Fußball-Kreisliga A: SV Rindern vor dem Start in die Saison.

Fußball : Zebras breiter aufgestellt

Fußball-Kreisliga A: Der Bezirksliga-Absteiger SV Rindern fühlt sich stark genug und will um den Titel mitspielen.

Nur ein einjähriges Gastspiel gab der SV Rindern in der Bezirksliga. Als Meister der A-Liga in der Saison 2017/2018 souverän aufgestiegen, musste die Mannschaft um Trainer Joris Ernst in der höheren Spielklasse dann doch ein ordentlich Lehrgeld zahlen. „Man sagt, dass die Tabelle nicht lügt. Also sind wir auch zurecht abgestiegen“, bringt es der Übungsleiter, der mittlerweile in seine achte Spielzeit als Trainer bei den Zebras gehen wird, auf den Punkt. Die Gründe für den Abstieg sind vielschichtig. Dennoch hebt der Trainer einen davon besonders heraus. „Uns hat es an der nötigen Disziplin gefehlt. Das war so auf dem Platz, wo wir viel zu viele Karten bekommen haben. Aber auch daneben. Das bedeutet, dass zum Beispiel die Trainingsbeteiligung nicht so war, wie ich es mir eigentlich vorgestellt habe. Auch sind wir vielleicht am Anfang der Spielzeit zu euphorisch in die Partien gegangen und mussten dann doch zahlreiche Rückschläge hinnehmen. Und mit den zunehmenden Misserfolgen sind wir auch in eine mentale Negativspirale geraten“, analysiert Ernst rückblickend. Doch das hat der routinierte Coach nun abgehakt und hofft, „dass auch die Spieler den Abstieg verdaut und damit abgeschlossen haben.“ Auch der Vorstand des Vereins sieht den Abstieg nach zuvor erfolgreichen Jahren „nur als kleinen Rückschlag“. Die Infrastruktur am Vereinsgelände an der Wasserburg wird nach der Inbetriebnahme des Kunstrasenplatzes weiter ausgebaut werden. „Der Verein geht seinen Weg weiter. Und das wollen wir als erste Mannschaft auch“, freut sich Ernst über den Rückhalt und sieht ihn auch als Motivation.

Mit einer leicht veränderten Mannschaft werden die Zebras in die neue Spielzeit gehen. Insgesamt sieben externe Neuzugänge, dazu Waldemar Schurr aus der zweiten Mannschaft, gilt es nun für Ernst, nach dem Abgängen von Christian Umbach, Sebastian Verrieth, Lukas Sankowski und Torjäger Daniel Beine, in die Mannschaft zu integrieren. „Ich denke, dass wir in der neuen Saison insgesamt breiter aufgestellt sind als dies im vergangenen Jahr der Fall war. Hauptaugenmerk wird auf jeden Fall auf einem disziplinierten Auftreten der Mannschaft gelegt. Und die Neuzugänge werden uns sportlich mit Sicherheit weiterhelfen“, analysiert Ernst den Kader. Auf die von zahlreichen Trainern erwähnte Favoritenrolle im Meisterschaftskampf angesprochen entgegnet der Trainer: „Wir werden nicht sagen, dass wir um jeden Preis den direkten Wiederaufstieg als Ziel haben. Wir sind aber auch ambitioniert und haben das Selbstvertrauen und die Qualität in der kommenden Saison oben mitzuspielen. Der Rest wird sich zeigen.“ Mit den anderen Teams der Liga hat sich Ernst noch nicht intensiv beschäftigt. „Ich konzentriere mich in erster Linie auf unsere Elf. Aber natürlich sind die Teams aus Pfalzdorf und Kevelaer mit Sicherheit oben dabei. Es gibt aber auch andere die sehr unangenehm zu spielen sind“, werden Ernst und seine Mannschaft auf jeden Fall keinen Gegner in der kommenden Spielzeit unterschätzen.

Auf dem Mannschaftsfoto fehlen: Bernard Alijaj, Chima Ukaegbu, Jefferson Gola, Bahri Kera, Fetah Meta, Pascal Sevenich, Kosovar Demiri.

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