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Fußball: Niklas Klein-Wiele erlöst den 1. FC Kleve gegen Schwarz-Weiß Essen

Fußball-Oberliga : Niklas Klein-Wiele erlöst den 1. FC Kleve

Die Mannschaft setzt bei ETB Schwarz-Weiß Essen ein sportliches Ausrufezeichen. Kurz vor Schluss trifft das Team von Trainer Umut Akpinar zum entscheidenden 1:0. Die Rot-Blauen sind im oberen Tabellendrittel angekommen.

Der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve hat den ersten Auswärtserfolg der noch jungen Saison eingefahren. Beim „Oberliga-Dino“ ETB Schwarz-Weiß Essen setzte sich das Team von Trainer Umut Akpinar mit 1:0 (0:0) durch. Offensivakteur Niklas Klein-Wiele sorgte nach 89 Minuten vor 300 Zuschauern im altehrwürdigen Uhlenkrug-Stadion für den entscheidenden Treffer.

Nach der Partie feierten die mitgereisten Klever Fans die Akteure auf dem Platz, allen voran Torschütze Niklas Klein-Wiele und Trainer Umut Akpinar. „Meine Spielanalyse muss ich deutlich unterteilen. In der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden. Viel mehr will ich dazu gar nicht mehr sagen. Das haben wir in der Kabine klar angesprochen und dann den Schalter umgelegt. Im zweiten Durchgang haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, da mache ich meiner Mannschaft ein Kompliment“, sagte Umut Akpinar nach dem Schlusspfiff.

Die Gastgeber starteten dominant in die Partie, der 1. FC Kleve lauerte auf schnelle Konter. Essens Mohamed Cisse (11.) schoss nur knapp am Tor vorbei, im Gegenzug landete ein Abschluss von Kleves Kai Robin Schneider an der Latte. Yassin Merzagua (12.) zwang Kleves Torhüter Ahmet Taner zu einer sehenswerten Parade.

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Auch Abwehrchef Nedzad Dragovic (21.), der es aus der Distanz versuchte, hätte für die frühe Führung in einer höchst unterhaltsamen Partie sorgen können. Danny Rankl (22.) traf den Ball nach Vorarbeit von Niklas Klein-Wiele aus kurzer Distanz nicht. Ohnehin zeigt sich, dass der 32-jährige Stürmer noch Zeit benötigt, zu seiner Form zu finden. „Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht das gespielt, was wir vorher besprochen haben. Dennoch haben wir vor der zweiten Halbzeit ganz klar gesagt, dass wir auf Sieg spielen wollen“, sagte Umut Akpinar.

Die Rot-Blauen kamen tatsächlich verbessert aus der Kabine, ohne jedoch allzu viele Gelegenheiten herauszuspielen. Der Ball zirkulierte viel im Mittelfeld. Essens Marcello Romano (47.) schoss an die Latte, nach 83 Minuten köpfte der 20-Jährige knapp übers Tor. Allzu viele weitere Höhepunkte sahen die Zuschauer im Uhlenkrug-Stadion nicht, die Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. In den Schlussminuten aber drängte sich der Eindruck auf, dass die Klever Akteure deutlich fitter und unverändert bereit sind, weite Wege zu gehen. Niklas Klein-Wiele (84.) köpfte nur wenige Zentimeter vorbei.

Doch wenig später trat der Offensivspieler erneut prominent in Erscheinung. In der letzten Minute der regulären Spielzeit tankte sich der nach 77 Minuten eingewechselte Younes Mouadden sehenswert in den Strafraum und legte quer auf Niklas Klein-Wiele, der nur noch einschieben musste. In der Folge warfen die Essener, die ebenfalls gut in die Spielzeit gestartet waren, nochmal alles nach vorne. In der Vorwärtsbewegung aber fehlte es ETB an Durchschlagskraft. „Ein 0:0 wäre wahrscheinlich auch ein gerechtes Ergebnis gewesen. Doch wir haben nie aufgegeben und sehr gallig nach vorne gespielt. Für diese Leistung haben wir uns belohnt“, sagte Trainer Umut Akpinar.

Der 1. FC Kleve zieht nach dem Auswärtssieg in der Ruhrgebietsstadt in der Tabelle an ETB Schwarz-Weiß Essen vorbei und steht nun auf Platz sieben. In der kommenden Woche wartet dann am Sonntag um 15 Uhr die Heimpartie gegen den FC Essen-Kray.