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Fußball-Bezirksliga: Uedemer SV im Abstiegskampf

Fußball-Bezirksliga : Schwere Zeiten für den Uedemer SV

Trainer Martin Würzler will nach dem 0:4 beim SV Rindern nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. „Wir waren zum ersten Mal richtig chancenlos“, sagt er. Besonders in der Offensive drückt derzeit der Schuh.

Martin Würzler, Trainer des Fußball-Bezirksligisten Uedemer SV, fiel es auch am Montag noch schwer, das zu verarbeiten, was seiner Mannschaft tags zuvor im Duell zweier Teams, die 2020 gemeinsam den Aufstieg geschafft hatten, widerfahren war. Nach der 0:4-Niederlage beim SV Rindern wollte der 38-jährige Coach nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. „Denn wir waren zum ersten Mal in dieser Saison so richtig chancenlos“, sagt Martin Würzler.

Zwar konnte der Bezirksligist gute Gründe dafür anführen, dass dies der Fall gewesen war. Schließlich fehlten in Torwart Timo Peters (Urlaub), Abwehrchef Mathias Sankowski, der aus beruflichen Gründen für den Rest der Saison ausfallen wird, und Peter Janßen, der als defensiver Mittelfeldakteur das Uedemer Spiel ordnet, wichtige Kräfte. „Natürlich mussten wir dadurch unsere zentrale Achse ersetzen. Doch das darf keine Ausrede für so eine Leistung sein. So darf man sich einfach nicht präsentieren“, sagt Würzler. Zumal die Personalnot beim Gegner sogar wenigstens ebenso groß war. Deshalb hatte sich der Uedemer Coach durchaus die Hoffnungen gemacht, etwas Zählbares mitnehmen zu können.

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Würzler muss sich jetzt darauf einstellen, dass er mit seinem Personal auf einem der vier Abstiegsplätze überwintern muss. Derzeit liegt der Viertletzte mit zehn Punkten aus 13 Spielen einen Zähler hinter dem rettenden elften Rang zurück. Und die letzte Aufgabe in diesem Jahr hat es in sich. Der Uedemer SV erwartet am Sonntag, 14.30 Uhr, den Titelanwärter Viktoria Goch. Da muss Würzler eine weitere Niederlage einkakulieren, wenn sich sein Team nicht erheblich steigert.

Das Sorgenkind ist derzeit die Abteilung Offensive. Nicht nur, dass sich der USV am Sonntag in Rindern keine nennenswerte Torchance herausgespielt hat. Er ist in der Meisterschaft jetzt schon seit drei Partien ohne eigenen Treffer. Verständlich, dass der Coach sich wünscht, in der Winterpause eine Verstärkung für die Offensive holen zu können. „Wir bräuchten für den Angriff einen Spieler mit viel Tempo. Den suchen wir allerdings schon seit zwei Jahren“, sagt Würzler, der nicht allzu optimistisch ist, dass er ausgerechnet jetzt fündig wird. Schließlich ist allgemein bekannt, dass der Spielermarkt wegen der Corona-Krise noch etwas leerer ist. „Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass viele Akteure in dieser Zeit nicht wechseln wollen, weil sie bei ihrem derzeitigen Verein endlich einmal eine Saison zu Ende bringen möchten“, so Würzler.

Die Pandemie hat den vergangenen beiden Spielzeiten ein vorzeitiges Ende bereitet. Jetzt droht wegen der dramatisch in die Höhe schnellenden Corona-Infektionen die nächste Unterbrechung. „Ich halte es im Moment für grenzwertig, wenn wir spielen, weil sich ja auch immer mehr geimpfte Personen anstecken. Und ich habe schon einen Akteur im Kader, der aus beruflichen Gründen wegen Corona derzeit nicht spielen will. Deshalb ist es gut, wenn wir spätestens ab dem Sonntag in die Pause gehen“, sagt Würzler.

Dann will er mit seinem Team neue Kräfte sammeln für die entscheidenden Wochen im Rennen um den Klassenerhalt. Würzler ist zuversichtlich, dass er sich mit seiner Mannschaft in der Klasse halten kann. „Wir haben das Zeug dazu und würden in der Tabelle auch besser stehen, wenn wir nicht Spiele gegen Konkurrenten im Abstiegskampf unnötig verloren hätten“, sagt der Coach.

Und wenn es nicht zum Verbleib in der Liga reichen sollte, würde die Fußball-Welt in Uedem davon auch nicht untergehen. Ein Aderlass wäre dann ohnehin nicht zu befürchten. Coach Martin Würzler und sein Co-Trainer Peter Janßen haben schon im vergangenen Jahr bis 2023 zugesagt. „Auch die meisten Spieler haben signalisiert, dass sie bleiben wollen – egal, in welcher Klasse wir spielen“, sagt Martin Würzler.