde hingelegt: 28 Punkte sind auf dem Konto verbucht, Spielführer Fabio Forster und Co. überwinterten als Aufsteiger auf dem sechsten Rang. Ein Hinrundenendspurt mit zehn Punkten aus fünf Partien sorgte für ein komfortables Polster. Zum Auftakt geht es am 17. Februar auswärts beim Lokalrivalen FC Bocholt um drei Punkte. Damit der Rückrundenstart gelingt, bat Übungsleiter Umut Akpinar seine Akteure am Montagabend zur ersten Trainingseinheit nach der Winterpause. „Mein Akku ist wieder voll aufgeladen. In den letzten Tagen hat es wieder gekribbelt, ich wollte unbedingt auf den Platz“, sagt Akpinar. „Jede Einheit bis zum Start ist bereits im Detail geplant. Wir haben viel vor.“

Auch die Oberliga-Spieler bewiesen, mit viel Esprit dem weiteren Saisonverlauf entgegen zu gehen. Fast vollzählig erschienen diese, nur Stürmer Jan-Luca Geurtz fehlte krankheitsbedingt. Torwart Ahmet Taner kehrte auf den Rasen zurück. Sein Ersatzmann Andre Barth, der zuletzt aus privaten Gründen kürzertreten musste, trainierte ebenfalls wieder. So offenbarte sich für Torwart-Trainer Ludger Ferdenhert ein Bild, auf das er lange hatte verzichten müssen: mit Taner, Barth und Bjarne Janßen waren wieder alle drei Schlussmänner an Bord. Nicht noch nicht dabei war hingegen Konrad Kaczmarek.

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Akpinar forderte zur zweistündigen Einheit wie gewohnt viel Einsatz und Ausdauer. Er hatte auf dem Kunstrasenplatz unter Flutlicht einen Rundparcours aufgebaut, den die Spieler mit dem Ball absolvierten; kleinere Sprünge, Sprints, Liegestütze und Dribblings inklusive. „Die Jungs haben über die Weihnachtspause keine Aufgaben mitbekommen. Natürlich erwarte ich, dass sie fit zurückkommen. Bei einem solchen Parcours sehe ich recht schnell, wer schon in guter Verfassung ist“, sagt Akpinar. Drei Durchgänge á 25 Minuten hatte Akpinar vorgesehen, zwischendurch versammelte er seine Mannschaft am Mittelkreis, um die Balltreter einzuschwören und kleinere Übungen ohne Ball durchzuführen.

Nicht nur die Balltreter quälten sich, auch Co-Trainer Lars van Rens gab sich die Ehre. „Das ist doof gelaufen für mich, dass ich ausgerechnet diese Trainingseinheit ausgewählt habe, um mitzumachen“, sagte er. Die Übungen in den kommenden Tagen versprechen allerdings auch keine Wendung hin zur körperlichen Schonung: zwei Mal absolviert der FC Lauftraining im Forstgarten, einmal wird noch mit Ball gekickt, am Freitag geht es zum Spinning. Am Sonntag wartet dann vor heimischem Publikum Regionalligist SV Straelen als Testspielgegner. Ansonsten zeigte sich viel Gewohntes: Pascal Hühner trat als Alleinunterhalter auf, Fabio Forster als gewissenhafter Antreiber. Levon Kürkciyan gab mit Blick auf die Liegenstützen an, von denen er pro Runde zehn Stück machen musste: „Ich könnte auch hundert machen.“ Tim-Maxim Harwardt sorgte für Spott, als er zum wiederholten Mal eine Sprunghürde umrannte. Schlagfertig wusste er sich zu verteidigen: „Das passiert immer nur, wenn du guckst Umut.“ Der Coach nahm es mit Humor, Hühner stutzte seinen Kollegen scherzhaft zurecht: „Wir sind hier nicht mehr bei der zweiten Mannschaft.“

Das Fazit des Trainings: Alles ist so, wie es vor Weihnachten war. Die Stimmung prächtig, Akpinar akribisch, die Spieler eifrig. Doch auch ein neues, junges Gesicht stellte sich vor. Der 18-jährige Nathnael Scheffler kommt vom A-Junioren-Bundesligisten RW Oberhausen, wo er in dieser Spielzeit zu zwei Einsätzen kam. Ursprünglich wurde Scheffler beim 1. FC Kleve ausgebildet, ehe es ihn 2016 zu Arminia Klosterhardt zog. Der Rückkehrer ist polyvalent einsetzbar, vor allem aber im zentralen Mittelfeld beheimatet. „Wir werden ihn an die Mannschaft heranführen. Er kann noch viel lernen und kommt in eine intakte Mannschaft. Wir freuen uns auf ihn“, so Akpinar.