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Fußball. Erneut ein Heimspiel der SV Hönnepel-Niedermörmter abgesagt

Fußball : Der Acker wird seinem Namen gerecht

Landesligist SV Hönnepel-Niedermörmter muss erneut eine Partie absagen, weil sein Platz unbespielbar ist. Die Begegnung gegen den PSV Wesel kann morgen nicht stattfinden. „Es ist frustrierend“, sagt Vorsitzender Norbert Giesen.

Für Trainer Sven Schützek war die Nachricht keine große Überraschung, die er am Dienstagmorgen vom Vorstand der SV Hönnepel-Niedermörmter erhielt. Die für Mittwochabend geplante Nachholpartie des Fußball-Landesligisten gegen den PSV Wesel musste erneut abgesagt werden. Schützek hatte sich ohnehin keine großen Hoffnungen gemacht, dass er mit seiner Mannschaft weitere Punkte für das Ziel Klassenerhalt würde sammeln können. „Denn dafür sind unsere Plätze derzeit in einem zu schlechten Zustand“, sagt der Übungsleiter, der mit seinem Personal im Abstiegskampf zuletzt auf einem guten Weg war.

Acht Punkte holte die SV Hö.-Nie. in den vier Ligaspielen, die sie im Jahr 2020 austragen konnte. Diese Bilanz sorgt dafür, dass Schützek etwas gelassener mit der Situation umgeht, auch wenn der Landesligist seit Sonntag wieder auf einem Abstiegsrang steht. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt allerdings nur zwei Punkte, wobei der Viertletzte zwei oder sogar drei Partien weniger als die Konkurrenz ausgetragen hat. „Wenn der Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz größer wäre, dann würden wir sicherlich nervöser sein, weil uns erneut die Chance genommen wurde, näher an die Konkurrenz heranzukommen. So aber stehen wir noch nicht so unter Druck“, sagt Schützek. Nichtsdestotrotz hätte er mit seiner Mannschaft gerne gespielt. „Es ist ja nicht so, dass wir froh über die Absage sind, weil wir schlecht in Form sind. Wir haben einen Lauf und hätten ihn gerne gegen den PSV Wesel fortgesetzt.“

Doch das geht nicht, weil der Platz in einem denkbar schlechten Zustand ist  – der bebende Acker wird seinem Namen gerecht. „Das ist eine Katastrophe für uns“, sagt Norbert Giesen, Vorsitzender der Spielvereinigung. Zumal dem Klub die Hände gebunden sind. „Wir können nichts machen, solange es immer wieder regnet. Erst wenn es ein paar Tage trocken ist, können wir den Platz wälzen, um ihn wieder bespielbar zu machen“, so der Klubchef.

Giesen bezeichnet die Situation als „sehr frustrierend“. Zumal nicht nur der Zustand der Rasenplätze ihm Sorgenfalten auf die Stirn treibt. „Auch unsere Umkleidekabinen sind total veraltet und müssten dringend renoviert werden“, sagt der Vorsitzende. Für zusätzlichen Frust sorgt bei ihm das Thema Kunstrasen. „Rundum in der Region gibt es überall Kunstrasenplätze. Nur in der Stadt Kalkar tut sich nichts. Das ist für die Vereine hier ein klarer Wettbewerbsnachteil.“

Die Landesliga-Kicker der Spielvereinigung werden in dieser Woche zweimal auf Kunstrasen trainieren. Am Dienstag und Freitag in der Sportschule Wedau. Der Verein hat dort einen Platz für das Team gemietet. Kostenpunkt: 106 Euro pro Einheit. „Der Verein tut wirklich alles, um bei diesen Verhältnissen für gute Trainingsbedingungen zu sorgen“, sagt Sven Schützek.

Wo am Donnerstag trainiert wird, weiß er aber noch nicht. „Ich bin noch auf der Suche. Wir sind so etwas wie der KFC Uerdingen der Landesliga“, sagt der Coach. Dem Drittligisten steht aktuell ebenfalls kein Trainingsplatz zur Verfügung. Eines weiß Sven Schützek aber genau. Am Sonntag wird auf jeden Fall gespielt – beim 1. FC Mönchengladbach, auf Kunstrasen.