Fußball-Kreisliga A Kleve/Geldern Warum die Befürchtungen von Martin Würzler sich nicht bestätigt haben

Uedem · Der Trainer war vor dem Saisonstart skeptisch. Doch der Tabellenzweite Uedemer SV nimmt Kurs auf den Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Martin Würzler ist mit seinem Team sehr zufrieden.

Martin Würzler ist mit seinem Team sehr zufrieden.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Der Uedemer SV verspielte zum Abschluss der Hinrunde durch ein 1:1 in der Heimpartie gegen den TSV Nieukerk zwar die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Kreisliga A Kleve/Geldern. Dennoch ist man im Lager der Gelb-Schwarzen mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden. Einer Niederlage und drei Unentschieden stehen immerhin 13 Erfolge gegenüber. Der Rückstand auf Platz eins beträgt nur einen Zähler. Und was viel wichtiger ist, weil es zwei Aufsteiger gibt: Der Tabellenzweite hat bereits sieben Zähler Vorsprung vor Rang drei. Das Team hält damit klar Kurs auf die sofortige Rückkehr in die Bezirksliga.

„Um ehrlich zu sein, habe ich nicht mit einem so positiven Saisonverlauf gerechnet“, sagt Trainer Martin Würzler, der im sechsten Jahr für das Team verantwortlich ist. Denn nach dem Abstieg hatte Würzler im Sommer noch eher skeptisch auf die neue Saison geblickt. Aufgrund der nur sehr kurzen Pause zwischen den beiden Spielzeiten befürchtete der Übungsleiter eine körperliche und geistige Müdigkeit seiner Akteure. Zudem galt es, sieben neue Spieler ins Team zu integrieren und auch die andere Liga erst wieder anzunehmen.

„Die Mannschaft hat meine Befürchtungen vollkommen widerlegt. Von Beginn an hat die Einstellung beim gesamten Kader gestimmt. Wir haben die neuen Akteure gut integriert und uns auch spielerisch wieder ein Stück weiterentwickelt“, sagt Würzler. Lediglich in der Partie gegen den SV Sevelen sei die Mannschaft überhaupt nicht in Tritt gekommen, die Niederlage sei deshalb absolut verdient gewesen. Es blieb die große Ausnahme.

In vielen anderen Spielen sei das Team bis zum Ende hin immer sehr geduldig geblieben und habe dann, auch aufgrund seiner guten körperlichen Verfassung die Begegnungen in der Schlussphase noch für sich entscheiden können. Auch der Ausfall von wichtigen Akteuren habe das Team sehr gut kompensiert. Routinier Michael Pietersma zog sich in der Vorbereitung einen Schienbeinbruch zu und fehlt die komplette Saison. Auch Mittelfeldmotor Peter Janßen, der sich am zehnten Spieltag das Sprunggelenk gebrochen und das Syndesmoseband gerissen hat, wird wohl noch einige Monate nicht dabei sein. „Das sind unheimlich wichtige Stützpfeiler, die weggebrochen sind. Doch das Team hat das toll weggesteckt“, sagt Würzler, der deshalb auch ein Stück weit stolz auf seine Mannschaft ist.

Enorm wichtig für den weiteren Saisonverlauf seien jetzt die beiden letzten Partien vor der Winterpause gegen die Sportfreunde Broek­huysen und den SC Auwel-Holt. „Wir wollen sechs Punkte holen. Und dann hat die Mannschaft erst einmal fast fünf Wochen Pause, um Abstand zu gewinnen“, so der Trainer, für den der sofortige Wiederaufstieg jetzt natürlich das Ziel ist. „Etwas anderes kann ich hier in Uedem auch niemanden mehr verkaufen.“

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