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Fußball: Kreisliga A Kleve/Geldern startet wohl mit 20 Teams

Fußball : Zwei Staffeln in der Kreisliga A im Kreis Kleve/Geldern ein Thema

Die abgebrochene Saison 2019/2020 ist fast abgewickelt. Die Planungen für die neue Spielzeit haben längst begonnen. Die große Unbekannte ist dabei, wann es losgehen kann. Deshalb werden auch im Kreis Kleve/Geldern mehrere Szenarien entworfen.

Das endgültige Votum zur Wertung der am 13. März abgebrochenen Saison im Fußball-Verband Niederrhein (FVN) steht zwar noch aus. Doch Zweifel daran, dass die von den Gremien erarbeiteten Vorschläge beim außerordentlichen Verbandstag, der am Mittwoch, 24. Juni, ab 19 Uhr virtuell stattfindet, von den Delegierten abgesegnet werden, gibt es eigentlich keine. „Denn es ist alles sehr gut vorbereitet worden“, sagt auch Holger Tripp, Vorsitzender des Fußballausschusses des Kreises Kleve/Geldern.

Das bedeutet für die Ligen des Kreises Kleve-Geldern: In der Kreisliga A wird es zwei Aufsteiger geben, in den beiden Gruppen der Kreisliga B jeweils drei und in der Kreisliga C insgesamt fünf (siehe Infokasten). In der C-Liga schaffen in der Gruppe vier mit dem TSV Wachtendonk-Wankum III und dem SV Veert II zwei Teams den Sprung in die höhere Klasse, weil sie nach der Hinrunde den identischen Punktequotienten aufweisen. Meister werden durch den Abbruch der Saison wegen der Corina-Krise nicht gekürt.

Die Spielzeit 2019/2020 ist somit bis auf den Schlussakkord beim Verbandstag abgehakt. Die Funktionäre sind längst dabei, die Saison 2020/2021 zu planen, was eine Kärnerarbeit ist. Denn derzeit weiß halt noch niemand, wann der Amateurfußball wieder in den Wettkampfmodus schalten kann. Deshalb werden mehrere mögliche Szenarien erarbeitet. Der Verband möchte den Vereinen spätestens in 14 Tagen mitteilen, wann die Spielzeit frühestens beginnen könnte, damit sie ihre Planungen danach ausrichten können. „Wichtig ist bei allem, dass die Mannschaften genügend Zeit haben, sich vernünftig auf die Saison vorzubereiten“, sagt Wolfgang Jades, Vorsitzender des Fußballausschusses im Verband Niederrhein.

Dass die Amateure, wie ursprünglich vorgesehen, schon wieder ab Mitte August um Punkte kämpfen werden, scheint aktuell nicht denkbar zu sein. Doch es gibt verhaltenen Optimismus, dass die Saison im September starten kann. „Wir müssen die weitere Entwicklung zwar abwarten. Doch wer hätte vor fünf Wochen gedacht, dass jetzt im Fußball schon wieder Training oder sogar Testspiele mit 30 Leuten möglich sind“, sagt Jades. Der Verband will, ähnlich wie bei der Diskussion über den Abbruch der Saison geschehen, die Vereine bei der Planung der neuen Spielzeit mit ins Boot nehmen. „Wir werden uns mit den Klubs besprechen und uns ihre Vorschläge anhören, wie die Saison abgewickelt werden könnte, wenn wir wissen, wann wir loslegen können“, sagt Jades.

Holger Tripp will die Vereine im Kreis Kleve/Geldern ansprechen, um zu erfahren, ob alle Teams, die aufsteigen können, in die höhere Klasse wollen. Zudem ist es ja auch möglich, dass Mannschaften sich aus den Klassen, in denen sie bislang gespielt haben, zurückziehen wollen. Bis zum 30. Juni will Tripp in diesen Punkten nach Möglichkeit Klarheit haben.

Stand der Dinge heute ist, dass die Kreisliga A mit 20 Mannschaften starten würde. Deshalb gibt es auch ein Szenario, die Teams auf zwei Staffeln aufzuteilen. „Alles hängt davon ab, wann die Saison beginnen kann. Wenn wir erst Ende September starten können, wird es in der Kreisliga A kaum möglich sein, noch 38 Spieltage abzuwickeln. Denn ich bin kein Freund davon, ständig Begegnungen während der Woche anzusetzen“, sagt Tripp. Das würde dann sicherlich auch für die Oberliga gelten, wo sogar 23 Teams spielen werden, weil nur der SV Straelen die Klasse in Richtung Regionalliga verlässt und gleich sechs Mannschaften aus der Landesliga hochkommen.

Sicher ist, dass der erhöhte Aufstieg nicht dazu führen wird, dass es in der kommenden Spielzeit auch deutlich mehr Absteiger geben wird. „Natürlich ist es das Ziel, dass wir irgendwann in den Ligen wieder die Staffelgrößen haben, die wir zuletzt hatten. Aber das können wir nicht in nur einer Saison schaffen“, sagt Jades.