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Fußball: B-Ligist SV Bedburg-Hau muss sich in der Offensive steigern

Fußball : SV Bedburg-Hau muss sich in der Offensive steigern

Der B-Kreisligist hat in acht Begegnungen lediglich neun Treffer erzielt. Trainer Ramon Zanelli hatte zudem einige Personalsorgen und konnte noch nie seine Stammelf aufbieten.

Die Sportvereinigung Bedburg-Hau, entstanden aus den Vereinen TuS Bedburg und VfR Hau, kämpft seit einigen Jahren um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga B. In der vergangenen Saison landete sie auf dem vorletzten Platz. Und der Start in die neue Spielzeit in der Gruppe eins verlief auch nicht gerade vielversprechend.

Es setzte zunächst zwei klare Niederlagen, ehe der Mannschaft von Coach Ramon Zanelli und Co-Trainer Arved Vehreschild ein überraschender 2:1-Erfolg gegen den SV Rindern II gelang. Nach vier weiteren Niederlagen, darunter ein 1:9 gegen den SuS Kalkar, gab es im letzten Spiel vor der erneuten Corona-Unterbrechung einen eminent wichtigen 3:1-Sieg beim SSV Reichswalde, einem Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib. Derzeit rangiert die SVB mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf Rang 13.

Der 35-jährige Ramon Zanelli, der seit 2014 im Verein aktiv ist und im Sommer in seine dritte Saison als Trainer ging, verfügt nur über einen 20-Mann-Kader. „Uns fehlt als Unterbau eine zweite Mannschaft. Mit der wäre der Konkurrenzkampf größer. Zudem hatten wir viele verletzte Akteure in den ersten Spielen. Meine Stammelf ist nie aufgelaufen“, sagt Zanelli. Als größtes Manko seiner Schützlinge sieht er die mangelnde Chancenverwertung an – magere neun Treffer in acht Spielen sprechen eine eindeutige Sprache.

Torjäger André Schwarz, der in der vergangenen Spielzeit 13 Treffer erzielte, hat bisher noch nicht an seine alte Form anknüpfen können. „Seine Tore fehlen uns, aber er konnte auch nicht alle Spiele mitmachen“, sagt Zanelli, der von den Hauer Altherren tatkräftige Unterstützung erhält. Sie springen immer ein, wenn Not am Mann ist.

Weiteres Problem ist für Zanelli, dass „in der Defensive die Automatismen nicht stimmen“. Die Viererkette sei wegen der Verletzten nicht eingespielt. Vier Neuzugänge hat das Trainerduo integriert. Die Übungsleiter hoffen, dass in den nächsten Jahren die nachrückenden Jugendlichen für mehr Konkurrenz im Kader sorgen. „Zur kommenden Saison kommen fünf und ein Jahr später sechs Jugendliche hoch. Das sorgt für frisches Blut“, so Zanelli.

Während der Unterbrechung haben die Trainer ihren Spielern einen wöchentlichen Acht-Kilometerlauf verordnet. „Doch sie laufen mehr als ein Mal in der Woche“, sagt der Übungsleiter, der sich über das Engagement freut. Er hat Lust darauf, in der nächsten Saison mit seinem Co-Trainer weiterzumachen. Erste entsprechende Signale hat der neu gewählte Vorstand bereits gesendet.