Fußball-Oberliga Niklas Klein-Wiele erneut der Held des 1. FC Kleve

Kleve · Der Mittelfeldakteur erzielte in den Nachspielzeit das 1:1 des Fußball-Oberligisten gegen den 1. FC Bocholt – nicht nur deshalb wiederholt sich die Geschichte.

 Trainer Umut Akpinar hat einige Personalsorgen.

Trainer Umut Akpinar hat einige Personalsorgen.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Seit Ende Februar hat der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve nun nicht mehr gewonnen. Dennoch feierten die Fans ihre Mannschaft am Sonntag, als hätte sie den Erzrivalen 1. FC Bocholt besiegt. Die Ekstase hätte nach dem Schlusspfiff nicht größer sein können. Schließlich traf Offensivakteur Niklas Klein-Wiele in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch zum 1:1 gegen den bisherigen Spitzenreiter.

Es war nicht das erste Mal, dass Niklas Klein-Wiele zum Derby-Helden des 1. FC Kleve avancierte. Der 28-jährige Angreifer, der in dieser Saison bereits zwölf Treffer erzielt hat, sorgte auch im November 2019 für einen umjubelten Ausgleichstreffer kurz vor Schluss. Die Parallelen zu der Partie sind bemerkenswert: Auch damals wurde Tim Haal wie jetzt am Sonntag des Feldes verwiesen, Niklas Klein-Wiele traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:1. In der 86. Minute waren die Bocholter in Führung gegangen.

Kleves Trainer Umut Akpinar war nicht nur stolz auf seinen Offensivakteur, sondern auch auf die Klever Anhänger unter den knapp 1000 Zuschauern in der Eroglu-Arena. „Bis zum Schlusspfiff haben unsere Fans alles gegeben. Das machen sie Woche für Woche. So sind die Heimspiele immer ganz besonders“, so Akpinar. Auch nun schien der Funke wieder von den Rängen auf die Mannschaft überzuspringen. Und es war nicht das erste Mal, dass der 1. FC Kleve eine spät noch gedreht hat. Die entsprechende Mentalität kann man dem Team um Kapitän Fabio Forster keineswegs absprechen, abschreiben sollte man die Rot-Blauen nie.

Coach Akpinar hat wieder einige Personalsorgen. Kurz vor der Partie gegen den 1. FC Bocholt war klar, dass Mittelfeldspieler Luca Thuyl passen muss. Der 24-Jährige hatte sich eine Verletzung in der Gesäßmuskulatur zugezogen. Unter der Woche hatte er bereits beim Training ausgesetzt. „Wenige Stunden vor dem Spiel haben wir gesagt: Das macht keinen Sinn“, sagt Akpinar.

Angreifer Danny Rankl war am Freitagabend beim Training umgeknickt. Dennoch stand der Routi­nier am Sonntag 96 Minuten auf dem Platz. „Er musste das Abschlusstraining abbrechen. Danny hat dann im Spiel auf die Zähne gebissen“, so der Trainer. Mike Terfloth war während der Partie auf die Hüfte gefallen, der Mittelfeldspieler musste kurz vor der Pause ausgewechselt werden. Stürmer Younes Mouadden kam für Mike Terfloth in die Partie. Tim Haal (Gelb-Rote Karte) und Calvin Top (fünfte Gelbe karte) sind im nächsten Spiel gesperrt.

Und auch mit Blick auf die zweite Mannschaft des 1. FC Kleve musste Akpinar sich Gedanken machen. Alle Akteure, die am Sonntag für das Oberliga-Team auf dem Platz standen, dürfen im Saisonfinale nämlich nicht mehr in der Bezirksliga-Mannschaft aushelfen, die um den Klassenerhalt kämpft. Zuletzt waren dort etwa Frederik Meurs, Christian Emmers oder Luca Plum mit von der Partie. „Hinzu kam, dass wir die Fünf-Tage-Regel beachten mussten. Akteure, die am Sonntag gegen den 1. FC Bocholt dabei waren, dürfen am Freitag nicht mehr mitspielen, wenn die zweite Mannschaft gegen den SV Walbeck antreten muss“, so der Coach.

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