Fußball: Fußball-Landesliga: 1. FC Kleve erwartet Hamborner Löwen

Fußball : Fußball-Landesliga: 1. FC Kleve erwartet Hamborner Löwen

Unterschiedlich ist nach dem Saisonauftakt die Ausgangslage der Landesligisten aus Kleve und Hönnepel vor dem heute Abend anstehenden zweiten Spieltag.

1. FC Kleve - Sportfreunde Hamborn (heute, 19.30 Uhr). Die Mannschaft von FC-Trainer Umut Akpinar hat am vergangenen Sonntag einen insgesamt zufriedenstellenden Start in die neue Saison hinter sich gebracht. Mit den nicht einfachen Begleitumständen (erster Spieltag, Asche in Schwafheim, energisch zupackender Gegner) wurde das Klever Team nach einer nervösen Anfangsphase sehr gut fertig. Je länger die Minuten von der Uhr liefen, desto besser bekam der 1. FC Kleve den letztjährigen Aufsteiger in dessen gewöhnungsbedürftiger Umgebung in den Griff. "Die Einstellung meiner Spieler hat mir gut gefallen", sagte Akpinar nach dem Abpfiff in Schwafheim. Der FC-Coach schien froh darüber zu sein, dass der Einstieg in die Saison mit dem 3:0-Sieg erfolgreich verlaufen war. Jetzt darf die nächste Aufgabe gerne kommen. Mit den Hamborner Löwen erwartet der 1. FC Kleve einen eingespielten Aufsteiger, der nach drei Spielzeiten in der Bezirksliga mit beachtlichen 31 Siegen von Trainer Dietmar Schacht in die Landesliga zurückgeführt wurde. Am Sonntag allerdings verlor der Traditionsclub das Heim-Derby mit 0:1 gegen den FSV Duisburg. "Wir rechnen mit einem Gegner, der seine Auftaktniederlage geraderücken möchte. Von daher sollten wir uns auf ein intensives Spiel einstellen", sagt Akpinar. Er hofft, auf seinen gesamten Kader zurückgreifen zu können. Dazu dürften dann vorbehaltlich des gestrigen Abschlusstrainings auch Tim Haal gehören, der in Schwafheim an Hand und Fuß einiges einstecken musste, wie wohl auch der am Sonntag verletzt pausierende Mike Terfloth. Neu im Klever Kader ist seit dieser Woche Abdullo Saidov, ein 23-jähriger Flüchtling aus Tadschikistan, der in Emmerich wohnt und während eines vierwöchigen Probetrainings die Klever Verantwortlichen überzeugt hat. Der Allrounder mit Oberliga-Erfahrung soll in Kürze spielberechtigt sein.

SV Sonsbeck - SV Hönnepel-Niedermörmter (heute, 19 Uhr). Die "Bullen" hatten gegen Aufsteiger Scherpenberg vor drei Tagen eine gute erste Halbzeit gezeigt und waren nach dem Seitenwechsel durch ein Tor von Lukas Kratzer in Führung gegangen, der gleich mit dem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung für den verletzten Emre Kilic traf. Die Rückkehr von Offensivmotor Stefan Chciuk hatte den "Bullen" im Vergleich zu den letzten Testspielen gut getan, und auch über die Außenbahnen übten die Schwarz-Gelben reichlich Druck aus. Nach dem Führungstreffer ließen die Hausherren jedoch nach und die erstarkenden Scherpenberger drehten die Partie.

Ob Emre Kilic nach seiner Verletzung heute wieder im Sturm mitmischen kann, ist fraglich. Bei Kapitän Stephan Schneider scheint es immerhin wieder bergauf zu gehen: Am Sonntag konnte der angeschlagene Mittelfeldmann bereits wieder 20 Minuten mitspielen. Co-Trainer Andre Trienenjost hatte am Sonntag trotz der Niederlage eine deutliche Steigerung bei seiner Mannschaft gesehen, an die man im heutigen Spiel anknüpfen wolle. Weniger zufrieden zeigte sich am ersten Spieltag Günter Abel, der Coach von Gegner Sonsbeck: "Das Spiel in Sterkrade-Nord war unser schlechtestes Spiel, seitdem ich in Sonsbeck Trainer bin. So viele Fehler haben wir sonst nicht gemacht."

(poe/jehe)