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Fußball-Landesliga: SV Hö.-Nie. lässt sich den Sieg noch nehmen.

Fußball-Landesliga : Sekunden fehlen zum Sieg

Fußball-Landesliga: SV Hönnepel-Niedermörmter – VfL Rhede 1:1 (0:0) / In der fünften Minute der Nachspielzeit traf der Gast zum Ausgleich. Der optimale Auftakt für den neuen SV-Trainer Thomas von Kuczkowski war dahin.

„Fünf Minuten! Wofür?“, rief Thomas von Kuczkowski am Sonntag ungläubig in Richtung Schiedsrichter, als dieser die Nachspielzeit anzeigte. Die Mannschaft des neuen Hö.-Nie.-Trainers lag da noch mit 1:0 in Führung und hatte über weite Strecken mehr vom Spiel als der Gegner VfL Rhede. Als hätte es der Coach der Schwarz-Gelben geahnt, kassierte sein Team denn aber in der allerletzten Sekunde der Nachspielzeit in Unterzahl noch das 1:1.

Mit kompaktem Mittelfeld und schnellen Angriffen nach Balleroberung wollte Hö.-Nie. am Sonntag das Heimspiel gegen Rhede für sich entscheiden. Ein Matchplan, der die meiste Zeit gut aufging. Im ersten Durchgang hatten die Schwarz-Gelben einige gute Gelegenheiten zur Führung, scheiterten aber jeweils vor dem Tor der Gäste.

So konnte Murat Kara (16.) eine Quervorlage von Nils Hermsen nicht verwerten, und setzte in der 24. Minute einen Kopfball nach Flanke von Peter Mayr knapp neben den linken Pfosten. Auch Flügelspieler Hermsen ließ im ersten Durchgang zwei gute Chancen ungenutzt. Rhede auf der anderen Seite konnte bis zur Pause kaum für Gefahr im Hö.-Nie.-Strafraum sorgen.

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Auch im zweiten Durchgang lief es zunächst besser für die Heimmannschaft: Edin Husic, der dem Spiel der Schwarz-Gelben in der Zentrale einige Stabilität verlieh, staubte den Ball in der 55. Spielminute zur 1:0-Führung ab. Hö.-Nie. blieb am Drücker und kam zu einer weiteren Gelegenheit durch Hermsen, bevor Rhede Mitte der zweiten Hälfte Hö.-Nie.-Torwart Dominik Weigl erstmals ernsthaft testete: Kurz vor der Strafraumgrenze gab es Freistoß für die Gäste, und Weigl musste den Schuss vom eingewechselten Meikel Junker aus dem unteren Eck fischen.

Hö.-Nie. antwortete mit einem hohen Ball in die Spitze auf den eingewechselten Mevlüt Furkan Celik, der sich erfolgreich gegen seine Gegenspieler behauptete, den Abschluss jedoch über die Latte setzte. Auf der anderen Seite musste Weigl einen Kopfball von Junker parieren, bevor Celik der Rheder Abwehr erneut das Leben schwer machte und diesmal auch traf. Die Hausherren lagen sich schon in den Armen, als der Schiedsrichter den Treffer zum 2:0 nach Verständigung mit einem Linienrichter aberkannte.

Dennoch in Rückstand, erhöhte Rhede den Druck und kam in der Schlussphase auch besser über außen durch. In der 86. traf Rhedes Junker per Kopf den Außenpfosten, bevor Yannik Oenning dem SV-Keeper im Nachschuss eine starke Parade abverlangte.

In der 88. geriet Hö.-Nie. in Unterzahl, weil Celik Gelb-Rot wegen Handspiels kassierte. Wütend ging der Stürmer vom Platz, sah sich im Moment des Handspiels deutlich hinter der Torauslinie. In Unterzahl gingen die Hausherren in den Verteidigungsmodus und konnten die anstürmenden Rheder auch bis kurz vor Schluss abwehren – in letzter Sekunde erreichte jedoch eine Flanke Meikel Junker, der aus kurzer Distanz zum Ausgleich einköpfte.

Angepfiffen wurde danach nicht mehr, und bei den Hausherren war Enttäuschung über den späten Gegentreffer zu erkennen, als sie das Spielfeld verließen. Trainer Thomas von Kuczkowski, der sein erstes Ligaspiel mit Hö.-Nie. bestritt, konnte der Partie dennoch einiges Positives abgewinnen: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Unser Matchplan ist aufgegangen. Wir haben den Gegner über 70 Minuten beherrscht und gute Möglichkeiten gehabt, auch in der ersten Halbzeit und nach dem Führungstor.“ Die Verwertung der Chancen hätte jedoch besser sein können, so der Coach, und in der Schlussphase sei man ins Schwimmen gekommen: „Da hat Rhede uns die Bälle um die Ohren gehauen.“