Fußball-Oberliga: 1. FC Kleve gut vorbereitet in die Saison.

Fußball-Oberliga : Die Rot-Blauen sind gewappnet

Fußball-Oberliga: Der 1. FC Kleve rettete sich in der vergangenen Saison am vorletzten Spieltag. Der Kader wurde in der Breite und Spitze verstärkt.

Das ist die Situation beim Oberligisten 1. FC Kleve vor dem Saisonstart am Wochenende.

Trainer: Alles wie gehabt am Klever Bresserberg: Umut Akpinar betreut im dritten Jahr die Erstvertretung der Rot-Blauen. Sein Vertrauter Lars van Rens bleibt Assistent, dazu kommt mit Simon Jansen ein weiterer Co-Trainer von der anderen Rheinseite. Er hatte im vergangenen Jahr ein Praktikum beim FC absolviert, nun bleibt er dem Verein dauerhaft erhalten. Dazu kommt: Mit Till Hagemann hat der Fusionsklub neben Ulrich van Baal einen weiteren Physiotherapeuten gewinnen können. Ludger Ferdenhert bleibt Torwarttrainer.

Kader: Der 1. FC Kleve ist den nächsten Schritt gegangen. Sieben Ergänzungsspieler (Yusuke Unoki, Kosuke Hatta, Jan-Luca Geurtz, Jannis Altgen, Fatih Duran, Konrad Kaczmarek) haben den Verein verlassen, nur Michel Wesendonk war im vergangenen Jahr Stammspieler unter Akpinar. Er kickt nun für seinen Heimatverein und Bezirksligisten TuB Bocholt.

Im Gegenzug hat Kaderplaner Christoph Thyssen acht Akteure an Land gezogen, die auf ein Startelfmandat schielen. Allen voran: Andre Trienenjost. Der 29-Jährige, der jahrelang für den SV Hö.-Nie. und zuletzt für den SV Sonsbeck aktiv war, kommt mit eingebauter Torgarantie. Er wird künftig neben Levon Kürkciyan im Angriff auflaufen und ist der erste klassische „Neuner“ seit Jahren.

Die Neuzugänge Nils Hermsen (SV Hö.-Nie.) und Kai Robin Schneider (SV Sonsbeck) waren in der Vorbereitung auf den defensiven Außenbahnen gesetzt. Ali Hassan Hammoud, Luca Plum, Sebastian Santana und Marvin Ehis sollen auf den offensiven Positionen für Konkurrenzkampf sorgen. Der ist in der Innenverteidigung längst entbrannt. Dort ist Wortführer Nedzad Dragovic gesetzt.

Neben ihm duellieren sich Leslie Rume (von Fichte Lintfort gekommen) und Sebastian van Brakel um den Stammplatz. Rume präsentierte sich in den vergangenen Wochen auf und neben dem Platz als Verstärkung. Im Pokal gegen TuB Bocholt durfte er von Beginn an ran. Sebastian van Brakel aber war unter Akpinar immer ein wichtiger Eckpfeiler, spielte in der vergangenen Saison zudem eine äußerst stabile Runde. Eine regelmäßige Rotation scheint denkbar.

Vorbereitung: In der Vorbereitung zeigte die Elf von Umut Akpinar zwei Gesichter. In den ersten Wochen eilte das Aufgebot von Erfolg zu Erfolg, spielte sich regelrecht in einen Rausch. Die Landesligisten Westfalia Gemen (4:0), Genc Osman (3:0) und die Sportfreunde Hamborn (7:2) wurden überrollt. Dann aber mussten Spielführer Fabio Forster und Kollegen dem körperlich intensiven Programm Tribut zollen.

Gegen den PSV Wesel (2:4) und den SV Schermbeck (2:5) wirkten die Schwanenstädter bisweilen erschöpft. Dennoch sagt Fabio Forster: „Ich sehe uns auf einem guten Weg.“ Verletzt kehren Abdullo Saidov, Sebastian Santana und Marvin Ehis aus der Sommerpause zurück. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) geht es gegen den FC Kray los.

Ziele: Für die Fusionsklub-Mannschaft soll es in der Spielzeit 2019/2020 nur um den Klassenerhalt gehen. „Wir wollen es so schnell wie möglich schaffen. Dafür sind wir gut vorbereitet. Auch, wenn die Liga noch ausgeglichener geworden ist“, sagt Akpinar. Kapitän Forster sehnt ebenfalls einer deutlich früheren Rettung als im vergangenen Jahr entgegen. Ein weiteres Ziel dürfte die Integration der Nachwuchsspieler Sezai Kezer, Christian Emmers, Tim Harwardt und Nathnael Scheffler ins Team sein. Insbesondere der Letztere bietet sich an.

Konkurrenz: Die Oberliga Niederrhein hat sich verstärkt. Mit dem SV Straelen und dem 1. FC Bocholt peilen zwei Vereine den Aufstieg in die Regionalliga an. Die Westmünsterländer haben dafür gleich mehrere namhafte Kicker gewinnen können, darunter Maurice Exslager, der bereits für den MSV Duisburg und den 1. FC Köln auflief. Auch die Spielvereinigung Schonnebeck hat seine sportlichen Ambitionen auf dem Transfermarkt untermauert. Der TVD Velbert ist ein starker Aufsteiger, Gleiches gilt für den FC Kray. „Die Liga wird richtig interessant“, sagt Akpinar. Die Sportfreunde Baumberg, Germania Ratingen und die SSVg Velbert sind im Kreis der Favoriten ebenfalls gesetzt. Für die Sportfreunde Niederwenigern, den SC Velbert und den Cronenberger SC dürfte es schwer werden, sich in der fünfhöchsten Spielklasse zu halten.

Der Kader des 1. FC Kleve (oben von links) : Trainer Umut Akpinar, Levon Kürkciyan, Niklas Klein-Wiele, Fabio Forster, Mike Terfloth, Nils Hermsen, Kai Robin Schneider, Nedzad Dragovic, Andre Trienenjost, Torwarttrainer Ludger Ferdenhert; (Mitte von links) Co-Trainer Simon Jansen, Co-Trainer Lars van Rens, Luca Plum, Sezai Kezer, Sebastian van Brakel, Christian Emmers, Tim Haal, Leslie Rume, Sebastian Santana, Physiotherapeut Ulrich van Baal, Physiotherapeut Till Hagemann; (vorne von links) Nathnael Scheffler, Abdullo Saidov, Ali Hassan Hammoud, Andre Barth, Ahmet Taner, Bjarne Janßen, Tim Harwardt, Marvin Ehis, Pascal Hühner. Foto: Verein

RP-Prognose: Den Klassenerhalt wird der 1. FC Kleve ohne jede Zweifel schaffen. Realistisch dürfte ein Platz im Tabellenmittelfeld sein. Dafür aber können sich die Rot-Blauen keine Durststrecken wie im vergangenen Jahr erlauben. Doch die Mannschaft folgt Umut Akpinar blind, auch das Gefüge in der Mannschaft stimmt.