Fußball : SC Auwel-Holt wieder Favoritenschreck

Fußball-Kreisliga A Kleve-Geldern: Es bleibt dabei: Der Sportplatz an der Maasstraße ist ein gefürchtetes Pflaster. Diesmal musste der Kevelaerer SV dran glauben. Der Titelaspirant kassierte mit dem 0:1 seine erste Saisonniederlage.

Durch die 0:1-Niederlage des Kevelaerer SV in Auwel-Holt und dem gleichzeitigen 6:1-Kantersieg gegen Herongen sind die Rinderner „Zebras“ nach dem sechsten Spieltag das einzige Team in der Liga ohne Niederlage. Dank des Auswärtssieges in Geldern kletterte der Uedemer SV auf den zweiten Platz der Tabelle.

Sturm Wissel – Blau-Weiß Herongen 0:5 (0:0). Freunde werden die beiden Trainer der Vereine wohl nicht mehr. Einer Anfrage zur Verlegung seitens der Gastgeber aufgrund der Hochzeitsfeier von Wissels Mittelfeldspieler Andre Janssen am Samstagabend wurde nicht stattgegeben. Und so traten die Gastgeber mit dem „letzten“ Aufgebot gegen den Aufsteiger an. Vier Spieler der Zweiten und ein A-Jugendlicher, der gestern noch die Seniorenerklärung erhielt, standen auf dem Platz. „Und ich musste auch noch ran“, erklärte Marco Schacht nach der Partie. Joachim Böhmer, der zu diesem Thema seinen Standpunkt hatte, erklärte: „Das war ein verdienter Sieg, den wir uns in Durchgang zwei auch in der Höhe verdient haben.“

Blau-Weiß Auwel-Holt – Kevelaerer SV 1:0 (0:0). Die erste Saisonniederlage musste Absteiger Kevelaer in Auwel-Holt hinnehmen. „Die Gastgeber haben verdient gewonnen. Unsere junge Mannschaft kann aus dieser Partie einiges lernen“, zeigte sich KSV-Trainer Ferhat Ökce als fairer Verlierer. Stolz war dagegen sein gegenüber Lars Allofs. „Das war heute eine tolle und geschlossene Mannschaftsleistung“. Das Tor des Tages erzielte Steffen Brimmers in Minute 57.

SV Rindern – Blau–Weiß Herongen 6:1 (5:1). Dank einer furiosen ersten Halbzeit besiegten die „Zebras“ den Gast aus Herongen deutlich mit 6:1. Kosovar Demiri mit Doppelpack sowie Levan Dadiani, Jefferson Gola und Julian Medrow sorgten bis zur 36 Minute bereits für die Vorentscheidung. Simon Ewald gelang nach 43 Minuten der Ehrentreffer. Den Schlusspunkt setzte wieder Rindern durch das 6:1 durch Bernard Alijaj in der Schlussminute. „Das war eine super erste Halbzeit. Danach war wir zu verspielt, aber keinen Vorwurf an die Mannschaft“, erklärte Rinderns Trainer Joris Ernst zufrieden nach dem Match.

GSV Geldern – Uedemer SV 2:3 (1:2). Mit 45 Minuten Verspätung wurde die Partie angepfiffen. Nach dem kein offizieller Unparteiischer den Weg zum Stadion gefunden hatte, einigten sich beide Mannschaften auf einen Schiedsrichter, um die Partie durchzuführen. Von der ersten bis zu letzten Minute war die Partie hektisch, was nicht am gut agierenden Referee lag, sondern an den beiden Mannschaften selbst. Die Gäste gingen dreimal durch Maik Hemmers in Führung, für Geldern trafen nur Erdi Ezer und Erdal Ezer zum zwischenzeitlichen Ausgleich. In Minute 73 sahen Uedems Cahit Erkis und Gelderns Arlind Gashi die Rote Karte. „Alles in Allem war es ein glücklicher Sieg, Geldern hätte eigentlich einen Punkt verdient gehabt. Aber am Ende haben wir die drei Punkte und die nehmen wir gerne mit“, erklärte Uedems Trainer Martin Würzler nach der Partie.

SV Grün-Weiß Vernum – SV Sevelen 6:1 (3:0). Dass Derbys oftmals die ein oder andere Überraschung bereithalten, ist weitgehend bekannt. Auf das 1:6-Debakel des SV Sevelen in Vernum waren aber wohl die Wenigsten vorbereitet. „Das war eine unterirdische Leistung, wir haben verdient verloren“, gestand Sevelens Coach Gunnar Gierschner nach Abpfiff. Philipp Stutzinger (2), Christoph Dickmans, Martin Dönnebrink, Julian Tschada und Gian Luca Antoniazzi trafen für Vernum, Simon van der Sande für den Gast. Sevelens Dennis Schmidt sah früh Rot. „Unter dem Strich waren wir besser und haben verdient gewonnen“, freute sich Sascha Heigl über den Derbysieg.

Union Wetten – TSV Nieukerk 2:3 (2:0). Zunächst lief alles gegen das Team von Wilfried Steeger. Dirk Peters und Kai Hermsen netzten für die Union, TSV-Akteur Mathis Kaufels flog früh vom Platz. In Durchgang zwei sah Wettens Simon Tombergs die Ampelkarte und Nieukerk kam durch Tore von Lukas Bollen, Kai Rietz und Felix Brusius (90.+4). tatsächlich noch zum Sieg. „Rot und 0:2 waren nicht die besten Voraussetzungen für die zweite Halbzeit, doch dann haben wir Moral gezeigt und unsere Wechsel haben gegriffen“, so TSV-Trainer Steeger.

SV Donsbrüggen – Alemannia Pfalzdorf 0:0. „Nach den letzten Wochen fühlt sich das wie ein Dreier an. Wir haben gekämpft und Moral gezeigt“, sagte SVD-Coach Christian Roeskens nach dem Remis gegen die verletzungsgeplagte Alemannia. Auf Seiten der Gäste herrschte Konsternation. „Das war richtig, richtig schlecht. Donsbrüggen war in der Halbzeit schon am Durchpusten und wir haben es trotzdem nicht geschafft, sie hinten auseinanderzuspielen“, ärgerte sich Pfalzdorfs Co-Trainer Peter Franke.

SV Arminia Kapellen-Hamb – SG Kessel/Ho.-Ha. 3:1 (2:0). Beim 3:1-Heimsieg der Arminia avancierte Thomas van de Loo mit drei Treffern zum Matchwinner. Zunächst sorgte er in Halbzeit eins für die 2:0-Führung, dann machte er in der 93. Minute den Deckel drauf. SG-Goalgetter Peter Bodden verkürzte zwischenzeitlich auf 1:2. „Wir hätten das Spiel früher entscheiden können und haben es so noch unnötig spannend gemacht“, zeigte sich Andreas Holla, Trainer der Gastgeber dennoch kritisch. Gilbert Wehmen von den Gästen resümierte: „Wir hatten in der zweiten Halbzeit noch genügend Chancen auf den Ausgleich oder gar mehr. Ein 0:2 Rückstand ist immer schwer aufzuholen.“