Fußball-Landesliga: SGE Bedburg-Hau holt Punkt gegen VfL Rhede.

Fußball : Deckers sichert Punkt in Nachspielzeit

Fußball-Landesliga, Gruppe 2, SGE Bedburg-Hau – VfL Rhede 3:3 (1:2) / Erster Landesliga-Punkt für den Fusionsklub.

Bei Fritz-Walter-Wetter kamen die 285 Zuschauer an der Hasselter Schulstraße am Mittwochabend voll auf ihre Kosten. Die heimische SGE Bedburg-Hau sicherte sich in einer spektakulären Partie gegen den VfL Rhede mit einem 3:3-Unentschieden den ersten Landesliga-Punkt überhaupt in der noch jungen Vereinshistorie.

Die Elf von Trainer Sebastian Kaul erwischte einen Blitzstart: In der vierten Minute setzte sich Robin Deckers mit einem feinen Solo durch, bediente in der Mitte Nicolas Rode, der zum 1:0 vollstreckte. Kurz darauf verpassten Deckers und Falko Kersten, die Führung in die Höhe zu schrauben (9.). Die Gäste aus Rhede antworteten prompt, als Calvin Top mit einer Flanke über rechts Jan-Niklas Haffke fand, der im zweiten Versuch das Leder zum 1:1 versenkte (17.). Danach verloren die Hasselter völlig den Faden, der VfL schaltete und waltete über ihren bärenstarken Spielmacher Marvin Bölting. Florian Hahm scheiterte noch am Pfosten (30.), doch mit einem auf die kurze Ecke getretenen Freistoß sorgte Simon Lechtenberg für das längst verdiente 2:1 (39.). Während Leon Müller für die SGE per Kopf knapp neben den Kasten köpfte (42.), verpasste es Hahm auf der Gegenseite, für klarere Verhältnisse zu sorgen (45.). Nach dem Seitenwechsel konnte der VfL Rhede die Führung dann in die Höhe schrauben: Nach einem leichtfertigen Ballverlust der Platzherren schickte Top den alleinstehenden Lechtenberg, der seinen Doppelpack mit dem 3:1 schnürte (52.). Die Grün-Schwarzen konnten sich in der Folgzeit immer wieder bei ihrem Keeper Jason Olschewski bedanken, der einen höheren Rückstand verhinderte. So folgte dann doch noch das Comeback: In der 79. Minute setzte der eingewechselte Christian Klunder dem am zweiten Pfosten lauernden Kersten in Szene, der per Drehschuss verkürzte (79.). Die Nachspielzeit hatte es in sich: Fünf Minuten waren angezeigt, neun wurden es aufgrund vieler Verletzungsunterbrechungen auf Rheder Seite. In Minute 97 lief Kersten alleine auf das VfL-Gehäuse zu, Torwart Sebastian Kaiser konnte ihn nur noch durch ein Foul stoppen und sah die Gelb-Rote Karte. So war es Deckers, der per Foulelfmeter noch für den wie einen Sieg gefeierten 05er-Zähler sorgte (90.+9).

„Mit der Leistung über 90 Minuten bin ich nicht vollends zufrieden, aber in der letzten halben Stunde haben wir das gezeigt, was uns stark macht: Leidenschaft und Biss“, freute sich SGE-Coach Kaul nach Apfiff.

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