Fußball-Kreisliga A: SV Nütterden mit Abschneiden sehr zufrieden

Fußball : Der SV Nütterden liegt über dem Soll

Der Neuling in der Kreisliga A steht überraschend auf dem fünften Platz. Für Trainer Joachim Böhmer ist der starke Teamgeist ein Grund für das gute Abschneiden. In der Rückrunde sollen einige A-Jugend-Spieler integriert werden.

Die Aufsteiger sorgten in den vergangenen beiden Spielzeiten in der Fußball-Kreisliga A für Furore. In der Saison 2017/2018 marschierte der Kevelaerer SV geradewegs in die Bezirksliga durch. Auf Platz drei landete damals der SC Auwel-Holt – ebenfalls ein Neuling. Ein Jahr später erreichte der SV Herongen als Aufsteiger im Kreisliga-Oberhaus einen beachtlichen vierten Platz.

In dieser Saison hat bislang der SV Nütterden die Rolle des Neulings, der eine überraschend gute Saison spielt, eingenommen. Das Team von Trainer Joachim Böhmer überwintert mit 28 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Der SVN stellt außerdem mit 43 Toren den drittbesten Angriff der Klasse. Kein Wunder also, dass Böhmer wenig Anlass zur Klage hat. „Ein Neuling hat immer das primäre Ziel, nicht direkt wieder abzusteigen. Und deshalb läuft es für uns bisher natürlich sehr gut“, sagt der Coach. Tatsächlich dürfte der SVN in der Rückrunde wohl kaum noch nennenswerte Probleme bekommen, in der Liga zu bleiben. In der vergangenen Saison reichten Union Wetten eben jene 28 Punkte, die Nütterden schon auf dem Konto hat, um sich den Klassenerhalt zu sichern.

Die Schwarz-Weißen haben bislang schon das eine oder andere Ausrufezeichen gesetzt. Die unmittelbaren Tabellennachbarn Kevelaerer SV (1:0) und Grün-Weiß Vernum (4:1) wurden bezwungen. Und das Derby gegen den SV Donsbrüggen wurde mit 3:1 gewonnen. Entscheidend für das gute Abschneiden war für Joachim Böhmer aber der optimale Start in die Saison. Am ersten Spieltag feierte der SV Nütterden einen 4:1-Heimsieg im Duell der Aufsteiger gegen den TSV Nieukerk.

„Nachdem wir die erste Partie direkt gewonnen hatten, war die Euphorie groß. In der Folge haben wir kämpferisch und spielerisch viele gute Leistungen gezeigt“, sagt er. Außerdem habe sein Team auch das nötige Glück gehabt. Einzelne Spieler will der Übungsleiter nicht hervorheben. „Wir haben das als Mannschaft geschafft, die meisten Akteure spielen schon seit vielen Jahren zusammen.“ Der gute Teamgeist habe sich besonders beim Erfolg gegen Kevelaer bemerkbar gemacht. „Da haben wir eine hervorragende Mannschaftsleistung gezeigt, obwohl wir viele Ausfälle hatten“, so Böhmer.

Nichtsdestotrotz gibt es noch einige Arbeit. Gerade zum Ende der Hinrunde zeigt die Formkurve nach unten. Der SVN konnte in den letzten sieben Spielen nur einen Sieg feiern. Ein Grund dafür waren unter anderem Schwächen im Abschluss. „Wir haben zwar relativ viele Tore geschossen, aber es hätten noch einige mehr sein können“, so Böhmer.

Für die Rückrunde hat er unter anderem ein Ziel. „Wir wollen früh ein paar Spieler aus der A-Jugend integrieren, um noch flexibler aufzutreten als bisher“, sagt der Coach. Er fühlt sich mit seinem Team beim Thema Klassenerhalt noch nicht ganz auf der sicheren Seite. „Mindestens 36 oder 37 Punkte muss man haben, damit es kein Zitterspiel wird.“ Diese Marke soll schnell erreicht werden. „Und wenn wir das geschafft haben, wollen wir noch das eine oder andere Top-Team ärgern“, sagt Böhmer.