Fußball-Oberliga: 1. FC Kleve empfängt 1.FC Monheim.

Fußball-Oberliga : FC will das eigene Spiel aufzwingen

Der Oberligist 1. FC Kleve trifft am Samstag, 15 Uhr, auf den 1. FC Monheim – der erste Verfolger von Klassenprimus SV Straelen.

Es schien auf den ersten Blick nur ein Mitglied des Tross des Oberliga-Klubs 1. FC Kleve zu geben, der in der vergangenen Woche im Nachgang des 0:0-Remis beim FC Kray wirklich unzufrieden war: Trainer Umut Akpinar. Die Kicker um Spielführer Fabio Forster gaben sich durchaus zufrieden mit dem Punkt in der Fremde. Es waren die Gastgeber, die zum Spielende dem entscheidenden Treffer näher waren. Akpinar aber war pikiert, rang um Fassung, gab sich im Pressegespräch dann aber doch nüchtern. Nun sagt er: „Es ist uns in Kray nicht wie in der jüngsten Vergangenheit gelungen, unser Spiel aufzudrücken. Wir kamen nicht in den Rhythmus und waren nicht abgeklärt genug. Ich bin aber nicht total unzufrieden.“

Gegen den Tabellenzweiten des 1. FC Monheim soll´s nun besser werden. Das aber wird eine ungleich schwerere Aufgabe: „Monheim spielt eine richtig starke Runde, sie stehen zurecht so weit oben. Sie lassen wenig zu und sind vorne sehr effektiv“, sagt Umut Akpinar. In dieser Spielzeit unterlag die Mannschaft von Trainer Dennis Ruess erst zwei Mal, gegen Germania Ratingen und die Sport- und Spielvereinigung Velbert. Und dennoch: Zwar ist Monheim der erste Verfolger des Spitzenreiters SV Straelen, eine Chance auf die Oberliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga aber besitzen sie kaum mehr. Die Grün-Gelben haben sich in den vergangenen Monaten einen Vorsprung von dreizehn Zählern herausgespielt.

Die Begegnung mit Monheim ist für den 1. FC Kleve die letzte in diesem Jahr. Da die Rot-Blauen am Samstagabend zur Weihnachtsfeier zusammenfinden, findet diese nicht wie ursprünglich angesetzt am Sonntag, sondern Tags zuvor statt.Die Winterpause dürfte den Klever Kickern sicher entgegenkommen. Immerhin blicken diese auf turbulente Monate zurück. Neben den bisher 18 Ligaspielen rückten sie auch im Niederrheinpokal bis ins Halbfinale vor. Dazu kommt: Viele Spiele waren insbesondere emotional kräftezehrend. Zwei Beispiele: Gegen ETB SW Essen schoss Sebastian van Brakel in der sechsten Minute der Nachspielzeit den 3:2-Führungstreffer, gegen den Lokalrivalen aus Bocholt glichen die Klever in der 94. Minute aus. Außer Frage steht: Die Rot-Blauen boten ihrem Anhang im bisherigen Saisonverlauf eine ganze Menge. Umut Akpinar aber erklärt: „An die Winterpause will ich jetzt noch nicht denken. Ganz ehrlich: Ich freue mich richtig auf das Topspiel gegen Monheim. Wir müssen unser Spiel aufzwingen, verstecken brauchen wir uns auf jeden Fall nicht, gegen überhaupt keinen Gegner.“

Personell sieht´s auf Klever Seite unverändert gut aus: Neben den Rekonvaleszenten Nils Hermsen und Andre Trienenjost muss Trainer Akpinar keine Ausfälle kompensieren. Auch Marvin Ehis, vor der Saison vom Landesligisten Fichte Lintfort an den Bresserberg gewechselt, kämpft sich näher an seinen ersten Saisoneinsatz heran. Fürs Spiel gegen Monheim stünde er zwar noch nicht zur Verfügung, erklärt Akpinar. Nach der Winterpause aber kehrt er zurück. Der Außenbahnspieler hatte im Frühjahr dieses Jahres einen Kreuzbandriss erlitten. „Marvin steigert sein Pensum kontinuierlich. So bekommt er immer mehr Sicherheit. Nach einem Kreuzbandriss ist´s häufig eine Kopfsache, da ist man in Zweikämpfen schonmal vorsichtiger. Für Spielpraxis ist es aber noch zu früh“, sagt Akpinar.