1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Sport Kleve und Goch

Fußball-Bezirksligist SV Rindern hat die Lehren gezogen​

Fußball-Bezirksliga : Der SV Rindern hat die Lehren gezogen

Die Mannschaft hat ihren Kader breiter aufgestellt, weil er in der Rückrunde der vergangenen Saison einige personelle Sorgen hatte. Das hat sich in der Vorbereitung schon positiv bemerkbar gemacht. Ziel ist der Klassenerhalt.

Der SV Rindern hat ordentlich Eindruck hinterlassen bei der Vorbereitung auf die neue Saison. Der Fußball-Bezirksligist hat alle vier Testspiele gewonnen und zeigte dabei durchaus ansprechende Leistungen. Trainer Christian Roeskens hält sich zwar einerseits an die in der Branche übliche Praxis und will „diese Ergebnisse nicht überbewerten“. Andererseits sind die Leistungen seines Teams auch eine gewisse Bestätigung für den Coach, die richtigen Lehren aus der vergangenen Spielzeit gezogen zu haben, in der immerhin ein beachtlicher fünfter Platz für das Team herausgesprungen ist.

Der Kader war da recht klein. Und weil es immer wieder Ausfälle gab, war die Trainingsbeteiligung in der Regel eher bescheiden, weshalb viele Spieler nicht in allerbester Verfassung waren. „Es war erstaunlich, mit wie wenig Aufwand wir so viel erreicht haben“, sagt Roeskens. Jetzt sind in Torhüter Bjarne Janßen, Julian Diedenhofen, Leon Kadriu und Mika Winkler, die alle vom Ligarivalen 1. FC Kleve gekommen sind, sowie Robert Boßmann (SuS Kalkar) und Julian Peters (SV Schottheide-Frasselt) sechs Akteure neu im Kader. Dem stehen nur zwei Abgänge gegenüber. Torben van Bebber-Bucksteeg hat seine Laufbahn beendet, während Lukas Wichert zum 1. FC Kleve II gewechselt ist.

  • FC Aldekerk Saison 2022/23
    Fußball-Bezirksliga : FC Aldekerk leistet sich eine Verjüngungskur
  • Ex-Fußballprofi Thomas Hübener arbeitet mit den
    Fußball, Landesliga : SCR bereitet sich im Fitness-Studio auf die Saison vor
  • Bartek Pawliczek, Trainer des SV Hilden-Ost,
    Fußball-Kreispokal Düsseldorf : AC Italia Hilden verzichtet auf den Kreispokal

„Wir haben jetzt einen sehr ausgeglichen besetzten Kader, der mir einige Alternativen bietet“, sagt Roes­kens. Und es gibt den Konkurrenzkampf um die Stammplätze, den der Coach über weite Strecken der vergangenen Spielzeit schmerzlich vermisst hatte. „Man merkte in der Vorbereitung, dass sich jeder Spieler unbedingt für einen Stammplatz empfehlen wollte. Das hat sich auch in den guten Leistungen in den Testspielen widergespiegelt“, so Roes­kens.

Trotzdem ist der Rinderner Coach weit davon entfernt, die Trauben für sein Team jetzt höher zu hängen. Eine ähnlich gute Platzierung wie in der vergangenen Spielzeit ist für ihn erst einmal kein Thema. „Wegen Corona ist es für uns erst das zweite richtige Jahr in der Liga, das für einen Neuling ja bekanntlich das schwerste ist. Wir wollen erst einmal so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt holten. Und dann sehen wir weiter“, sagt Roeskens.

Seine Zurückhaltung begründet er in erster Linie damit, dass die Klasse für ihn wesentlich stärker als in der vergangenen Saison besetzt ist. Zwar ist Viktoria Goch für den Coach unverändert der Titelanwärter Nummer eins. Doch er hat beim Thema Aufstieg auch den GSV Moers und den VfL Tönisberg auf seinem Zettel. Zudem traut er dem starken Aufsteiger FC Neukirchen-Vluyn und dem TuS Xanten zu, eine gute Rolle in der Liga zu spielen. „Die Gruppe ist in der Spitze erheblich besser besetzt. Deshalb ist es für mich auch noch kein Thema, wieder eine Platzierung wie Rang fünf anzupeilen“, so Roeskens.

Beim Versuch, so schnell wie möglich ein weiteres Jahr in der Liga sicherzustellen, setzt der SV Rindern auf die Stärken, die ihn in der vergangenen Saison schon ausgezeichnet haben. Der Bezirksligist ist in der Defensive bei der Arbeit gegen den Ball, wie es im Fußball-Sprech heutzutage heißt, außergewöhnlich gut. Und der SV Rindern geht seine Aufgaben mit großer mannschaftlicher Geschlossenheit an, was ihn stets zu einem äußerst unangenehmen Gegner macht. Steigerungsbedarf sieht der Trainer bei den Zebras vor allem in der Offensive. „Wenn wir selbst den Ball haben, dann haben wir oft noch Probleme. Zudem muss unsere Chancenverwertung besser werden“, sagt er.

Christian Roeskens erwartet mit seinem Team zum Auftakt am Samstag, 17 Uhr, den TuS Xanten an der Wasserburgallee. „Das ist direkt eine Standortbestimmung für uns“, sagt er. Eine Partie also, in der sich dann zeigen wird, was die guten Ergebnisse in der Vorbereitung wirklich wert sind.